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Gesellschaftsnachrichten

Neuigkeiten aus der Eurasien Gesellschaft.

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Europäische Positionen im Friedensprozess

Nach den mutmaßlichen russischen Positionen richte der zweite Teil den Blick auf die europäischen Vorstellungen, Leitlinien und Verhandlungsziele. Im Mittelpunkt stünden Fragen, die für Politik, Wirtschaft, Medien und Zivilgesellschaft bedeutsam seien: Welche Rolle könne die EU in einem künftigen Friedensprozess einnehmen? Welche Sicherheitsgarantien wären denkbar? Wie ließen sich territoriale Fragen, Wiederaufbau, Sanktionen und humanitäre Anliegen in eine tragfähige Friedensordnung einordnen?

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Straße von Hormus, Sanktionen, Drohnenkrieg und Europas Rolle

Die Eskalation im Persischen Golf zeige, wie verletzlich die globale Ordnung geworden sei: Ein regionaler Konflikt belaste Energie, Lieferketten und Stabilität weit über die Region hinaus. Die Konfliktlogik verschiebe sich, günstige Mittel störten hochgerüstete Systeme, Sanktionen erodierten unter wirtschaftlichem Druck. Europa sei wirtschaftlich stark betroffen, aber nur begrenzt handlungsfähig und brauche eine eigene Linie: Diplomatie, weniger Abhängigkeiten, eine selbstbestimmte Sicherheitsposition.

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Warum Europa über Nationalismus, Kollaboration und Ukraine offener sprechen muss

Ausgehend von einer Diskussion über die Umbettung von Personen in der Ukraine, die mit nationalistischen und kollaborierenden Bewegungen des Zweiten Weltkriegs in Verbindung gebracht werden, frage der Beitrag, warum es dazu in Deutschland und der EU kaum öffentliche Kritik gebe. Eine veränderte, von osteuropäischen Erfahrungen geprägte Erinnerungskultur spiele eine Rolle; Geschichte werde zunehmend zur politischen Waffe. Unabhängig vom Kriegsausgang blieben die Konflikte um Erinnerung und Identität, Europa müsse dafür einen neuen Dialog ermöglichen.

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Die neue Weltordnung und Europas schwierige Rolle darin

Die regelbasierte Weltwirtschaft verliere an Verbindlichkeit; Macht und Sicherheit rückten zurück ins Zentrum. Europa ersetze Märkte, statt sie strategisch zu erweitern, Schadensbegrenzung statt Gestaltung und halte an einer Ordnung fest, die andere längst neu interpretierten. Der Kern-Widerspruch: Europa wolle geopolitisch mitgestalten, ohne die nötige Geschlossenheit. Stabilität entstehe nicht durch Blockbildung, sondern durch funktionierende Kooperation zwischen Akteuren mit unterschiedlichen Interessen.

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Ostseeraum: Steigende Eskalationsrisiken und Handlungsbedarf

Der Ostseeraum entwickle sich zu einem sicherheitspolitischen Brennpunkt zwischen NATO und Russland; die NATO-Erweiterungen hätten Russlands Lage bei St. Petersburg und Kaliningrad verschlechtert. Als besonders riskant gälten offene Drohungen gegen Kaliningrad, Drohnenoperationen über baltischem Luftraum und mögliche Einschränkungen russischer Schifffahrt. Die größte Gefahr liege in einer schrittweisen Eskalation durch Fehlentscheidungen. Dr. Alexander Neu empfiehlt, diplomatische Kanäle, Krisenmanagement, Transparenz und regionale Vertrauensbildung zu stärken.

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Geopolitik verstehen: Warum wirtschaftliche Entscheidungen strategisches Denken erfordern

Die Welt ordne sich neu, das betreffe nicht nur die Politik, sondern auch Unternehmen, Investitionen und Märkte. Wipperfürth verweise auf die langfristigen Linien jenseits der Schlagzeilen: historische Interessen, geostrategische Positionierungen, energiepolitische Abhängigkeiten, gerade zwischen Europa und Russland. Energie sei ein Machtinstrument; Unternehmen müssten Versorgungssicherheit und politische Resilienz bewerten. Wer Märkte verstehen wolle, müsse geopolitische Verschiebungen einordnen können.

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Deutschlands UN-Niederlage: Wer führen will, muss wieder sprechen lernen

Die gescheiterte deutsche Kandidatur für den UN-Sicherheitsrat sei ein Signal, nicht nur eine Panne und lasse sich nicht allein mit russischem Einfluss erklären. Deutschland wende das Völkerrecht „mit unterschiedlicher Lautstärke" an, klar gegenüber Russland, vorsichtiger bei Gaza und Israel, was international registriert werde. Wer führen wolle, müsse zuhören und auch mit Gegnern sprechen. Der Beitrag fordert vier Konsequenzen: Gesprächsfähigkeit wiederherstellen, Brücken über gesprächsbereite Staaten nutzen, Völkerrecht konsequent anwenden und den Ton ändern.

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Deutschland zwischen Anspruch und Realität: Energiepolitik im Stresstest

Deutschland erkläre seine Energiepolitik zur Transformation, die Märkte bewerteten sie als Risiko, eine strukturelle, keine Kommunikationslücke. Der gleichzeitige Ausstieg aus Kernkraft, Kohle und russischen Importen habe ein System geschaffen, das stark auf externe Beschaffung in einem volatilen Markt angewiesen sei. Deutschland sei nicht mehr Taktgeber, sondern Teil des Wettbewerbs um Energie; die Industrie gerate unter Druck. Wird Energiepolitik wieder zur Frage wirtschaftlicher Vernunft?

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Orthodoxie als politischer Faktor Europas

Der Konflikt zwischen dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel und dem Moskauer Patriarchat werde von vielen nicht primär als Konkurrenz kirchlicher Machtzentren gedeutet, sondern als tieferes Spannungsverhältnis zwischen einem transnationalen Einflussmodell und national verankerten Kirchen. Die Ukraine bilde die Bruchlinie; am Beispiel Griechenlands diskutiere der Beitrag die mögliche Herausbildung zweier Orientierungsmuster, eines westlich ausgerichteten und eines souveränitätsorientierten orthodoxen Raumes. Die Eurasien Gesellschaft entwickle dazu eine Dokumentation.

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Globale Verwerfungen, neue Realitäten: Wo strategische Chancen entstehen

Die aktuellen Entwicklungen markierten einen Wendepunkt für Märkte und Investitionen: Störungen bei Rohstoffen und Energie, fragile Lieferketten und Spannungen zwischen Wirtschaftszonen veränderten die Spielregeln. Die Risiken seien nicht mehr zyklisch, sondern systemisch, klassische Bewertungsmodelle griffen zu kurz. Neue Chancen entstünden dort, wo Versorgungssicherheit, Resilienz und Kooperation neu organisiert würden. Nur vernetztes Handeln und Diplomatie auf Augenhöhe sicherten stabile Märkte, bei voller staatlicher Souveränität.

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