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Europa

Politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen in Europa, eingeordnet in größere eurasische Zusammenhänge.

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Osteuropa und Russland

Entwicklungen in Russland, der Ukraine und im postsowjetischen Raum: Sicherheit, Diplomatie, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Zentralasien

Entwicklungen in Zentralasien in ihren regionalen und globalen Zusammenhängen: Rohstoffe, Konnektivität und wachsende wirtschaftliche Bedeutung.

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Kaukasus und Kaspischer Raum

Der Südkaukasus mit seinen sicherheitspolitischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen, an der Schnittstelle mehrerer Räume.

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Ostasien

Ostasiens Rolle in der internationalen Ordnung, Wirtschaft und Wissenschaft, mit besonderem Blick auf China.

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Südasien

Die wachsende Bedeutung Südasiens im eurasischen und globalen Kontext, häufig im Rahmen von BRICS und multipolarer Ordnung.

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Westasien und Naher Osten

Entwicklungen im Nahen Osten in ihren Wechselwirkungen mit dem eurasischen Raum: Energie, Sicherheit und Diplomatie.

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Länder- und Raumprofile

Deutschland

Deutschland (amtlich Bundesrepublik Deutschland) liegt in Mitteleuropa und ist das bevölkerungsreichste Land der Europäischen Union. Als föderale parlamentarische Republik mit stark exportorientierter Wirtschaft spielt es eine zentrale Rolle in der EU und in den internationalen Beziehungen Europas. Hauptstadt und Regierungssitz ist Berlin.

Basisdaten

Hauptstadt: Berlin
Fläche: rund 357.600 km² (Gesamtfläche)
Bevölkerung: rund 83,6 Mio. (31.12.2024); vorläufig rund 83,5 Mio. (Ende 2025)
Amtssprache: Deutsch
Währung: Euro (EUR)

Geografie & Gesellschaft

Nachbarstaaten: Dänemark, Polen, Tschechien, Österreich, Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien, Niederlande (9)
Größte Städte: Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main
Verstädterung: rund 78 % leben in städtischen Räumen (2023)
Altersstruktur: alternde Bevölkerung, Durchschnittsalter rund 44,6 Jahre; über ein Fünftel ist 65 Jahre oder älter (2024)

Wirtschaft

Deutschland hat die größte Volkswirtschaft der Europäischen Union. Prägend sind eine starke Industrie, insbesondere Automobilbau, Maschinenbau, Chemie und Elektrotechnik, ein hoch entwickelter Dienstleistungssektor sowie ein dichtes Netz kleiner und mittlerer Unternehmen. Die Wirtschaft ist exportorientiert und eng in internationale Lieferketten eingebunden; wichtige Handelspartner liegen innerhalb der EU sowie in Nordamerika und Asien. Aktuelle Themen sind der Umbau der Energieversorgung, Digitalisierung, Fachkräftesicherung und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Als Mitglied von EU, Eurozone, G7 und OECD ist Deutschland ein zentraler Partner für den wirtschaftlichen Austausch zwischen Europa und den Ländern Eurasiens.

Politisches System & Regierung

Regierungsform: föderale parlamentarische Republik
Staatsoberhaupt: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (seit 2017, wiedergewählt 2022)
Regierungschef: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), im Amt seit 6. Mai 2025
Regierung: Koalition aus CDU/CSU und SPD; Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD)
Letzte Bundestagswahl: 23. Februar 2025

Parlament

Der Deutsche Bundestag ist das direkt gewählte Bundesparlament mit 630 Sitzen (21. Wahlperiode). Über den Bundesrat wirken die 16 Länder an der Gesetzgebung mit.

Ergebnis der Bundestagswahl 2025

Sitzverteilung nach dem amtlichen Wahlergebnis vom 23. Februar 2025: CDU/CSU 208, AfD 152, SPD 120, Bündnis 90/Die Grünen 85, Die Linke 64, SSW 1 (insgesamt 630 Sitze). Die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD verfügt über 328 Sitze.

Aktuelle Zusammensetzung des Bundestages

Aktuelle Fraktionsstärke (Stand: Juli 2026): CDU/CSU 208, AfD 150, SPD 120, Bündnis 90/Die Grünen 85, Die Linke 64, fraktionslos 3 (insgesamt 630 Sitze). Fraktionslos sind der SSW-Abgeordnete sowie zwei zwischenzeitlich aus der AfD-Fraktion ausgeschiedene Abgeordnete.

Aktuelle politische Lage

Nach der vorgezogenen Bundestagswahl vom 23. Februar 2025 bildeten CDU/CSU und SPD eine Koalitionsregierung. Am 6. Mai 2025 wählte der Bundestag Friedrich Merz zum Bundeskanzler; im ersten Wahlgang verfehlte er die erforderliche Mehrheit und wurde erst im zweiten Wahlgang gewählt. Die Regierung stützt sich auf eine Mehrheit von 328 der 630 Sitze. Zweitstärkste Kraft und größte Oppositionsfraktion ist die AfD. Zentrale Themen der laufenden Wahlperiode sind unter anderem Haushalts- und Steuerpolitik, Verteidigung und Infrastruktur, Migration sowie die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nimmt als Staatsoberhaupt überwiegend repräsentative und integrierende Aufgaben wahr. Die nächste reguläre Bundestagswahl wird nach dem derzeitigen Wahlzyklus für 2029 erwartet. Ein genauer Wahltermin ist noch nicht offiziell festgelegt. Eine vorgezogene Wahl könnte den Zeitplan verändern.

Regionale & internationale Rolle

Deutschland ist Gründungsmitglied der europäischen Integration und einer der einflussreichsten Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Es gehört der Eurozone, dem Schengen-Raum, der NATO, den G7 und G20 sowie den Vereinten Nationen und der OECD an. Für den eurasischen Raum ist das Land ein wichtiger Handels- und Kooperationspartner; die Beziehungen zu einzelnen Staaten unterscheiden sich je nach politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

EUEurozoneSchengenNATOG7G20OECDVereinte Nationen

Offizielle Quellen

Die Bundeswahlleiterin – Bundestagswahl 2025, Ergebnisse

Wahlergebnis

Quelle öffnen

Geprüft am 29. Juli 2026

Deutscher Bundestag – Sitzverteilung (21. Wahlperiode)

Aktuelle Parlamentszusammensetzung

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Geprüft am 29. Juli 2026

Die Bundesregierung – Bundeskanzler und Bundeskabinett

Regierung und Regierungschef

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Geprüft am 29. Juli 2026

Der Bundespräsident

Staatsoberhaupt

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Geprüft am 29. Juli 2026

Statistisches Bundesamt (Destatis) – Bevölkerungsstand

Bevölkerung, Demografie und Wirtschaft

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Geprüft am 29. Juli 2026

Europäische Union – EU-Mitgliedstaaten

Internationale Mitgliedschaft (EU)

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Geprüft am 29. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 29. Juli 2026

Frankreich

Frankreich (amtlich Französische Republik) liegt in Westeuropa und verfügt zusätzlich über Überseegebiete auf mehreren Kontinenten. Es ist Gründungsmitglied der Europäischen Union, ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats und Atommacht. Als halbpräsidentielle Republik mit einer der größten Volkswirtschaften Europas spielt Frankreich eine zentrale Rolle in der europäischen und internationalen Politik. Hauptstadt ist Paris.

Basisdaten

Hauptstadt: Paris
Fläche: rund 551.700 km² (Kernland); mit Überseegebieten rund 632.800 km²
Bevölkerung: rund 69,1 Mio. (1. Januar 2026); davon rund 66,8 Mio. im Kernland und rund 2,3 Mio. in den Überseegebieten
Amtssprache: Französisch
Währung: Euro (EUR)

Geografie & Gesellschaft

Nachbarstaaten (Kernland): Belgien, Luxemburg, Deutschland, Schweiz, Italien, Monaco, Spanien, Andorra; über Überseegebiete auch Brasilien, Suriname und die Niederlande
Größte Städte: Paris, Marseille, Lyon, Toulouse, Nizza
Verstädterung: rund 81 % leben in städtischen Räumen (2023)
Altersstruktur: rund 22 % sind 65 Jahre oder älter (2026); die Geburtenzahl ist zuletzt gesunken

Wirtschaft

Frankreich hat eine der größten Volkswirtschaften der Europäischen Union. Kennzeichnend sind ein starker Dienstleistungssektor, eine leistungsfähige Industrie in Bereichen wie Luft- und Raumfahrt, Fahrzeugbau, Pharmazie und Energie sowie eine bedeutende Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion. Das Land ist ein großer Agrarproduzent und Exporteur, und die Stromerzeugung stützt sich in hohem Maße auf Kernenergie. Frankreich ist eng in europäische und internationale Lieferketten eingebunden; wichtige Handelspartner liegen innerhalb der EU sowie in weiteren Regionen. Als Mitglied von EU, Eurozone, G7 und OECD ist Frankreich ein zentraler Partner für den wirtschaftlichen Austausch zwischen Europa und den Ländern Eurasiens.

Politisches System & Regierung

Regierungsform: halbpräsidentielle Republik (Fünfte Republik)
Staatsoberhaupt: Staatspräsident Emmanuel Macron (seit 2017, wiedergewählt 2022)
Regierungschef: Premierminister Sébastien Lecornu, im Amt seit 9. September 2025
Regierung: zweite Regierung Lecornu; Sébastien Lecornu wurde nach der Vertrauensniederlage der Regierung Bayrou am 9. September 2025 zum Premierminister ernannt, nach dem Rücktritt seiner ersten Regierung am 6. Oktober 2025 am 10. Oktober 2025 erneut ernannt; die Ministerinnen und Minister wurden am 12. Oktober 2025 ernannt, eine Regierungsumbildung erfolgte am 26. Februar 2026; Minderheitsregierung ohne absolute Mehrheit
Letzte Parlamentswahl: 30. Juni und 7. Juli 2024 (vorgezogen)

Parlament

Das Parlament besteht aus zwei Kammern: der Nationalversammlung (577 direkt gewählte Sitze) und dem Senat (348 überwiegend indirekt gewählte Sitze). In der Nationalversammlung sind für die absolute Mehrheit 289 Sitze nötig; keine Fraktion verfügt über eine eigene Mehrheit. Präsidentin ist Yaël Braun-Pivet.

Ergebnis der Parlamentswahl

Die vorgezogene Parlamentswahl am 30. Juni und 7. Juli 2024 ergab keine absolute Mehrheit. Die Nationalversammlung gliederte sich in drei größere Blöcke: das linke Bündnis Nouveau Front populaire, das präsidentielle Lager sowie das Rassemblement National mit Verbündeten.

Aktuelle Zusammensetzung der Nationalversammlung

Sitzverteilung (Stand: Juli 2026): Rassemblement National (RN) 122, Ensemble pour la République (EPR) 91, La France insoumise (LFI) 71, Sozialisten (SOC) 68, Droite Républicaine (DR) 48, Écologiste et Social 38, Les Démocrates 37, Horizons & Indépendants 35, LIOT 23, Gauche Démocrate et Républicaine (GDR) 17, Union des droites pour la République (UDR) 17; hinzu kommen 10 fraktionslose Abgeordnete. Insgesamt umfasst die Nationalversammlung 577 Sitze.

Aktuelle politische Lage

Aus der vorgezogenen Parlamentswahl im Sommer 2024 ging eine Nationalversammlung ohne klare Mehrheit hervor, die sich in drei etwa gleich starke Blöcke gliedert (Linksbündnis, präsidentielles Lager der Mitte und Rechte). Seit September 2025 ist Sébastien Lecornu Premierminister; er löste François Bayrou ab, dessen Regierung im September 2025 in einer Vertrauensabstimmung unterlag. Die Regierung Lecornu ist auf wechselnde Mehrheiten angewiesen; im Zentrum der politischen Auseinandersetzung stehen insbesondere der Staatshaushalt und die Haushaltskonsolidierung. Staatspräsident Emmanuel Macron, dessen Amtszeit bis 2027 läuft, bestimmt weiterhin die Grundlinien der Außen- und Sicherheitspolitik. Die nächste reguläre französische Präsidentschaftswahl wird nach dem derzeitigen Wahlzyklus für 2027 erwartet. Ein genauer Wahltermin ist noch nicht offiziell festgelegt.

Regionale & internationale Rolle

Frankreich ist Gründungsmitglied der europäischen Integration und einer der einflussreichsten Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Es gehört der Eurozone, dem Schengen-Raum und der NATO an, ist ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats sowie Mitglied der G7, der G20 und der OECD. Frankreich verfügt über ein weltweites diplomatisches Netz und Überseegebiete auf mehreren Kontinenten. Für den eurasischen Raum ist das Land ein bedeutender Handels- und Kooperationspartner; die Beziehungen zu einzelnen Staaten richten sich nach den jeweiligen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

EUEurozoneSchengenNATOUN-SicherheitsratG7G20OECD

Offizielle Quellen

Assemblée nationale – Les groupes politiques

Aktuelle Parlamentszusammensetzung

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Geprüft am 29. Juli 2026

Élysée – Présidence de la République

Staatsoberhaupt

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Geprüft am 29. Juli 2026

Élysée – Nomination du Premier ministre (10.10.2025)

Ernennung des Premierministers

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Geprüft am 29. Juli 2026

info.gouv.fr – Nouvelle composition du gouvernement (26.02.2026)

Regierung (aktuelle Zusammensetzung)

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Geprüft am 29. Juli 2026

INSEE – Bilan démographique

Bevölkerung, Demografie und Wirtschaft

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Geprüft am 29. Juli 2026

Europäische Union – EU-Mitgliedstaaten

Internationale Mitgliedschaft (EU)

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Geprüft am 29. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 29. Juli 2026

Österreich

Österreich (amtlich Republik Österreich) ist ein föderaler, parlamentarisch-demokratischer Binnenstaat in Mitteleuropa und Mitglied der Europäischen Union. Hauptstadt und Regierungssitz ist Wien.

Basisdaten

Hauptstadt: Wien
Fläche: 83.879 km²
Bevölkerung: 9.215.956 (1. Jänner 2026, endgültige Ergebnisse)
Amtssprache: Deutsch
Währung: Euro

Geografie & Gesellschaft

Nachbarstaaten: Deutschland, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Italien, Schweiz und Liechtenstein (8)
Größte Städte: Wien, Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck
Verstädterung: rund 59 % leben in städtischen Räumen (2024)
Altersstruktur: Medianalter rund 44 Jahre; rund 20 % sind 65 Jahre oder älter (2024)
Ausländeranteil: 20,4 Prozent (1. Jänner 2026)
Gliederung: neun Bundesländer

Wirtschaft

Österreich ist eine hoch entwickelte, exportorientierte soziale Marktwirtschaft. Bedeutende Bereiche sind Industrie, Tourismus und Dienstleistungen. Die Wirtschaft ist eng mit Deutschland und dem EU-Binnenmarkt verflochten.

Politisches System & Regierung

Regierungsform: föderale parlamentarische Republik
Staatsoberhaupt: Bundespräsident Alexander Van der Bellen (seit 2017, wiedergewählt 2022)
Regierungschef: Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP), angelobt am 3. März 2025
Regierung: Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS; Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ)
Letzte Nationalratswahl: 29. September 2024

Parlament

Das Parlament besteht aus dem Nationalrat (183 direkt gewählte Abgeordnete) und dem Bundesrat, über den die Länder an der Gesetzgebung mitwirken.
Sitzverteilung nach der Wahl 2024: FPÖ 57, ÖVP 51, SPÖ 41, NEOS 18, Grüne 16 (insgesamt 183). Die Regierungskoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS verfügt über 110 Sitze; die FPÖ ist stärkste Kraft und größte Oppositionsfraktion.

Aktuelle politische Lage

Bei der Nationalratswahl 2024 wurde die FPÖ erstmals stärkste Partei, konnte jedoch keine Regierung bilden. Nach längeren Verhandlungen bildeten ÖVP, SPÖ und NEOS im März 2025 die erste Dreierkoalition auf Bundesebene unter Bundeskanzler Christian Stocker. Zentrale Themen sind die Haushaltskonsolidierung, Migration und die wirtschaftliche Entwicklung. Die nächste reguläre Nationalratswahl wird nach dem fünfjährigen Wahlzyklus für 2029 erwartet; ein genauer Wahltermin ist noch nicht amtlich festgelegt, und eine vorgezogene Wahl könnte den Zeitplan verändern.

Regionale & internationale Rolle

Österreich ist EU-Mitglied, zugleich aber militärisch neutral. Wien ist Sitz mehrerer internationaler Organisationen und ein wichtiger Ort der Diplomatie zwischen West und Ost. Für den eurasischen Raum ist das Land ein Vermittlungs- und Begegnungsort und ein aktiver Wirtschaftspartner.

EU-MitgliedNeutralitätOSZEVereinte NationenIAEA

Offizielle Quellen

Österreichisches Parlament – Nationalrat, Sitzplan

Aktuelle Parlamentszusammensetzung und Nationalratswahl 2024

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Geprüft am 29. Juli 2026

Bundeskanzleramt – Bundeskanzler Christian Stocker

Regierung und Regierungschef

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Geprüft am 29. Juli 2026

Bundespräsident der Republik Österreich

Staatsoberhaupt

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Geprüft am 29. Juli 2026

Statistik Austria – Bevölkerungsstand

Bevölkerung, Demografie und Wirtschaft

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Geprüft am 29. Juli 2026

Weltbank – Urban population (% of total), Österreich

Verstädterung (UN/Weltbank-Definition)

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Geprüft am 29. Juli 2026

UNFPA – World Population Dashboard, Österreich

Altersstruktur (Medianalter, Anteil 65+)

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Geprüft am 29. Juli 2026

Europäische Union – EU-Mitgliedstaaten

Internationale Mitgliedschaft (EU)

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Geprüft am 29. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 29. Juli 2026

Slowakei

Die Slowakei (amtlich Slowakische Republik) ist ein parlamentarisch-demokratischer Binnenstaat in Mitteleuropa und Mitglied der Europäischen Union sowie der Eurozone. Hauptstadt und Regierungssitz ist Bratislava.

Basisdaten

Hauptstadt: Bratislava
Fläche: 49.035 km²
Bevölkerung: rund 5,41 Mio. (30. September 2025)
Amtssprache: Slowakisch
Währung: Euro (seit 2009)

Geografie & Gesellschaft

Nachbarstaaten: Tschechien, Polen, Ukraine, Ungarn und Österreich (5)
Größte Städte: Bratislava, Košice, Prešov, Žilina, Nitra
Verstädterung: rund 54 % leben in städtischen Räumen (2024)
Altersstruktur: Medianalter rund 43 Jahre; rund 19 % sind 65 Jahre oder älter (2024)
Bevölkerungsmehrheit: Slowaken (rund 84 Prozent)
Größte Minderheit: Ungarn (rund 8 Prozent)

Wirtschaft

Die Slowakei ist eine offene, exportorientierte Industriewirtschaft mit einer starken Automobil- und Zulieferindustrie. Das Land ist eng in europäische Wertschöpfungsketten eingebunden.

Politisches System & Regierung

Regierungsform: parlamentarische Republik
Staatsoberhaupt: Präsident Peter Pellegrini (seit 15. Juni 2024)
Regierungschef: Ministerpräsident Robert Fico (Smer), im Amt seit 25. Oktober 2023
Regierung: Koalition aus Smer, Hlas und SNS; Parlamentspräsident Richard Raši
Letzte Parlamentswahl: 30. September 2023

Parlament

Der Nationalrat (Národná rada) ist das Einkammerparlament mit 150 Abgeordneten.
Sitzverteilung nach der Wahl 2023: Smer 42, Progressive Slowakei (PS) 32, Hlas 27, Slovensko (OĽaNO) 16, KDH 12, SaS 11, SNS 10 (insgesamt 150). Die Regierungskoalition aus Smer, Hlas und SNS verfügte bei der Regierungsbildung über 79 Sitze.
Aktuelle Zusammensetzung (Stand: Juli 2026): Die Fraktionsstärken haben sich seit der Wahl durch Wechsel einzelner Abgeordneter verschoben. Laut Nationalrat entfallen auf das Regierungslager (Smer, Hlas, SNS) rund 78 der 150 Sitze und auf die Opposition rund 72; hinzu kommen mehrere fraktionslose Abgeordnete.

Aktuelle politische Lage

Nach der Parlamentswahl 2023 bildete Robert Fico eine Koalition aus Smer, Hlas und SNS. 2024 wurde Peter Pellegrini zum Präsidenten gewählt. Innenpolitisch prägen Justiz- und Medienfragen, die Haushaltspolitik sowie die Außen- und Ukraine-Politik die Auseinandersetzungen. Die nächste reguläre Parlamentswahl wird nach dem vierjährigen Wahlzyklus für 2027 erwartet und die nächste reguläre Präsidentschaftswahl für 2029; genaue Wahltermine sind noch nicht amtlich festgelegt, und eine vorgezogene Wahl könnte den Zeitplan verändern.

Regionale & internationale Rolle

Die Slowakei liegt an einer wichtigen Nahtstelle zwischen West-, Mittel- und Osteuropa. Als Mitglied von EU, Eurozone, Schengen-Raum und NATO sowie der Visegrád-Gruppe wirkt das Land an der regionalen Zusammenarbeit in Mitteleuropa mit und unterhält vielfältige Verbindungen in den östlichen Teil des eurasischen Raums.

EU-MitgliedEurozoneSchengenNATOVisegrád-Gruppe

Offizielle Quellen

Národná rada Slovenskej republiky

Aktuelle Parlamentszusammensetzung und Parlamentswahl 2023

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Geprüft am 29. Juli 2026

Úrad vlády Slovenskej republiky

Regierung und Regierungschef

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Geprüft am 29. Juli 2026

Prezident Slovenskej republiky

Staatsoberhaupt

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Geprüft am 29. Juli 2026

Štatistický úrad Slovenskej republiky

Bevölkerung, Demografie und Wirtschaft

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Geprüft am 29. Juli 2026

Weltbank – Urban population (% of total), Slowakei

Verstädterung (UN/Weltbank-Definition)

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Geprüft am 29. Juli 2026

UNFPA – World Population Dashboard, Slowakei

Altersstruktur (Medianalter, Anteil 65+)

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Geprüft am 29. Juli 2026

Europäische Union – EU-Mitgliedstaaten

Internationale Mitgliedschaft (EU)

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Geprüft am 29. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 29. Juli 2026

Europäische Union

Die Europäische Union (EU) ist ein supranationaler Staaten- und Wirtschaftsverbund von 27 Mitgliedstaaten. Sie ist kein Staat, sondern eine auf Verträgen beruhende Rechtsgemeinschaft mit eigenen Organen; ihre Zuständigkeiten leiten sich aus den Mitgliedstaaten ab. Sitze der Organe sind unter anderem Brüssel, Straßburg, Luxemburg und Frankfurt am Main, keine nationale Hauptstadt.

Eckdaten

Mitgliedstaaten: 27
Fläche: rund 4.233.000 km²
Bevölkerung: rund 449 Mio. (2026)
Währung: Euro als gemeinsame Währung der Staaten des Euroraums (nicht aller Mitgliedstaaten)
Amtssprachen: 24

Binnenmarkt & Gesellschaft

Binnenmarkt mit freiem Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Kapital und Personen
Zollunion mit gemeinsamen Außenzöllen
Schengen-Raum: Reisen ohne Grenzkontrollen zwischen den teilnehmenden Staaten
Vielfalt der Sprachen, Kulturen und Rechtstraditionen der Mitgliedstaaten

Wirtschaft

Die EU bildet gemeinsam einen der größten Wirtschaftsräume der Welt und erwirtschaftet rund ein Sechstel der globalen Wirtschaftsleistung. Der Binnenmarkt und die gemeinsame Handelspolitik machen sie zu einem zentralen Akteur im Welthandel.

Institutionen

Die EU handelt durch mehrere Organe mit unterschiedlichen Aufgaben. Das Europäische Parlament ist die direkt gewählte Vertretung der Bürgerinnen und Bürger (720 Abgeordnete). Der Europäische Rat der Staats- und Regierungschefs legt die allgemeine politische Ausrichtung fest. Im Rat der Europäischen Union stimmen die Fachministerinnen und -minister der Mitgliedstaaten ab. Die Europäische Kommission ist das politisch unabhängige Exekutivorgan, das EU-Recht vorschlägt und dessen Umsetzung überwacht. Hinzu kommen unter anderem der Gerichtshof der Europäischen Union in Luxemburg und die Europäische Zentralbank in Frankfurt am Main.

Führung der Organe

Präsidentin des Europäischen Parlaments: Roberta Metsola (seit 2022, wiedergewählt 2024)
Präsident des Europäischen Rates: António Costa (seit Dezember 2024)
Präsidentin der Europäischen Kommission: Ursula von der Leyen (zweite Amtszeit seit Dezember 2024)
Ratsvorsitz (Rat der EU): rotiert halbjährlich; in der zweiten Jahreshälfte 2026 bei Irland

Aktuelle Entwicklungen

Nach der Europawahl 2024 konstituierte sich die zehnte Wahlperiode des Europäischen Parlaments, und die Kommission unter Ursula von der Leyen wurde für eine zweite Amtszeit bestätigt. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Wettbewerbsfähigkeit und Binnenmarkt, Sicherheits- und Verteidigungsfragen, die Erweiterung sowie die Beziehungen zu den Nachbarregionen. Die nächste Europawahl wird regulär für 2029 erwartet.

Rolle im eurasischen Raum

Als größter Handels- und Regulierungsraum Europas prägt die EU Handels-, Energie- und Sicherheitsbeziehungen weit über ihre Grenzen hinaus. Sie ist ein zentraler Akteur in den Beziehungen zwischen Europa und dem übrigen eurasischen Raum, von den östlichen Nachbarländern bis nach Zentral- und Ostasien.

27 MitgliedstaatenBinnenmarktZollunionSupranationale Rechtsgemeinschaft

Offizielle Quellen

Europäische Union – Führung der Organe

Präsidentinnen und Präsidenten der EU-Organe

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Geprüft am 29. Juli 2026

Europäische Kommission – Präsidentin

Europäische Kommission

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Geprüft am 29. Juli 2026

Europäischer Rat

Europäischer Rat (Präsident António Costa)

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Geprüft am 29. Juli 2026

Rat der Europäischen Union – Ratsvorsitz

Rotierender Vorsitz im Rat der EU

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Geprüft am 29. Juli 2026

Europäisches Parlament

Europäisches Parlament (720 Abgeordnete, Präsidentin Metsola)

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Geprüft am 29. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 29. Juli 2026

Ostseeraum · Regionaler Raum

Der Ostseeraum bezeichnet die Ostsee sowie die an sie angrenzenden Länder und Küstenregionen im Norden Europas. Er ist kein Staat, sondern ein geografischer und politischer Kooperationsraum. Anrainerstaaten sind Dänemark, Deutschland, Polen, Litauen, Lettland, Estland, Finnland, Schweden und Russland. Der Raum verbindet nord-, mittel- und osteuropäische Volkswirtschaften und ist durch enge Handels-, Verkehrs- und Umweltverflechtungen geprägt.

Wirtschaftliche & infrastrukturelle Bedeutung

Der Ostseeraum ist ein bedeutender Handels- und Verkehrsraum mit wichtigen Häfen, Fährverbindungen und Seewegen. Wesentliche Themen sind maritime Logistik, Energieinfrastruktur einschließlich Strom- und Datenverbindungen sowie der Schutz kritischer Unterseeinfrastruktur. Die enge wirtschaftliche Verflechtung der Anrainer wird durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Wirtschaft, Wissenschaft und Umweltschutz ergänzt.

Politische & institutionelle Bedeutung

Für die Zusammenarbeit im Ostseeraum bestehen mehrere Institutionen. Der Ostseerat (Council of the Baltic Sea States, CBSS) wurde 1992 gegründet; ihm gehören Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Island, Lettland, Litauen, Norwegen, Polen und Schweden sowie die Europäische Union an. Die Mitwirkung Russlands wurde 2022 ausgesetzt; Russland trat im Mai 2022 aus dem Rat aus. Die EU-Strategie für den Ostseeraum (EUSBSR) von 2009 war die erste makroregionale Strategie der Europäischen Union; ihre Ziele sind der Schutz des Meeres, die Vernetzung der Region und wirtschaftlicher Wohlstand. Die Helsinki-Kommission (HELCOM) koordiniert den Schutz der Meeresumwelt der Ostsee.

Rolle im eurasischen Zusammenhang

Der Ostseeraum ist ein zentraler Teil des nördlichen Europas und ein Beispiel für institutionell verdichtete regionale Zusammenarbeit innerhalb der EU und mit ihren Nachbarn. Für den weiteren eurasischen Zusammenhang ist er relevant, weil hier Fragen von Handel, Energie, Umwelt und Sicherheit unmittelbar zusammentreffen und weil sich die politischen Rahmenbedingungen seit 2022 deutlich verändert haben.

Ostseerat (CBSS)EUSBSRHELCOMEUNördliche Dimension
Der Ostseeraum ist ein Kooperationsraum, kein Staat. Die Angaben zu den Institutionen geben den Stand von Juli 2026 wieder.

Offizielle Quellen

Ostseerat – Council of the Baltic Sea States (CBSS)

Regionale Zusammenarbeit

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Geprüft am 29. Juli 2026

EU-Strategie für den Ostseeraum (EUSBSR)

Makroregionale EU-Strategie

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Geprüft am 29. Juli 2026

HELCOM (Helsinki-Kommission)

Meeresumwelt und maritime Zusammenarbeit

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Geprüft am 29. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 29. Juli 2026

Länder- und Raumprofile

Russland

Russland (amtlich Russische Föderation) ist das flächengrößte Land der Erde und erstreckt sich über Osteuropa und Nordasien. Als föderale, präsidentiell geprägte Republik und ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats spielt es eine zentrale Rolle in der internationalen Politik, in Energiefragen und in den Sicherheitsbeziehungen des eurasischen Raums. Hauptstadt und Regierungssitz ist Moskau.

Basisdaten

Hauptstadt: Moskau
Fläche: rund 17.098.000 km² (international anerkanntes Staatsgebiet; flächengrößter Staat der Erde)
Bevölkerung: rund 146,0 Mio. (Rosstat, 1. Januar 2025; einschließlich der Krim und Sewastopols, deren Annexion international nicht anerkannt ist; ohne diese rund 143,6 Mio.); Volkszählung 2021: rund 147,2 Mio.
Amtssprache: Russisch
Währung: Russischer Rubel (RUB)

Geografie & Gesellschaft

Nachbarstaaten: Norwegen, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Belarus, Ukraine, Georgien, Aserbaidschan, Kasachstan, China, Mongolei und Nordkorea (14)
Größte Städte: Moskau, Sankt Petersburg, Nowosibirsk, Jekaterinburg, Kasan
Verstädterung: rund drei Viertel der Bevölkerung leben in städtischen Räumen
Altersstruktur: alternde Bevölkerung, Medianalter rund 41 Jahre; die Geburtenrate liegt deutlich unter dem Bestandserhaltungsniveau (Rosstat)

Wirtschaft

Russland verfügt über eine der rohstoffreichsten Volkswirtschaften der Welt. Prägend sind die Förderung und der Export von Erdöl, Erdgas, Kohle, Metallen und Getreide sowie eine ausgebaute Schwer-, Rüstungs- und Nuklearindustrie. Energie ist ein zentraler Faktor für Staatshaushalt und Außenhandel. Seit 2022 haben umfangreiche westliche Sanktionen und die Neuausrichtung von Handelsströmen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verändert; Handel und Energieexporte verlagern sich verstärkt nach Asien, unter anderem nach China und Indien. Russland ist Mitglied mehrerer regionaler Wirtschaftsformate, darunter die Eurasische Wirtschaftsunion. Für den eurasischen Raum bleibt das Land ein bedeutender Energie- und Handelspartner; die wirtschaftlichen Beziehungen zu einzelnen Staaten richten sich nach den jeweiligen politischen Rahmenbedingungen.

Politisches System & Regierung

Regierungsform: föderale, präsidentiell geprägte Republik
Staatsoberhaupt: Präsident Wladimir Putin (seit 2000 durchgehend Präsident oder Ministerpräsident; aktuelle Amtszeit seit dem 7. Mai 2024 nach der Wahl im März 2024)
Regierungschef: Ministerpräsident Michail Mischustin, im Amt seit 16. Januar 2020; zweites Kabinett seit Mai 2024
Regierung: von der Partei Einiges Russland getragen
Letzte Präsidentschaftswahl: März 2024; letzte Staatsdumawahl: 17.-19. September 2021

Parlament

Das Zweikammerparlament (Föderalversammlung) besteht aus der Staatsduma mit 450 Sitzen (Unterhaus) und dem Föderationsrat (Oberhaus). Die Staatsduma wird zur Hälfte über Parteilisten und zur Hälfte in Direktwahlkreisen gewählt. Vorsitzender ist Wjatscheslaw Wolodin.

Ergebnis der Staatsdumawahl 2021

Sitzverteilung nach der Wahl vom 17.-19. September 2021: Einiges Russland 324, KPRF (Kommunistische Partei) 57, Gerechtes Russland – Für die Wahrheit 27, LDPR 21, Neue Leute 13; die übrigen acht Sitze entfielen auf drei weitere Parteien (je einer) und fünf Einzelbewerber (insgesamt 450).

Aktuelle Zusammensetzung

Aktuelle Fraktionsstärke (Stand: Juli 2026): Einiges Russland 315, KPRF 57, Gerechtes Russland – Für die Wahrheit 28, LDPR 22, Neue Leute 15, fraktionslos 3, unbesetzt 10 (insgesamt 450). Der Föderationsrat vertritt die Föderationssubjekte (je zwei Vertreter) sowie präsidiale Ernannte; seine Zusammensetzung spiegelt die offizielle Verwaltungsgliederung Russlands wider, die seit 2014 und 2022 auch Gebiete umfasst, deren Zugehörigkeit international nicht anerkannt ist.

Aktuelle politische Lage

Das politische System ist stark auf das Präsidentenamt ausgerichtet. Präsident Wladimir Putin wurde im März 2024 für eine weitere sechsjährige Amtszeit bestätigt; Einiges Russland verfügt über eine verfassungsändernde Mehrheit in der Staatsduma. Die im September 2022 erklärte Annexion von vier teilweise besetzten ukrainischen Regionen (Donezk, Luhansk, Saporischschja, Cherson) sowie die Annexion der Krim 2014 werden international, unter anderem in Resolutionen der UN-Generalversammlung, nicht anerkannt; völkerrechtlich gelten diese Gebiete als ukrainisch. Die nächste Staatsdumawahl ist per Präsidialerlass für den 18.-20. September 2026 angesetzt. Internationale Organisationen wie OSZE/ODIHR haben die Rahmenbedingungen jüngerer Wahlen kritisch bewertet. Diese Einschätzungen gibt die Eurasien Gesellschaft wieder, ohne sie sich zu eigen zu machen.

Regionale & internationale Rolle

Russland ist ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats und Atommacht. Es gehört unter anderem der Eurasischen Wirtschaftsunion, der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS), der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) und der BRICS-Gruppe an und bildet mit Belarus den Unionsstaat. Für den eurasischen Raum ist Russland ein zentraler Akteur in Fragen von Sicherheit, Energie und Handel. Seit dem Beginn des großangelegten Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022 haben sich die Beziehungen zu vielen europäischen Staaten stark verschlechtert, während die Zusammenarbeit mit Partnern in Asien ausgebaut wurde.

UN-SicherheitsratEurasische WirtschaftsunionOVKSSCOBRICSUnionsstaat

Offizielle Quellen

Staatsduma der Russischen Föderation

Parlament (Unterhaus), Sitzverteilung und Wahlen

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Geprüft am 28. Juli 2026

Föderationsrat der Russischen Föderation

Parlament (Oberhaus)

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Geprüft am 28. Juli 2026

Präsident Russlands (Kreml)

Staatsoberhaupt

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Geprüft am 28. Juli 2026

Regierung der Russischen Föderation

Regierung und Regierungschef

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Geprüft am 28. Juli 2026

Rosstat – Föderaler Dienst für Staatsstatistik

Bevölkerung, Demografie und Wirtschaft

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Geprüft am 28. Juli 2026

Zentrale Wahlkommission Russlands

Wahltermine und Wahlorganisation

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Geprüft am 28. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2026

Ukraine

Die Ukraine ist mit dem größten vollständig in Europa gelegenen Staatsgebiet ein zentrales Land Osteuropas. Sie ist eine semipräsidentielle Republik und seit Juni 2022 Beitrittskandidat der Europäischen Union. Seit dem großangelegten russischen Angriff im Februar 2022 stehen Sicherheit, Wiederaufbau und die europäische Integration im Mittelpunkt. Hauptstadt und Regierungssitz ist Kiew.

Basisdaten

Hauptstadt: Kiew
Fläche: rund 603.600 km² (international anerkanntes Staatsgebiet einschließlich der Krim und der derzeit besetzten Gebiete)
Bevölkerung: keine gesicherte aktuelle Zahl; letzte Volkszählung 2001 (rund 48,5 Mio.); vor dem großangelegten Angriff 2021 rund 41 Mio. (Staatlicher Statistikdienst). Aktuelle Schätzungen schwanken stark (siehe nebenstehend)
Amtssprache: Ukrainisch
Währung: Hrywnja (UAH)

Geografie & Gesellschaft

Nachbarstaaten: Russland, Belarus, Polen, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Moldau (7)
Größte Städte: Kiew, Charkiw, Odessa, Dnipro, Lwiw
Bevölkerung: keine Volkszählung seit 2001; Schätzungen für die von der Regierung kontrollierten Gebiete liegen (UNFPA 2025) bei rund 31 Mio., ukrainische Angaben je nach Gebietsabgrenzung bei etwa 29 bis 35 Mio.
Vertreibung: Millionen Menschen sind seit 2022 innerhalb der Ukraine vertrieben oder ins Ausland geflüchtet (IOM, UN)

Wirtschaft

Die Ukraine ist traditionell ein bedeutender Agrarproduzent und Exporteur von Getreide, Ölsaaten und Pflanzenöl sowie von Metallen und Erzen. Vor 2022 waren zudem Maschinenbau, Chemie und ein wachsender IT-Sektor prägend. Der großangelegte Krieg hat die Wirtschaft schwer getroffen: Infrastruktur, Energieversorgung und Häfen wurden beschädigt und Lieferketten unterbrochen. Internationale Finanzhilfe, Wiederaufbauprogramme und die Anbindung an den EU-Binnenmarkt stützen die Wirtschaft. Der Wiederaufbau und die Sicherung der Energieversorgung, insbesondere vor dem Winter, zählen zu den zentralen wirtschaftspolitischen Aufgaben. Für den europäischen und eurasischen Raum ist die Ukraine ein wichtiger Agrar- und Transitstandort; die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der EU hat seit 2022 stark zugenommen.

Politisches System & Regierung

Regierungsform: semipräsidentielle Republik (Einheitsstaat)
Staatsoberhaupt: Präsident Wolodymyr Selenskyj (im Amt seit 20. Mai 2019); seine reguläre Amtszeit endete am 20. Mai 2024, er bleibt unter dem geltenden Kriegsrecht im Amt, da Wahlen ausgesetzt sind
Regierungschef: Ministerpräsident Serhij Korezkyj, vom Parlament am 16. Juli 2026 bestätigt
Regierung: getragen von der Partei Diener des Volkes; Vorgängerin war Julija Swyrydenko (2025-2026)
Letzte Parlamentswahl: 21. Juli 2019

Parlament

Das Einkammerparlament (Werchowna Rada, Oberster Rat) hat verfassungsgemäß 450 Sitze. Bei der Wahl 2019 konnten wegen der Annexion der Krim und des Krieges im Donbass nur 424 Sitze besetzt werden; unter dem Kriegsrecht finden keine Wahlen oder Nachwahlen statt. Vorsitzender ist Ruslan Stefantschuk.

Ergebnis der Parlamentswahl 2019

Sitzverteilung nach der Wahl vom 21. Juli 2019: Diener des Volkes 254, Oppositionsplattform – Für das Leben 43, Batkiwschtschyna 26, Europäische Solidarität 25, Holos 20; die übrigen Sitze entfielen auf Direkt- und Einzelbewerber (424 besetzte Sitze, 26 unbesetzt).

Aktuelle Zusammensetzung

Aktuelle Zusammensetzung (Stand: 2026): Die Partei Diener des Volkes bleibt mit rund 229 Sitzen stärkste Fraktion und Regierungspartei; hinzu kommen unterstützende Gruppen sowie die Oppositionsfraktionen Europäische Solidarität (rund 26), Batkiwschtschyna (rund 25) und Holos (rund 19). Die prorussische Oppositionsplattform – Für das Leben wurde 2022 aufgelöst. Rund 55 Sitze sind unbesetzt; das Parlament zählt derzeit etwa 392 Abgeordnete.

Aktuelle politische Lage

Politik und Verwaltung stehen im Zeichen des Krieges. Seit Februar 2022 gilt das Kriegsrecht, das regelmäßig verlängert wird; Präsidentschafts- und Parlamentswahlen sind für dessen Dauer ausgesetzt. Präsident Selenskyj führt das Land weiter, gestützt auf die Mehrheit der Partei Diener des Volkes. Im Juli 2026 kam es zu einer umfassenden Regierungsumbildung: Ministerpräsidentin Swyrydenko trat zurück, und das Parlament bestätigte Serhij Korezkyj als neuen Regierungschef. Schwerpunkte der Regierung sind die Landesverteidigung, die Energieversorgung, die soziale Sicherung und die EU-Annäherung. Nach ukrainischem Wahlrecht beginnt der Wahlprozess erst innerhalb eines Monats nach Aufhebung des Kriegsrechts; ein regulärer Wahltermin lässt sich daher derzeit nicht bestimmen.

Regionale & internationale Rolle

Die Ukraine ist Mitglied der Vereinten Nationen und seit Juni 2022 Beitrittskandidat der Europäischen Union; die Beitrittsverhandlungen wurden 2024 aufgenommen. Sie arbeitet eng mit der EU, einzelnen NATO-Staaten und internationalen Finanzinstitutionen zusammen und ist Teil regionaler Formate in Mittel- und Osteuropa. Für den eurasischen Raum ist die Ukraine als Agrar-, Energie- und Transitland sowie durch den Krieg und seine Folgen von zentraler Bedeutung.

Vereinte NationenEU-BeitrittskandidatEuroparatWTO

Offizielle Quellen

Werchowna Rada der Ukraine

Parlament, Sitzverteilung und Wahlen

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Geprüft am 28. Juli 2026

Präsident der Ukraine

Staatsoberhaupt

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Geprüft am 28. Juli 2026

Ministerkabinett der Ukraine

Regierung und Regierungschef

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Geprüft am 28. Juli 2026

Staatlicher Statistikdienst der Ukraine

Bevölkerung und Wirtschaft

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Geprüft am 28. Juli 2026

UNFPA – Weltbevölkerungsdaten (Ukraine)

Bevölkerungsschätzung (UN)

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Geprüft am 28. Juli 2026

IOM – Displacement Tracking Matrix, Ukraine

Binnenvertreibung und Migration

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Geprüft am 28. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2026

Belarus

Belarus (amtlich Republik Belarus) ist ein osteuropäischer Binnenstaat zwischen der Europäischen Union und Russland. Politisch und wirtschaftlich ist das Land eng mit Russland verbunden, mit dem es den Unionsstaat bildet. Es ist eine präsidentiell geprägte Republik. Hauptstadt und Regierungssitz ist Minsk.

Basisdaten

Hauptstadt: Minsk
Fläche: 207.595 km²
Bevölkerung: rund 9,1 Mio. (Nationales Statistikkomitee, Anfang 2025); Volkszählung 2019: rund 9,41 Mio.
Amtssprachen: Belarussisch und Russisch
Währung: Belarussischer Rubel (BYN)

Geografie & Gesellschaft

Nachbarstaaten: Russland, Ukraine, Polen, Litauen und Lettland (5)
Größte Städte: Minsk, Homel, Mahiljou, Wizebsk, Hrodna
Verstädterung: rund 80 % leben in städtischen Räumen
Bevölkerungsstruktur: Belarussen bilden die Mehrheit (rund 85 %, Volkszählung 2019); alternde Bevölkerung mit rückläufiger Geburtenrate

Wirtschaft

Belarus verfügt über eine stark staatlich geprägte Volkswirtschaft mit ausgebauter Industrie. Bedeutend sind Maschinenbau, Fahrzeug- und Landmaschinenbau, die chemische Industrie einschließlich der Kaliproduktion, die Erdölverarbeitung sowie die Landwirtschaft. Der Außenhandel ist eng auf Russland ausgerichtet; die wirtschaftliche Integration im Rahmen von Unionsstaat und Eurasischer Wirtschaftsunion ist hoch. Westliche Sanktionen und die Verlagerung von Handels- und Transitwegen prägen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seit 2020 und verstärkt seit 2022. Für den eurasischen Raum ist Belarus ein wichtiger Industrie-, Agrar- und Transitstandort zwischen der EU und Russland.

Politisches System & Regierung

Regierungsform: präsidentiell geprägte Republik (Einheitsstaat)
Staatsoberhaupt: Präsident Alexander Lukaschenko (im Amt seit 1994; zuletzt am 26. Januar 2025 wiedergewählt, vereidigt am 25. März 2025)
Regierungschef: Ministerpräsident Alexander Turtschin, im Amt seit 10. März 2025
Weitere Institution: die Allbelarussische Volksversammlung (seit der Verfassungsreform 2022 ein Verfassungsorgan); Vorsitzender ist Lukaschenko (seit 2024)
Letzte Parlamentswahl: 25. Februar 2024; letzte Präsidentschaftswahl: 26. Januar 2025

Parlament

Das Zweikammerparlament (Nationalversammlung) besteht aus dem Repräsentantenhaus mit 110 direkt gewählten Abgeordneten und dem Rat der Republik mit 64 Mitgliedern (56 von regionalen Räten gewählt, 8 vom Präsidenten ernannt).

Repräsentantenhaus (Wahl 2024)

Sitzverteilung nach der Wahl vom 25. Februar 2024: Belaja Rus 51, Parteilose 40, Republikanische Partei der Arbeit und Gerechtigkeit 8, Kommunistische Partei 7, Liberaldemokratische Partei 4 (insgesamt 110).

Rat der Republik

Rat der Republik: Belaja Rus 46, Kommunistische Partei 17, Liberaldemokratische Partei 1 (insgesamt 64). Alle vertretenen Parteien stehen der Regierung nahe; eine parlamentarische Opposition ist nicht vertreten.

Aktuelle politische Lage

Das politische System ist stark auf das Präsidentenamt ausgerichtet. Alexander Lukaschenko wurde bei der Wahl im Januar 2025 für eine weitere Amtszeit bestätigt. Die Europäische Union, die USA und weitere Staaten erkannten weder diese noch die Präsidentschaftswahl von 2020 als frei und fair an; die OSZE/ODIHR wurde nicht zur Beobachtung eingeladen. Nach der Verfassungsreform von 2022 wurde die Allbelarussische Volksversammlung als Verfassungsorgan mit weitreichenden Befugnissen etabliert. Innen- und außenpolitisch ist Belarus eng an Russland gebunden. Die nächste reguläre Parlamentswahl wird nach dem Wahlzyklus für 2028 erwartet, die nächste Präsidentschaftswahl für 2030; genaue Termine sind noch nicht amtlich festgelegt. Diese Einschätzungen internationaler Institutionen gibt die Eurasien Gesellschaft wieder, ohne sie sich zu eigen zu machen.

Regionale & internationale Rolle

Belarus ist Mitglied der Vereinten Nationen, der Eurasischen Wirtschaftsunion, der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten; mit Russland bildet es den Unionsstaat, und 2024 trat das Land der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) als Vollmitglied bei. Die Beziehungen zur Europäischen Union und zu ihren Mitgliedstaaten sind seit 2020 stark belastet. Für den eurasischen Raum ist Belarus vor allem als Transitland und enger Partner Russlands von Bedeutung.

UnionsstaatEurasische WirtschaftsunionOVKSGUSSCOVereinte Nationen

Offizielle Quellen

Repräsentantenhaus der Nationalversammlung von Belarus

Parlament (Unterhaus), Wahl 2024

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Geprüft am 28. Juli 2026

Rat der Republik der Nationalversammlung von Belarus

Parlament (Oberhaus)

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Geprüft am 28. Juli 2026

Präsident der Republik Belarus

Staatsoberhaupt und Ernennung des Regierungschefs

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Geprüft am 28. Juli 2026

Nationales Statistikkomitee der Republik Belarus (Belstat)

Bevölkerung, Demografie und Wirtschaft

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Geprüft am 28. Juli 2026

Zentrale Wahlkommission der Republik Belarus

Wahlen und Wahlorganisation

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Geprüft am 28. Juli 2026

OSZE/ODIHR

Internationale Wahlbewertung

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Geprüft am 28. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2026

Republik Moldau

Die Republik Moldau ist ein osteuropäischer Binnenstaat zwischen Rumänien und der Ukraine. Sie ist eine parlamentarische Republik und seit Juni 2022 Beitrittskandidat der Europäischen Union. Die abtrünnige Region Transnistrien liegt völkerrechtlich innerhalb der Republik Moldau, wird jedoch faktisch von einer eigenen Verwaltung außerhalb der Kontrolle der Zentralregierung geführt. Hauptstadt und Regierungssitz ist Chișinău.

Basisdaten

Hauptstadt: Chișinău
Fläche: 33.846 km² (Gesamtfläche einschließlich Transnistriens)
Bevölkerung: rund 2,42 Mio. (Nationales Statistikamt, 1. Januar 2025, ohne Transnistrien); Volkszählung 2024: rund 2,40 Mio. (ohne Transnistrien)
Amtssprache: Rumänisch
Währung: Moldauischer Leu (MDL)

Geografie & Gesellschaft

Nachbarstaaten: Rumänien und Ukraine (2)
Größte Städte: Chișinău, Bălți, Tiraspol (in Transnistrien), Bender
Verstädterung: rund 46 % leben in städtischen Räumen (Volkszählung 2024)
Bevölkerungsstruktur: Mehrheit sind Moldauer bzw. Rumänen (rund 77 %, Volkszählung 2024); die amtliche Statistik erfasst Transnistrien nicht, dessen Bevölkerung gesondert verwaltet wird (Volkszählung 2015: rund 475.000)

Wirtschaft

Die Republik Moldau ist eine kleine, offene Volkswirtschaft mit einem bedeutenden Agrar- und Lebensmittelsektor, darunter Wein-, Obst- und Gemüsebau. Hinzu kommen Leichtindustrie, Textil- und Zulieferbetriebe sowie ein wachsender Dienstleistungs- und IT-Sektor. Überweisungen von im Ausland lebenden Moldauerinnen und Moldauern spielen eine wichtige Rolle. Der Außenhandel hat sich seit den 2010er Jahren zunehmend auf die Europäische Union verlagert, die der wichtigste Handelspartner ist. Energieabhängigkeit, Inflation und die Folgen des Krieges in der Ukraine prägen die wirtschaftliche Lage. Für den europäischen und eurasischen Raum ist das Land ein Agrar- und Transitstandort an der Grenze der EU.

Politisches System & Regierung

Regierungsform: parlamentarische Republik (Einheitsstaat)
Staatsoberhaupt: Präsidentin Maia Sandu (im Amt seit 2020, wiedergewählt am 3. November 2024, vereidigt am 24. Dezember 2024)
Regierungschef: Ministerpräsident Alexandru Munteanu, im Amt seit 31. Oktober 2025
Regierung: getragen von der Partei Aktion und Solidarität (PAS); Parlamentspräsident Igor Grosu
Letzte Parlamentswahl: 28. September 2025

Parlament

Das Einkammerparlament (Parlament der Republik Moldau) hat 101 Sitze, die nach Verhältniswahl vergeben werden.

Ergebnis der Parlamentswahl 2025

Sitzverteilung nach der Wahl vom 28. September 2025: Aktion und Solidarität (PAS) 55, Patriotischer Wahlblock 26, Wahlblock Alternativa 8, Unsere Partei 6, Partei Demokratie zu Hause 6 (insgesamt 101). PAS verfügt damit über eine absolute Mehrheit.

Aktuelle politische Lage

Nach der Parlamentswahl vom 28. September 2025 behielt die proeuropäische Partei Aktion und Solidarität (PAS) ihre Mehrheit. Das Parlament wählte Igor Grosu erneut zum Parlamentspräsidenten und bestätigte am 31. Oktober 2025 Alexandru Munteanu als Ministerpräsidenten; die Regierung wurde am 1. November 2025 vereidigt. Zentrale Themen sind die EU-Annäherung, die wirtschaftliche Entwicklung und die Energieversorgung. Internationale Beobachter und moldauische Stellen berichteten im Vorfeld der Wahl über Versuche externer Einflussnahme. Präsidentin Maia Sandu wurde im November 2024 wiedergewählt; im Oktober 2024 sprach sich in einem Referendum eine knappe Mehrheit für die Verankerung des EU-Beitrittsziels in der Verfassung aus. Die nächste reguläre Parlamentswahl wird nach dem vierjährigen Wahlzyklus für 2029 erwartet, die nächste Präsidentschaftswahl für 2028.

Regionale & internationale Rolle

Die Republik Moldau ist Mitglied der Vereinten Nationen, des Europarats und der Welthandelsorganisation. Seit Juni 2022 ist sie Beitrittskandidat der Europäischen Union; die Beitrittsverhandlungen wurden 2024 aufgenommen. Verfassungsrechtlich ist das Land neutral. Für den eurasischen Raum ist die Republik Moldau ein kleiner, aber strategisch gelegener Staat an der Nahtstelle zwischen der EU und dem postsowjetischen Raum; die ungelöste Transnistrien-Frage bleibt ein zentrales sicherheits- und außenpolitisches Thema.

EU-BeitrittskandidatVereinte NationenEuroparatWTONeutralität

Offizielle Quellen

Parlament der Republik Moldau

Parlament, Sitzverteilung und Wahl 2025

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Geprüft am 28. Juli 2026

Präsidentin der Republik Moldau

Staatsoberhaupt

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Geprüft am 28. Juli 2026

Regierung der Republik Moldau

Regierung und Regierungschef

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Geprüft am 28. Juli 2026

Nationales Statistikamt der Republik Moldau

Bevölkerung (Volkszählung 2024) und Wirtschaft

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Geprüft am 28. Juli 2026

Zentrale Wahlkommission der Republik Moldau

Amtliche Wahlergebnisse 2025

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Geprüft am 28. Juli 2026

Europäische Kommission – Erweiterung (Republik Moldau)

EU-Beitrittskandidatur

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Geprüft am 28. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2026

Länder- und Raumprofile

Georgien

Georgien liegt im Südkaukasus am Ostrand des Schwarzen Meeres, zwischen Russland im Norden und der Türkei sowie Armenien im Süden. Das Land ist eine parlamentarische Republik und war lange auf eine europäische Integration ausgerichtet; seit Ende 2024 ist dieser Kurs innenpolitisch stark umstritten. Hauptstadt und Regierungssitz ist Tiflis.

Basisdaten

Hauptstadt: Tiflis
Fläche: 69.700 km² (völkerrechtliches Staatsgebiet einschließlich Abchasiens und Südossetiens, die außerhalb der Kontrolle der Zentralregierung stehen)
Bevölkerung: rund 3,9 Mio. (Volkszählung 2024, Geostat; Stichtag 14. November 2024; ohne die besetzten Gebiete Abchasien und Südossetien); die jährliche Fortschreibung der Wohnbevölkerung lag zum 1. Januar 2025 bei rund 3,7 Mio.
Amtssprache: Georgisch (Abchasisch als regionale Amtssprache in Abchasien)
Währung: Georgischer Lari (GEL)

Geografie & Gesellschaft

Nachbarstaaten: Russland, Türkei, Armenien und Aserbaidschan (4); im Westen das Schwarze Meer
Größte Städte: Tiflis, Batumi, Kutaisi, Rustavi, Gori
Verstädterung: rund 62 % leben in städtischen Räumen (Volkszählung 2024); Medianalter rund 38 Jahre
Bevölkerungsstruktur: mehrheitlich Georgier (rund 87 %, Volkszählung 2014); Minderheiten sind unter anderem Aserbaidschaner und Armenier

Wirtschaft

Georgien ist eine kleine, offene Volkswirtschaft mit einem bedeutenden Dienstleistungssektor. Wichtig sind Transport und Logistik, Tourismus, Landwirtschaft (darunter Wein- und Obstbau), Bergbau sowie eine wachsende Rolle als Transitland. Durch seine Lage zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer ist Georgien ein Knotenpunkt für Energie- und Warenströme zwischen Asien und Europa, unter anderem im Rahmen des Mittleren Korridors. Der Außenhandel ist breit gestreut; die Europäische Union ist über das Assoziierungsabkommen mit vertiefter Freihandelszone (DCFTA) ein zentraler Partner. Überweisungen von im Ausland lebenden Georgiern spielen eine Rolle. Für den eurasischen Raum ist Georgien vor allem als Transit- und Handelsstandort von Bedeutung.

Politisches System & Regierung

Regierungsform: parlamentarische Republik (Einheitsstaat)
Staatsoberhaupt: Präsident Mikheil Kavelashvili (im Amt seit 29. Dezember 2024, gewählt durch ein Wahlgremium)
Regierungschef: Ministerpräsident Irakli Kobakhidze , im Amt seit 8. Februar 2024
Regierung: getragen von der Partei Georgischer Traum (Georgian Dream)
Letzte Parlamentswahl: 26. Oktober 2024

Parlament

Das Einkammerparlament (Sakartvelos Parlamenti, Parlament Georgiens) hat 150 Sitze und wird nach Verhältniswahl mit einer 5-Prozent-Hürde gewählt. Parlamentspräsident ist Shalva Papuashvili.

Ergebnis der Wahl 2024

Sitzverteilung nach der Wahl vom 26. Oktober 2024: Georgischer Traum 89, Koalition für Veränderungen 19, Einheit – Nationale Bewegung 16, Starkes Georgien 14, Für Georgien 12 (insgesamt 150).

Aktuelle Zusammensetzung

Die Oppositionsparteien erkannten das Ergebnis nicht an und boykottierten das Parlament. Im Februar 2025 wurden auf deren Antrag die Mandate von 49 Oppositionsabgeordneten (drei Bündnisse) niedergelegt; die Zahl der besetzten Sitze sank damit auf rund 101, während die gesetzliche Sitzzahl unverändert bei 150 liegt. Die Partei Für Georgien beendete ihren Boykott im Oktober 2025 und nahm ihre Sitze ein.

Aktuelle politische Lage

Seit der Parlamentswahl vom 26. Oktober 2024 befindet sich Georgien in einer anhaltenden innenpolitischen Krise. Die Regierungspartei Georgischer Traum behielt laut Zentraler Wahlkommission die Mehrheit; die proeuropäische Opposition und die damalige Präsidentin Salome Zourabichvili wiesen das Ergebnis als gefälscht zurück, es kam zu anhaltenden Protesten. Ende Dezember 2024 wurde Mikheil Kavelashvili durch ein Wahlgremium zum Präsidenten bestimmt. Die Regierung erklärte, das Thema EU-Beitritt bis Ende 2028 nicht auf die Tagesordnung zu setzen; die Europäische Union sieht den Beitrittsprozess faktisch ausgesetzt. Internationale Beobachter, darunter das Europäische Parlament und OSZE/ODIHR, äußerten Kritik an den Wahlbedingungen und an mehreren Gesetzen; die georgische Regierung weist diese Darstellungen zurück. Diese Einschätzungen gibt die Eurasien Gesellschaft wieder, ohne sie sich zu eigen zu machen.

Regionale & internationale Rolle

Georgien ist Mitglied der Vereinten Nationen, des Europarats, der OSZE und der Welthandelsorganisation sowie der GUAM-Gruppe; aus der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten trat es 2009 aus. Mit der Europäischen Union besteht ein Assoziierungsabkommen; den 2023 verliehenen Status eines EU-Beitrittskandidaten sieht die EU derzeit als faktisch ausgesetzt. Abchasien und Südossetien, völkerrechtlich Teil Georgiens, stehen seit den 1990er Jahren beziehungsweise seit 2008 unter einer von Russland gestützten Verwaltung außerhalb der Kontrolle der Zentralregierung. Für den eurasischen Raum ist Georgien ein wichtiges Transitland zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer.

Vereinte NationenEuroparatOSZEWTOGUAMEU-Assoziierung

Offizielle Quellen

Parlament Georgiens

Parlament, Sitzverteilung und Wahlen

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Geprüft am 28. Juli 2026

Präsident Georgiens

Staatsoberhaupt

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Geprüft am 28. Juli 2026

Regierung Georgiens

Regierung und Regierungschef

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Geprüft am 28. Juli 2026

Nationales Statistikamt Georgiens (Geostat)

Bevölkerung (Volkszählung 2024) und Wirtschaft

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Geprüft am 28. Juli 2026

Zentrale Wahlkommission Georgiens

Amtliche Wahlergebnisse 2024

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Geprüft am 28. Juli 2026

IPU Parline – Parlament Georgiens

Sitzverteilung und Mandatsänderungen

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Geprüft am 28. Juli 2026

Europäische Kommission – Erweiterung (Georgien)

EU-Beitrittskandidatur

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Geprüft am 28. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2026

Armenien

Armenien ist ein Binnenstaat im Südkaukasus, zwischen der Türkei, Georgien, Aserbaidschan und dem Iran. Das Land ist eine parlamentarische Republik und hat seine Außenpolitik seit 2022 stärker auf die Europäische Union und westliche Partner ausgerichtet, bei zugleich angespanntem Verhältnis zu Russland. Hauptstadt und Regierungssitz ist Eriwan.

Basisdaten

Hauptstadt: Eriwan
Fläche: 29.743 km²
Bevölkerung: rund 3,10 Mio. (Statistisches Komitee, ständige Bevölkerung zum 1. Januar 2026, auf Grundlage der Volkszählung 2022)
Amtssprache: Armenisch
Währung: Armenischer Dram (AMD)

Geografie & Gesellschaft

Nachbarstaaten: Türkei, Georgien, Aserbaidschan und Iran (4); Binnenland
Größte Städte: Eriwan, Gjumri, Wanadsor
Verstädterung: rund 64 % leben in städtischen Räumen; allein in Eriwan rund 1,15 Mio.
Bevölkerungsentwicklung: die ständige Bevölkerung stieg zuletzt auch durch den Zuzug von mehr als 100.000 aus Bergkarabach vertriebenen Menschen (2023)

Wirtschaft

Armenien hat eine offene Volkswirtschaft mit einem stark gewachsenen Informationstechnologie- und Dienstleistungssektor. Bedeutend sind zudem Bergbau und Metallverarbeitung (unter anderem Kupfer), die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie sowie die Landwirtschaft. Überweisungen von Auslandsarmeniern spielen eine wichtige Rolle. Traditionell eng mit Russland und dem Raum der Eurasischen Wirtschaftsunion verflochten, baut Armenien seit 2022 die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Europäischen Union und weiteren Partnern aus. Als Binnenland mit geschlossenen Grenzen zur Türkei und zu Aserbaidschan ist Armenien bei Handel und Verkehr besonders auf die Verbindungen über Georgien und den Iran angewiesen. Für den eurasischen Raum ist das Land ein kleiner, aber technologisch dynamischer Standort.

Politisches System & Regierung

Regierungsform: parlamentarische Republik (Einheitsstaat; seit der Verfassungsreform 2015/2018)
Staatsoberhaupt: Präsident Vahagn Khachaturyan (im Amt seit 13. März 2022; überwiegend repräsentative Funktion)
Regierungschef: Ministerpräsident Nikol Pashinyan (im Amt seit 2018, nach der Wahl vom 7. Juni 2026 erneut bestätigt)
Regierung: getragen von der Partei Zivilvertrag (Civil Contract)
Letzte Parlamentswahl: 7. Juni 2026

Parlament

Das Einkammerparlament (Nationalversammlung, Azgayin Zhoghov) umfasst mindestens 101 Sitze; durch Ausgleichs- und Stabilitätsmandate variiert die Gesamtzahl je Wahl. Die 9. Nationalversammlung wurde am 7. Juni 2026 gewählt.

Ergebnis der Wahl 2026

Amtliche Sitzverteilung der Zentralen Wahlkommission: Zivilvertrag 64, Wahlbündnis Starkes Armenien 29, Wahlbündnis Armenien 12 (insgesamt 105). Die Partei Blühendes Armenien verfehlte die 4-Prozent-Hürde.

Aktuelle Zusammensetzung

Der Zivilvertrag verfügt mit 64 von 105 Sitzen über die Mehrheit und kann allein regieren; für Verfassungsänderungen wäre eine Zweidrittelmehrheit erforderlich, über die die Partei nicht verfügt. Stärkste Oppositionskraft ist das Wahlbündnis Starkes Armenien.

Aktuelle politische Lage

Bei der Parlamentswahl vom 7. Juni 2026 gewann die Partei Zivilvertrag von Ministerpräsident Nikol Pashinyan erneut die Mehrheit und stellt weiterhin die Regierung. Bestimmend bleiben das Verhältnis zu Aserbaidschan und zu Russland sowie die Annäherung an die Europäische Union. Nach der Militäroperation Aserbaidschans im September 2023 löste sich die international nicht anerkannte De-facto-Verwaltung in Bergkarabach (Republik Arzach) zum 1. Januar 2024 auf; mehr als 100.000 Menschen wurden nach Armenien vertrieben. Den Text eines Friedensabkommens mit Aserbaidschan paraphierten beide Seiten am 8. August 2025 in Washington; bis Mitte 2026 ist es weder als verbindlicher Vertrag unterzeichnet noch in Kraft getreten. Ihre Beteiligung an der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) hat Armenien ausgesetzt. Die nächste reguläre Wahl wird nach dem fünfjährigen Wahlzyklus für 2031 erwartet.

Regionale & internationale Rolle

Armenien ist Mitglied der Vereinten Nationen, des Europarats, der OSZE, der Welthandelsorganisation, der Eurasischen Wirtschaftsunion und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten; seine Beteiligung an der OVKS ist ausgesetzt. Mit der Europäischen Union besteht ein umfassendes Partnerschaftsabkommen (CEPA); seit 2023 ist eine zivile EU-Beobachtungsmission (EUMA) im Land, und 2025 verabschiedete das Parlament ein Gesetz über die Einleitung eines EU-Beitrittsprozesses. Ein EU-Beitrittskandidat ist Armenien nicht. Für den eurasischen Raum ist das Land ein Bindeglied zwischen dem postsowjetischen Raum, dem Iran und Europa.

Vereinte NationenEuroparatEurasische WirtschaftsunionOVKS (ausgesetzt)GUSEU-Partnerschaft (CEPA)

Offizielle Quellen

Nationalversammlung der Republik Armenien

Parlament und Sitzverteilung

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Geprüft am 28. Juli 2026

Präsident der Republik Armenien

Staatsoberhaupt

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Geprüft am 28. Juli 2026

Regierung der Republik Armenien

Regierung und Regierungschef

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Geprüft am 28. Juli 2026

Statistisches Komitee der Republik Armenien (Armstat)

Bevölkerung (Volkszählung 2022) und Wirtschaft

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Geprüft am 28. Juli 2026

Zentrale Wahlkommission der Republik Armenien

Amtliche Ergebnisse der Wahl 2026

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Geprüft am 28. Juli 2026

Europäischer Auswärtiger Dienst – Armenien

Beziehungen zwischen der EU und Armenien

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Geprüft am 28. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2026

Aserbaidschan

Aserbaidschan liegt im Südkaukasus am Westufer des Kaspischen Meeres, zwischen Russland, Georgien, Armenien und dem Iran. Das Land ist eine präsidentiell geprägte Republik und ein bedeutender Öl- und Gasproduzent mit einer zentralen Rolle in der Energieversorgung Europas. Hauptstadt und Regierungssitz ist Baku.

Basisdaten

Hauptstadt: Baku
Fläche: 86.600 km² (einschließlich der Region Bergkarabach und umliegender Gebiete, über die Aserbaidschan 2023 die vollständige Kontrolle wiedererlangte)
Bevölkerung: rund 10,25 Mio. (Staatliches Statistikkomitee, 2025)
Amtssprache: Aserbaidschanisch
Währung: Aserbaidschanischer Manat (AZN)

Geografie & Gesellschaft

Nachbarstaaten: Russland, Georgien, Armenien, Iran und die Türkei (über die Exklave Nachitschewan); im Osten das Kaspische Meer
Größte Städte: Baku, Ganja, Sumqayit, Mingachevir, Nachitschewan
Verstädterung: rund 54 % leben in städtischen Räumen; Medianalter rund 35 Jahre
Besonderheit: Die Autonome Republik Nachitschewan ist eine durch armenisches Gebiet vom Kernland getrennte Exklave

Wirtschaft

Die Wirtschaft Aserbaidschans wird stark vom Energiesektor geprägt. Das Land ist ein bedeutender Förderer und Exporteur von Erdöl und Erdgas; die staatliche Gesellschaft SOCAR und der Südliche Gaskorridor mit den Leitungen nach Europa spielen eine zentrale Rolle. Öl- und Gaseinnahmen tragen wesentlich zum Staatshaushalt bei. Daneben gewinnen der Nicht-Energie-Sektor, Landwirtschaft, Verkehr und Logistik sowie der Ausbau erneuerbarer Energien an Bedeutung. Als Anrainer des Kaspischen Meeres und Knotenpunkt des Mittleren Korridors ist Aserbaidschan ein wichtiges Transit- und Energiedrehkreuz zwischen Zentralasien und Europa. Mit der Europäischen Union besteht seit 2022 eine Absichtserklärung zum Ausbau der Gaslieferungen. Für den eurasischen Raum ist das Land vor allem als Energie- und Transitstandort bedeutsam.

Politisches System & Regierung

Regierungsform: präsidentiell geprägte Republik (Einheitsstaat)
Staatsoberhaupt: Präsident Ilham Aliyev (im Amt seit 2003, zuletzt am 7. Februar 2024 wiedergewählt)
Regierungschef: Ministerpräsident Ali Asadov , im Amt seit 8. Oktober 2019
Regierung: getragen von der Neuen Partei Aserbaidschans (YAP)
Letzte Parlamentswahl: 1. September 2024 (vorgezogen)

Parlament

Das Einkammerparlament (Nationalversammlung, Milli Majlis) hat 125 Sitze, die in Direktwahlkreisen vergeben werden. Parlamentspräsidentin ist Sahiba Gafarova.

Ergebnis der Wahl 2024

Sitzverteilung nach der vorgezogenen Wahl vom 1. September 2024: Neue Partei Aserbaidschans (YAP) 68, Parteilose 44, weitere, überwiegend regierungsnahe Parteien 13 (insgesamt 125). Die wichtigsten Oppositionsparteien boykottierten die Wahl; die Wahlbeteiligung lag bei rund 37 %.

Aktuelle Zusammensetzung

Die Neue Partei Aserbaidschans stellt mit 68 Sitzen die Mehrheit; zusammen mit den überwiegend regierungsnahen Parteilosen und Kleinparteien verfügt sie über eine klare Dominanz. Eine wirksame parlamentarische Opposition ist kaum vertreten. Es war die erste Parlamentswahl, seit Aserbaidschan 2023 die vollständige Kontrolle über Bergkarabach wiedererlangte.

Aktuelle politische Lage

Das politische System ist stark auf das Präsidentenamt ausgerichtet; Präsident Ilham Aliyev wurde im Februar 2024 für eine weitere Amtszeit bestätigt, die Neue Partei Aserbaidschans dominiert das Parlament. Im September 2023 erlangte Aserbaidschan durch eine eintägige Militäroperation die vollständige Kontrolle über die Region Bergkarabach zurück; in deren Folge wurde die dortige international nicht anerkannte De-facto-Verwaltung aufgelöst und mehr als 100.000 überwiegend armenische Bewohner verließen die Region. Den Text eines Friedensabkommens mit Armenien paraphierten beide Seiten am 8. August 2025 in Washington; bis Mitte 2026 ist es weder unterzeichnet noch in Kraft. Im November 2024 war Baku Gastgeber der UN-Klimakonferenz COP29. Internationale Beobachter, darunter OSZE/ODIHR, verwiesen auf ein eingeschränktes politisches Umfeld; diese Einschätzungen gibt die Eurasien Gesellschaft wieder, ohne sie sich zu eigen zu machen. Die nächste reguläre Parlamentswahl wird nach dem fünfjährigen Wahlzyklus für 2029 erwartet.

Regionale & internationale Rolle

Aserbaidschan ist Mitglied der Vereinten Nationen, des Europarats, der OSZE, der Bewegung der Blockfreien (Vorsitz 2019 bis 2024), der Organisation für Islamische Zusammenarbeit, der Organisation der Turkstaaten, der GUAM-Gruppe und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. Besonders enge Beziehungen bestehen zur Türkei. Für die Europäische Union ist Aserbaidschan ein wichtiger Energiepartner, insbesondere über den Südlichen Gaskorridor; einen EU-Beitritt strebt das Land nicht an. Für den eurasischen Raum ist Aserbaidschan ein zentraler Akteur bei Energie und beim Ost-West-Transit über das Kaspische Meer.

Vereinte NationenEuroparatBewegung der BlockfreienOrganisation der TurkstaatenGUAMSüdlicher Gaskorridor

Offizielle Quellen

Milli Majlis (Nationalversammlung Aserbaidschans)

Parlament, Sitzverteilung und Wahlen

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Geprüft am 28. Juli 2026

Präsident der Republik Aserbaidschan

Staatsoberhaupt

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Ministerkabinett der Republik Aserbaidschan

Regierung und Regierungschef

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Geprüft am 28. Juli 2026

Staatliches Statistikkomitee der Republik Aserbaidschan

Bevölkerung und Wirtschaft

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Geprüft am 28. Juli 2026

Zentrale Wahlkommission der Republik Aserbaidschan

Amtliche Wahlergebnisse 2024

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Geprüft am 28. Juli 2026

IPU Parline – Milli Majlis

Sitzverteilung nach der Wahl 2024

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Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2026

Kaspischer Raum

Der Kaspische Raum umfasst das Kaspische Meer und seine Anrainerstaaten. Das Kaspische Meer ist das größte Binnengewässer der Erde, ein abflussloser See mit brackigem Wasser an der Grenze zwischen Europa und Asien. Es ist zugleich ein bedeutender Energieraum und ein wichtiger Abschnitt der Ost-West-Verkehrswege. Der Kaspische Raum ist kein Staat; die folgenden Angaben beschreiben eine geografische, rechtliche, wirtschaftliche und ökologische Region.

Geografische Einordnung

Größtes Binnengewässer der Erde (rund 371.000 km² Wasserfläche), abflussloser See mit brackigem Wasser
Lage zwischen Europa und Asien, umschlossen von fünf Anrainerstaaten
Bedeutender Lebensraum, unter anderem für Störarten (Kaviar)

Anrainerstaaten

Fünf Anrainerstaaten: Aserbaidschan, Iran, Kasachstan, Russland und Turkmenistan.
Die Nennung dieser Staaten beschreibt die Anrainer des Kaspischen Meeres und begründet keine gesonderten Länderprofile.

Rechtlicher & institutioneller Rahmen

Die rechtliche Grundlage bildet die Konvention über den Rechtsstatus des Kaspischen Meeres, die am 12. August 2018 in Aktau (Kasachstan) von allen fünf Anrainerstaaten unterzeichnet wurde. Sie weist dem Kaspischen Meer einen eigenen Rechtsstatus zu, der es weder vollständig wie ein Meer im Sinne des Seerechtsübereinkommens noch wie einen gewöhnlichen See behandelt: Sie sieht unter anderem Hoheitsgewässer und ausschließliche Fischereizonen der Anrainer vor, teilt den Meeresboden in Sektoren auf und untersagt die Präsenz nichtanrainender Streitkräfte. Bis Mitte 2026 ist die Konvention von allen fünf Staaten unterzeichnet, aber noch nicht in Kraft getreten, da die fünfte Ratifikationsurkunde (Iran) aussteht; Verwahrstaat ist Kasachstan. Für den Umweltschutz gilt die Rahmenkonvention zum Schutz der Meeresumwelt des Kaspischen Meeres (Teheran-Konvention) vom 4. November 2003, in Kraft seit dem 12. August 2006.

Wirtschaft & Ressourcen

Bedeutende Vorkommen an Erdöl und Erdgas prägen die Wirtschaft der Region; hinzu kommen Fischerei und Küsteninfrastruktur.
Der Ausbau grenzüberschreitender Energieinfrastruktur ist eng mit den offenen Fragen der Meeresbodenaufteilung und mit Umweltauflagen verbunden.

Energie & Infrastruktur

Offshore-Förderung, Pipelines und Hafenanlagen verbinden die Region mit den Weltmärkten; aserbaidschanisches Gas erreicht über den Südlichen Gaskorridor Europa.
Ein geplanter transkaspischer Gasleitungsbau ist wegen ungeklärter Rechts- und Umweltfragen bislang nicht verwirklicht.

Verkehr & Logistik

Der Kaspische Raum ist ein Kernstück des Mittleren Korridors (Transkaspische Internationale Transportroute), der China und Zentralasien über das Kaspische Meer, Aserbaidschan, Georgien und die Türkei mit Europa verbindet.
Wichtige Häfen sind unter anderem Baku/Alat (Aserbaidschan), Aktau und Kuryk (Kasachstan) sowie Turkmenbaschi (Turkmenistan).

Umweltsituation

Der Wasserstand des Kaspischen Meeres ist rückläufig; wissenschaftliche und zwischenstaatliche Bewertungen führen dies vor allem auf den Klimawandel und geringere Zuflüsse zurück und warnen vor Folgen für Häfen und Ökosysteme.
Weitere Themen sind Verschmutzung, der Rückgang der Störbestände und der Schutz der flachen nördlichen Küstenzonen; hier ist zwischen beobachteten Entwicklungen und Projektionen zu unterscheiden.

Rolle in Eurasien & Beziehungen zu Europa

Der Kaspische Raum verbindet Energievorkommen mit Ost-West-Verkehrswegen und liegt an der Nahtstelle der Interessen der fünf Anrainerstaaten sowie externer Partner. Für die Europäische Union ist die Region über Energielieferungen aus Aserbaidschan und über den Mittleren Korridor von wachsender Bedeutung, unter anderem als Alternative zu Verkehrswegen durch Russland und den Iran. Innerhalb Eurasiens ist der Kaspische Raum ein Bindeglied zwischen dem Südkaukasus, Zentralasien, Russland und dem Iran.

Aktau-Konvention (2018)Teheran-Konvention (2003)Mittlerer KorridorSüdlicher Gaskorridor

Offizielle Quellen

Konvention über den Rechtsstatus des Kaspischen Meeres (Aktau, 2018)

Vertragstext (Rechtsstatus und Anrainerstaaten)

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Geprüft am 28. Juli 2026

Teheran-Konvention (Sekretariat)

Rahmen für den Schutz der Meeresumwelt des Kaspischen Meeres

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Geprüft am 28. Juli 2026

Transkaspische Internationale Transportroute (Mittlerer Korridor)

Verkehr und Logistik über das Kaspische Meer

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Geprüft am 28. Juli 2026

Präsident Russlands – Vertragstext der Konvention

Unterzeichnung und Wortlaut der Aktau-Konvention

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Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2026

Länder- und Raumprofile

Kasachstan

Kasachstan ist der flächengrößte Staat Zentralasiens und der größte Binnenstaat der Erde. Es erstreckt sich von der Wolga und dem Kaspischen Meer im Westen bis zum Altai und zur Grenze mit China im Osten und grenzt im Norden an Russland. Das Land ist eine präsidentiell geprägte Republik, die sich seit 2022 in einem umfassenden Umbau ihrer staatlichen Institutionen befindet. Hauptstadt und Regierungssitz ist Astana.

Basisdaten

Hauptstadt: Astana
Fläche: 2.724.900 km² (flächengrößter Binnenstaat der Erde)
Bevölkerung: rund 20,4 Mio. (Büro für nationale Statistik, Anfang 2025)
Amtssprachen: Kasachisch (Staatssprache); Russisch wird gleichrangig im amtlichen Verkehr verwendet
Währung: Tenge (KZT)

Geografie & Gesellschaft

Nachbarstaaten: Russland, China, Kirgisistan, Usbekistan und Turkmenistan (5); im Westen das Kaspische Meer
Größte Städte: Almaty, Astana, Schymkent, Karaganda, Aktobe
Verstädterung: rund 62 % leben in städtischen Räumen; Medianalter rund 32 Jahre
Bevölkerungsstruktur: mehrheitlich Kasachen (rund 71 %), daneben eine große russische Minderheit sowie usbekische, uigurische und weitere Gruppen

Wirtschaft

Kasachstan ist die größte Volkswirtschaft Zentralasiens und ein bedeutender Rohstoffproduzent. Erdöl und Erdgas prägen den Außenhandel und den Staatshaushalt; hinzu kommen umfangreiche Vorkommen an Uran (weltweit führende Förderung), Kohle, Eisen, Kupfer und weiteren Metallen sowie eine leistungsfähige Landwirtschaft, insbesondere Getreide. Das Land ist über den Kaspischen Raum und den Mittleren Korridor ein wichtiges Transitland zwischen China und Europa. Ein großer Teil der Ölexporte verläuft über Pipelines durch Russland; parallel arbeitet Astana am Ausbau alternativer Routen über das Kaspische Meer. Auf dem Territorium liegt der von Russland gepachtete Weltraumbahnhof Baikonur. Für den eurasischen Raum ist Kasachstan als Energielieferant und Verkehrsdrehscheibe von zentraler Bedeutung.

Politisches System & Regierung

Regierungsform: präsidentiell geprägte Republik (Einheitsstaat), seit 1. Juli 2026 auf Grundlage einer neuen Verfassung
Staatsoberhaupt: Präsident Kassym-Jomart Tokayev (Latinumschrift; im Amt seit 20. März 2019; 2022 für eine einmalige, siebenjährige Amtszeit bis 2029 gewählt)
Regierungschef: Ministerpräsident Olzhas Bektenov (Latinumschrift), im Amt seit 6. Februar 2024
Regierung: getragen von der Partei Amanat

Parlament

Kasachstan befindet sich im Übergang zu einer neuen Verfassungsordnung. Diese wurde am 15. März 2026 in einem Referendum mit rund 87 % Zustimmung angenommen, am 17. März 2026 unterzeichnet und trat am 1. Juli 2026 in Kraft.

Neue Ordnung ab 1. Juli 2026

Die neue Verfassung ersetzt das bisherige Zweikammerparlament durch ein Einkammerparlament, den Kurultai, mit 145 Abgeordneten und fünfjähriger Amtszeit, die unmittelbar gewählt werden. Zusätzlich werden ein Amt des Vizepräsidenten sowie ein beratendes Volksgremium (Halyk Kenesi) mit dem Recht der Gesetzesinitiative geschaffen. Die Wahlen zum Kurultai standen Ende Juli 2026 noch aus; Parteien nominierten ihre Kandidaten.

Bisheriges Zweikammerparlament (Übergang)

Bis zum Inkrafttreten der neuen Verfassung bestand das Parlament aus dem Senat (50 Sitze: 40 von den regionalen Vertretungen (Maslichaty) gewählt, 10 vom Präsidenten ernannt, davon 5 auf Vorschlag der Versammlung des Volkes Kasachstans) und der Mäjilis (98 Sitze, gemischtes Wahlsystem). Bei der Mäjilis-Wahl im März 2023 errang die Partei Amanat mit 62 Sitzen die Mehrheit; weitere Sitze entfielen auf Auyl, Aq Jol, Respublica, die Volkspartei (QHP) und die Sozialdemokratische Partei (JSDP) sowie auf unabhängige Abgeordnete. Vorsitzender der Mäjilis war Yerlan Koshanov.

Aktuelle politische Lage

Nach den Unruhen vom Januar 2022 (in Kasachstan als Qandy Qantar bezeichnet) trieb Präsident Tokayev einen Umbau der staatlichen Institutionen voran, den er als Weg von einem übermäßig präsidentiellen zu einem präsidentiellen System mit gestärktem Parlament beschreibt. Dazu zählten ein Verfassungsreferendum im Juni 2022, die vorgezogene Präsidentschaftswahl im November 2022 und schließlich die neue Verfassung vom März 2026, die seit dem 1. Juli 2026 in Kraft ist und den Übergang zu einem Einkammerparlament vorsieht. Im Oktober 2024 stimmte die Bevölkerung in einem Referendum mehrheitlich (rund 71 %) für den Bau eines Kernkraftwerks. Kritiker sehen in den Reformen vor allem eine Neuordnung der Machtverhältnisse; internationale Beobachter verwiesen auf Einschränkungen des politischen Wettbewerbs. Diese Einschätzungen gibt die Eurasien Gesellschaft wieder, ohne sie sich zu eigen zu machen.

Regionale & internationale Rolle

Kasachstan ist Mitglied der Vereinten Nationen, der OSZE, der Welthandelsorganisation, der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, der Eurasischen Wirtschaftsunion, der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS), der Organisation der Turkstaaten sowie regionaler Foren wie CAREC. Das Land pflegt eine ausgleichende Außenpolitik zwischen Russland, China und dem Westen und versteht sich als Vermittler in Zentralasien. Mit der Europäischen Union besteht ein erweitertes Partnerschafts- und Kooperationsabkommen. Für den eurasischen Raum ist Kasachstan wirtschaftlich und geopolitisch der zentrale Akteur Zentralasiens.

Vereinte NationenOSZEWTOShanghaier OrganisationEurasische WirtschaftsunionOVKSOrganisation der TurkstaatenGUS

Offizielle Quellen

Mäjilis des Parlaments der Republik Kasachstan

Unterhaus, Sitzverteilung und Wahlen

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Geprüft am 28. Juli 2026

Senat des Parlaments der Republik Kasachstan

Oberhaus (Übergangsphase)

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Präsident der Republik Kasachstan (Akorda)

Staatsoberhaupt und Verfassungsreform

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Geprüft am 28. Juli 2026

Regierung der Republik Kasachstan

Regierung und Regierungschef

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Geprüft am 28. Juli 2026

Büro für nationale Statistik der Republik Kasachstan

Bevölkerung und Wirtschaft

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Geprüft am 28. Juli 2026

Zentrale Wahlkommission der Republik Kasachstan

Amtliche Wahl- und Referendumsergebnisse

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Geprüft am 28. Juli 2026

Rechtsdatenbank Adilet (Justizministerium)

Text der neuen Verfassung (2026)

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Geprüft am 28. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2026

Usbekistan

Usbekistan liegt im Herzen Zentralasiens und ist mit Abstand der bevölkerungsreichste Staat der Region. Das Land ist einer von nur zwei doppelt eingeschlossenen Binnenstaaten der Erde, deren Nachbarn sämtlich ebenfalls Binnenstaaten sind. Usbekistan ist eine präsidentiell geprägte Republik, die seit 2016 einen Kurs schrittweiser Öffnung und Reform verfolgt. Hauptstadt und Regierungssitz ist Taschkent.

Basisdaten

Hauptstadt: Taschkent
Fläche: 448.900 km²
Bevölkerung: rund 37,5 Mio. (Statistikbehörde, 1. Januar 2025); bevölkerungsreichster Staat Zentralasiens
Amtssprache: Usbekisch
Währung: Usbekischer So’m (UZS)

Geografie & Gesellschaft

Nachbarstaaten: Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Afghanistan und Turkmenistan (5); doppelt eingeschlossener Binnenstaat
Größte Städte: Taschkent, Samarkand, Namangan, Andijon, Buchara
Verstädterung: rund 51 % leben in städtischen Räumen; Medianalter rund 28 Jahre
Gliederung: 12 Regionen, die Stadt Taschkent und die autonome Republik Karakalpakstan

Wirtschaft

Usbekistan verfügt über eine vergleichsweise diversifizierte Volkswirtschaft mit einem großen Agrarsektor (traditionell Baumwolle, zunehmend Obst und Gemüse), bedeutender Gold- und Erdgasförderung sowie wachsender Industrie und Dienstleistungen. Seit 2017 wurden Währung, Außenhandel und Investitionsbedingungen schrittweise liberalisiert. Überweisungen von Arbeitsmigranten, überwiegend aus Russland, tragen spürbar zum Einkommen vieler Haushalte bei. Als bevölkerungsreichstes Land und geografisches Zentrum der Region ist Usbekistan ein wichtiger Markt und Verkehrsknoten; grenzüberschreitende Verkehrs- und Energieprojekte, auch in Richtung Afghanistan und Südasien, gewinnen an Bedeutung. Für den eurasischen Raum ist Usbekistan ein zentraler Wirtschafts- und Bevölkerungsschwerpunkt Zentralasiens.

Politisches System & Regierung

Regierungsform: präsidentiell geprägte Republik (Einheitsstaat)
Staatsoberhaupt: Präsident Shavkat Mirziyoyev (Latinumschrift; im Amt seit 2016; nach der Verfassungsreform 2023 und der vorgezogenen Wahl im Juli 2023 für eine siebenjährige Amtszeit bis 2030 bestätigt)
Regierungschef: Ministerpräsident Abdulla Aripov (Latinumschrift), im Amt seit 2016
Regierung: getragen von der Liberal-Demokratischen Partei (UzLiDeP)

Parlament

Das Parlament (Oliy Majlis) ist ein Zweikammerparlament. Die Gesetzgebende Kammer (Qonunchilik palatasi) als Unterhaus hat 150 Sitze, der Senat (Senat) als Oberhaus hat 65 Sitze. Vorsitzender der Gesetzgebenden Kammer ist Nuriddinjon Ismailov, Senatsvorsitzende ist Tanzila Norbaeva.

Ergebnis der Wahl 2024

Die Gesetzgebende Kammer wurde am 27. Oktober 2024 erstmals nach einem gemischten Wahlsystem gewählt (75 Sitze über Parteilisten, 75 in Direktwahlkreisen). Sitzverteilung: UzLiDeP 64, Milliy Tiklanisch (Nationale Wiedergeburt) 29, Adolat (Gerechtigkeit) 21, Volksdemokratische Partei 20, Ökologische Partei 16 (insgesamt 150). Alle fünf Parteien gelten als regierungsnah; eine oppositionelle Kraft trat nicht an.

Senat (Oberhaus)

Durch die Verfassungsreform von 2023 wurde der Senat von 100 auf 65 Sitze verkleinert (Erneuerung im November 2024). Davon werden 56 Mitglieder mittelbar durch die örtlichen Räte gewählt (je vier aus der Republik Karakalpakstan, den 12 Regionen und der Stadt Taschkent), 9 Mitglieder ernennt der Präsident.

Aktuelle politische Lage

Unter Präsident Mirziyoyev verfolgt Usbekistan seit 2016 einen Kurs vorsichtiger wirtschaftlicher und außenpolitischer Öffnung bei fortbestehend starker Stellung des Präsidenten. Eine Verfassungsreform im Frühjahr 2023 verlängerte die Amtszeit des Präsidenten auf sieben Jahre und setzte die Zählung zurück, sodass Mirziyoyev nach der vorgezogenen Wahl im Juli 2023 erneut antreten konnte. Im Sommer 2022 kam es in der autonomen Republik Karakalpakstan zu Protesten gegen geplante Verfassungsänderungen, die den Autonomiestatus betrafen; die Regierung nahm die betreffenden Änderungen daraufhin zurück. Internationale Beobachter verweisen weiterhin auf einen eingeschränkten politischen Wettbewerb und ein reguliertes Medienumfeld. Diese Einschätzungen gibt die Eurasien Gesellschaft wieder, ohne sie sich zu eigen zu machen. Die nächste Wahl zur Gesetzgebenden Kammer wird nach dem fünfjährigen Wahlzyklus für 2029 erwartet.

Regionale & internationale Rolle

Usbekistan ist Mitglied der Vereinten Nationen, der OSZE, der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, der Organisation der Turkstaaten, der Wirtschaftskooperationsorganisation (ECO) sowie regionaler Foren wie CAREC. An der Eurasischen Wirtschaftsunion nimmt das Land seit 2020 mit Beobachterstatus teil; der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit gehört es seit 2012 nicht mehr an, und ein Mitglied der Welthandelsorganisation ist es bislang nicht. Unter Präsident Mirziyoyev hat Taschkent die regionale Zusammenarbeit in Zentralasien deutlich ausgebaut und die Beziehungen zur Europäischen Union vertieft. Für den eurasischen Raum ist Usbekistan ein Schlüsselstaat für die innerregionale Kooperation und die Anbindung an Afghanistan und Südasien.

Vereinte NationenOSZEShanghaier OrganisationOrganisation der TurkstaatenECOEAWU (Beobachter)GUS

Offizielle Quellen

Gesetzgebende Kammer des Oliy Majlis

Unterhaus, Sitzverteilung und Wahlen

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Senat des Oliy Majlis

Oberhaus

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Präsident der Republik Usbekistan

Staatsoberhaupt

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Geprüft am 28. Juli 2026

Regierungsportal der Republik Usbekistan

Regierung und Regierungschef

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Geprüft am 28. Juli 2026

Statistikbehörde der Republik Usbekistan

Bevölkerung und Wirtschaft

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Geprüft am 28. Juli 2026

IPU Parline – Oliy Majlis

Sitzverteilung nach der Wahl 2024

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Geprüft am 28. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2026

Kirgisistan

Kirgisistan ist ein gebirgiges Binnenland im Osten Zentralasiens, zwischen Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan und China. Große Teile des Landes liegen im Tienschan-Gebirge in mehr als 1.000 Metern Höhe. Kirgisistan galt lange als das politisch offenste Land der Region; seit 2021 gilt eine Verfassung mit einem starken Präsidentenamt. Hauptstadt und Regierungssitz ist Bischkek.

Basisdaten

Hauptstadt: Bischkek
Fläche: 199.900 km²
Bevölkerung: rund 7,2 Mio. (Nationales Statistikkomitee, 2025)
Amtssprachen: Kirgisisch (Staatssprache); Russisch ist Amtssprache
Währung: Som (KGS)

Geografie & Gesellschaft

Nachbarstaaten: Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan und China (4); gebirgiges Binnenland
Größte Städte: Bischkek, Osch, Dschalalabad, Karakol
Verstädterung: rund 37 % leben in städtischen Räumen; Medianalter rund 27 Jahre
Besonderheit: der Issyk-Kul zählt zu den größten Gebirgsseen der Erde

Wirtschaft

Die kirgisische Volkswirtschaft ist kleiner und stärker von der Landwirtschaft, dem Bergbau und Überweisungen der Arbeitsmigranten geprägt. Eine herausragende Rolle spielt die Goldförderung, insbesondere die Lagerstätte Kumtor; hinzu kommen Wasserkraft, Viehwirtschaft und Handel. Ein erheblicher Teil der Wirtschaftsleistung stammt aus Überweisungen von Kirgisen, die überwiegend in Russland arbeiten. Als Mitglied der Eurasischen Wirtschaftsunion ist Kirgisistan eng mit den Märkten Russlands und Kasachstans verbunden und dient zugleich als Umschlagplatz für Waren aus China. Das Gebirge bietet Potenzial für Wasserkraft und Tourismus. Für den eurasischen Raum ist Kirgisistan vor allem als Transit- und Arbeitsmigrationsland von Bedeutung.

Politisches System & Regierung

Regierungsform: präsidentielle Republik (Einheitsstaat; seit der Verfassung von 2021)
Staatsoberhaupt: Präsident Sadyr Japarov (Latinumschrift; im Amt seit 28. Januar 2021)
Regierungschef: Vorsitzender des Ministerkabinetts Adylbek Kasymaliev (Latinumschrift), im Amt seit Dezember 2024 (die Bezeichnung Ministerpräsident entfiel mit der Reform von 2021)
Letzte Parlamentswahl: 30. November 2025 (vorgezogen)

Parlament

Das Einkammerparlament (Oberster Rat, Jogorku Kenesch) wurde mit der Verfassung von 2021 von 120 auf 90 Sitze verkleinert. Parlamentspräsident (Toraga) ist Marlen Mamataliev (Latinumschrift), im Amt seit dem 12. Februar 2026.

Ergebnis der Wahl 2025

Nach der Selbstauflösung des Parlaments im September 2025 fand am 30. November 2025 eine vorgezogene Wahl statt, erstmals nach einem reinen Mehrheitswahlsystem ohne Parteilisten: In 30 Wahlkreisen wurden je drei Abgeordnete gewählt (darunter mindestens eine Frau), zusammen 90 Sitze. Dem Präsidenten Japarov nahestehende Kandidaten gewannen rund 83 der 90 Sitze; etwa 7 Sitze entfielen auf oppositionsnahe Abgeordnete. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 36 %.

Aktuelle Zusammensetzung

Da die Abgeordneten als Einzelpersonen gewählt wurden, bildeten sich die Fraktionen erst nach dem Zusammentreten des Parlaments (unter anderem Mekentschil, Ata-Schurt, Eldik, Ala-Too und Adilet Kyrgyzstan). Das Parlament wird von präsidentennahen Abgeordneten dominiert. Die nächste reguläre Parlamentswahl wird bis 2030 erwartet, die nächste Präsidentschaftswahl für Anfang 2027.

Aktuelle politische Lage

Kirgisistan hat seit der Unabhängigkeit mehrfach durch Proteste ausgelöste Machtwechsel erlebt (2005, 2010 und 2020). Aus den Unruhen von 2020 ging Sadyr Japarov hervor, der 2021 zum Präsidenten gewählt wurde; im selben Jahr stärkte eine neue Verfassung das Präsidentenamt und verkleinerte das Parlament. Seither hat die Präsidialverwaltung ihre Stellung weiter gefestigt. Die vorgezogene Parlamentswahl vom November 2025, die erstmals ohne Parteilisten stattfand, führte zu einer klaren Dominanz präsidentennaher Abgeordneter. Ein wichtiges außenpolitisches Ergebnis war die Einigung mit Tadschikistan über den Verlauf der lange umstrittenen gemeinsamen Grenze, die 2025 abgeschlossen wurde. Internationale Beobachter verwiesen zuletzt auf einen enger werdenden politischen Raum. Diese Einschätzungen gibt die Eurasien Gesellschaft wieder, ohne sie sich zu eigen zu machen.

Regionale & internationale Rolle

Kirgisistan ist Mitglied der Vereinten Nationen, der OSZE, der Welthandelsorganisation, der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, der Eurasischen Wirtschaftsunion, der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS), der Organisation der Turkstaaten sowie regionaler Foren wie CAREC. Enge Beziehungen bestehen zu Russland, das ein wichtiger Arbeitsmarkt und Sicherheitspartner ist, sowie zu China als Handels- und Investitionspartner. Für den eurasischen Raum ist Kirgisistan als Mitglied der Eurasischen Wirtschaftsunion und als Transitland zwischen China und dem übrigen Zentralasien von Bedeutung.

Vereinte NationenOSZEWTOShanghaier OrganisationEurasische WirtschaftsunionOVKSOrganisation der Turkstaaten

Offizielle Quellen

Jogorku Kenesch (Oberster Rat der Kirgisischen Republik)

Parlament, Sitzverteilung und Wahlen

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Geprüft am 28. Juli 2026

Präsident der Kirgisischen Republik

Staatsoberhaupt

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Geprüft am 28. Juli 2026

Ministerkabinett der Kirgisischen Republik

Regierung und Regierungschef

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Geprüft am 28. Juli 2026

Nationales Statistikkomitee der Kirgisischen Republik

Bevölkerung und Wirtschaft

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Geprüft am 28. Juli 2026

Zentrale Wahlkommission der Kirgisischen Republik

Amtliche Wahlergebnisse 2025

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Geprüft am 28. Juli 2026

IPU Parline – Jogorku Kenesch

Sitzverteilung und Wahlsystem

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Geprüft am 28. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2026

Tadschikistan

Tadschikistan ist ein gebirgiges Binnenland im Südosten Zentralasiens, zwischen Usbekistan, Kirgisistan, China und Afghanistan. Mehr als die Hälfte des Staatsgebiets liegt über 3.000 Metern Höhe; das Pamir-Hochgebirge prägt den Osten des Landes. Tadschikistan ist eine präsidentielle Republik, die seit den 1990er Jahren von einem Staatsoberhaupt geführt wird. Hauptstadt und Regierungssitz ist Duschanbe.

Basisdaten

Hauptstadt: Duschanbe
Fläche: rund 143.100 km²
Bevölkerung: rund 10,7 Mio. (Statistikbehörde, 2025)
Amtssprache: Tadschikisch (Russisch als Sprache der zwischenethnischen Verständigung)
Währung: Somoni (TJS)

Geografie & Gesellschaft

Nachbarstaaten: Usbekistan, Kirgisistan, China und Afghanistan (4); gebirgiges Binnenland
Größte Städte: Duschanbe, Chudschand, Bochtar, Kulob
Verstädterung: rund 27 % leben in städtischen Räumen; sehr junge Bevölkerung (Medianalter rund 24 Jahre)
Gliederung: unter anderem die Autonome Provinz Berg-Badachschan (GBAO) im Osten

Wirtschaft

Tadschikistan ist die einkommensschwächste Volkswirtschaft Zentralasiens und in besonderem Maße von Überweisungen der Arbeitsmigranten abhängig, die überwiegend in Russland arbeiten und einen erheblichen Anteil der Wirtschaftsleistung ausmachen. Wichtige Sektoren sind die Landwirtschaft (Baumwolle, Obst), der Bergbau (unter anderem Gold, Silber und Antimon) sowie die Aluminiumverarbeitung. Ein zentrales Entwicklungsprojekt ist der Ausbau der Wasserkraft, insbesondere das Rogun-Kraftwerk, das nach Fertigstellung zu den höchsten Staudämmen der Welt zählen soll und Strom auch für den Export nach Süden liefern soll. Für den eurasischen Raum ist Tadschikistan vor allem als Arbeitsmigrationsland, Wasserkraftstandort und Grenzstaat zu Afghanistan von Bedeutung.

Politisches System & Regierung

Regierungsform: präsidentielle Republik (Einheitsstaat)
Staatsoberhaupt: Präsident Emomali Rahmon (Latinumschrift; im Amt seit 1994; verfassungsrechtlich als Führer der Nation bezeichnet)
Regierungschef: Ministerpräsident Kokhir Rasulzoda (Latinumschrift), im Amt seit 2013
Regierung: getragen von der Volksdemokratischen Partei Tadschikistans (PDPT)

Parlament

Das Parlament (Oberste Versammlung, Majlisi Oli) ist ein Zweikammerparlament. Die Versammlung der Repräsentanten (Majlisi namoyandagon) als Unterhaus hat 63 Sitze, die Nationalversammlung (Majlisi milli) als Oberhaus 33 Sitze.

Ergebnis der Wahl 2025

Die Versammlung der Repräsentanten wurde am 2. März 2025 gewählt (41 Sitze in Direktwahlkreisen, 22 über Parteilisten mit 5-Prozent-Hürde). Sitzverteilung: PDPT 49, Agrarpartei 7, Partei für Wirtschaftsreformen 5, Sozialistische Partei 1, Demokratische Partei 1 (insgesamt 63). Die Wahlbeteiligung wurde mit rund 85 % angegeben; unabhängige Beobachter waren nicht zugelassen. Vorsitzender ist Fayzali Idizoda (Latinumschrift).

Nationalversammlung (Oberhaus)

Von den 33 Mitgliedern der Nationalversammlung werden 25 mittelbar durch die regionalen Vertretungen gewählt, 8 ernennt der Präsident. Vorsitzender ist Rustam Emomali, ein Sohn des Präsidenten, der zugleich Bürgermeister von Duschanbe ist und vielfach als möglicher Nachfolger gilt.

Aktuelle politische Lage

Das politische System ist stark auf Präsident Emomali Rahmon ausgerichtet, der das Land seit den 1990er Jahren führt und den Titel Führer der Nation trägt. Nach dem Bürgerkrieg der Jahre 1992 bis 1997 richtete sich die Politik auf Stabilität und die Vorherrschaft der Regierungspartei aus. Die Parlamentswahl vom März 2025 bestätigte die dominierende Stellung der Volksdemokratischen Partei. Zunehmend rückt die Frage der Nachfolge in den Vordergrund: Mit Rustam Emomali als Vorsitzendem der Nationalversammlung und Bürgermeister von Duschanbe ist ein möglicher Übergang vorbereitet. Ein wichtiges regionales Ergebnis war die 2025 abgeschlossene Einigung mit Kirgisistan über den Verlauf der gemeinsamen Grenze. Internationale Beobachter verweisen auf ein stark eingeschränktes politisches Umfeld; diese Einschätzungen gibt die Eurasien Gesellschaft wieder, ohne sie sich zu eigen zu machen. Die nächste Wahl zur Versammlung der Repräsentanten wird für 2030 erwartet.

Regionale & internationale Rolle

Tadschikistan ist Mitglied der Vereinten Nationen, der OSZE, der Welthandelsorganisation, der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS), der Wirtschaftskooperationsorganisation (ECO) sowie regionaler Foren wie CAREC. Als längste Grenze eines zentralasiatischen Staates zu Afghanistan kommt der Sicherung dieser Grenze besondere Bedeutung zu; Russland unterhält im Land einen Militärstützpunkt. Für den eurasischen Raum ist Tadschikistan vor allem als sicherheitspolitischer Grenzstaat, Wasserkraftstandort und Herkunftsland von Arbeitsmigranten von Bedeutung.

Vereinte NationenOSZEWTOShanghaier OrganisationOVKSECOGUS

Offizielle Quellen

Majlisi Oli (Oberste Versammlung der Republik Tadschikistan)

Parlament und beide Kammern

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Geprüft am 28. Juli 2026

Präsident der Republik Tadschikistan

Staatsoberhaupt und Regierung

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Geprüft am 28. Juli 2026

Statistikbehörde beim Präsidenten der Republik Tadschikistan

Bevölkerung und Wirtschaft

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Geprüft am 28. Juli 2026

IPU Parline – Majlisi Oli

Sitzverteilung nach der Wahl 2025

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Geprüft am 28. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2026

Turkmenistan

Turkmenistan liegt im Südwesten Zentralasiens am Ostufer des Kaspischen Meeres; große Teile des Landes nimmt die Wüste Karakum ein. Der Staat verfügt über sehr große Erdgasvorkommen und verfolgt außenpolitisch eine von den Vereinten Nationen anerkannte ständige Neutralität. Turkmenistan ist eine präsidentielle Republik mit einem stark zentralisierten politischen System und einer eingeschränkten Informationslage. Hauptstadt und Regierungssitz ist Aschgabat.

Basisdaten

Hauptstadt: Aschgabat (seit 2023 besteht zusätzlich die neu errichtete Stadt Arkadag)
Fläche: 491.200 km²
Bevölkerung: offiziell rund 7 Mio.; unabhängige Schätzungen weichen ab, die Datenlage ist eingeschränkt
Amtssprache: Turkmenisch
Währung: Turkmenistan-Manat (TMT)

Geografie & Gesellschaft

Nachbarstaaten: Kasachstan, Usbekistan, Afghanistan und Iran (4); im Westen das Kaspische Meer
Größte Städte: Aschgabat, Türkmenabat, Daschogus, Mary, Turkmenbaschi
Landschaft: rund 70 % des Territoriums nimmt die Wüste Karakum ein
Bevölkerungsstruktur: ganz überwiegend Turkmenen, daneben usbekische und weitere Minderheiten

Wirtschaft

Die Wirtschaft Turkmenistans wird nahezu vollständig vom Erdgas bestimmt. Das Land verfügt über eine der größten Erdgasreserven der Welt; die Ausfuhren gehen ganz überwiegend nach China. Weitere Sektoren sind die Baumwollproduktion, die Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und der Bausektor. Der Staat greift stark in die Wirtschaft ein; Devisenbewirtschaftung und ein begrenzter Privatsektor prägen das Bild. Zur Diversifizierung der Absatzwege wird seit Jahren über zusätzliche Gasleitungen diskutiert, darunter das lange geplante Vorhaben einer Leitung durch Afghanistan nach Pakistan und Indien (TAPI). Für den eurasischen Raum ist Turkmenistan vor allem als Energieexporteur und als potenzielles Bindeglied für Gaslieferungen nach Süden und Osten von Bedeutung.

Politisches System & Regierung

Regierungsform: präsidentielle Republik (Einheitsstaat)
Staatsoberhaupt: Präsident Serdar Berdimuhamedow (Latinumschrift; im Amt seit März 2022)
Regierungschef: ein gesondertes Amt eines Ministerpräsidenten besteht nicht; der Präsident führt zugleich die Regierung und leitet das Ministerkabinett
Nationaler Führer: Gurbanguly Berdimuhamedow, der Vater des Präsidenten, ist Vorsitzender des Volksrats (Halk Maslahaty)

Parlament

Seit einer Verfassungsänderung im Januar 2023 ist das Parlament wieder ein Einkammerparlament: die Versammlung (Mejlis) mit 125 Sitzen, die in Direktwahlkreisen vergeben werden. Vorsitzende des Mejlis ist Dünýägözel Gulmanowa (Latinumschrift), im Amt seit April 2023.

Ergebnis der Wahl 2023

Der Mejlis wurde am 26. März 2023 gewählt. Sitzverteilung: Demokratische Partei Turkmenistans 65, Agrarpartei 24, Partei der Industriellen und Unternehmer 18, unabhängige Abgeordnete 18 (insgesamt 125). Alle zugelassenen Parteien gelten als regierungsnah; einen echten Wettbewerb gab es nicht. Die nächste Wahl wird für 2028 erwartet.

Volksrat (Halk Maslahaty)

Der Volksrat (Halk Maslahaty) ist seit der Verfassungsänderung von 2023 kein Teil des Parlaments, sondern ein eigenständiges oberstes Vertretungsorgan mit umfassenden verfassungsrechtlichen Befugnissen, unter anderem zur Änderung der Verfassung. Vorsitzender ist der frühere Präsident Gurbanguly Berdimuhamedow, dem der Titel Nationaler Führer verliehen wurde. Der Volksrat wird daher nicht als zweite Parlamentskammer geführt.

Aktuelle politische Lage

Turkmenistan ist eines der am stärksten zentralisierten Länder der Welt mit einem ausgeprägten Personenkult um die Staatsführung. 2022 übergab Gurbanguly Berdimuhamedow das Präsidentenamt nach einer vorgezogenen Wahl an seinen Sohn Serdar; die politische Ordnung wird seither als Zusammenwirken beider beschrieben. Mit der Verfassungsänderung von Anfang 2023 wurde der Volksrat (Halk Maslahaty) als oberstes Organ über das Parlament gestellt und dem Vater als Nationalem Führer zugeordnet. Wahlen finden ohne echten Wettbewerb statt; unabhängige Medien und eine organisierte Opposition gibt es im Land nicht. Internationale Beobachter zählen Turkmenistan zu den geschlossensten politischen Systemen. Diese Einschätzungen gibt die Eurasien Gesellschaft wieder, ohne sie sich zu eigen zu machen.

Regionale & internationale Rolle

Turkmenistan stützt seine Außenpolitik auf die 1995 von den Vereinten Nationen anerkannte ständige Neutralität und hält sich aus militärischen und politischen Bündnissen weitgehend heraus. Es ist Mitglied der Vereinten Nationen, assoziiertes Mitglied der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, Mitglied der Wirtschaftskooperationsorganisation (ECO) und regionaler Foren wie CAREC sowie Beobachter der Organisation der Turkstaaten. Der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, der Eurasischen Wirtschaftsunion und der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit gehört Turkmenistan nicht an. Wirtschaftlich sind China als Hauptabnehmer des Erdgases und die Anrainer des Kaspischen Meeres die wichtigsten Partner. Für den eurasischen Raum ist Turkmenistan vor allem als Energielieferant und als neutraler Akteur an der Nahtstelle zwischen Zentralasien, dem Iran und dem Kaspischen Raum von Bedeutung.

Vereinte NationenStändige NeutralitätGUS (assoziiert)ECOTurkstaaten (Beobachter)CAREC

Offizielle Quellen

Mejlis (Versammlung) von Turkmenistan

Parlament, Sitzverteilung und Wahlen

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Geprüft am 28. Juli 2026

Volksrat (Halk Maslahaty) von Turkmenistan

Oberstes Vertretungsorgan (kein Parlamentsteil)

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Geprüft am 28. Juli 2026

Regierungsportal von Turkmenistan

Staatsoberhaupt und Regierung

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Geprüft am 28. Juli 2026

Statistikamt von Turkmenistan

Bevölkerung und Wirtschaft

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Geprüft am 28. Juli 2026

IPU Parline – Mejlis

Sitzverteilung und Wahlsystem

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Geprüft am 28. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2026

Länder- und Raumprofile

Türkei

Die Türkei liegt an der Nahtstelle zwischen Südosteuropa und Westasien und verbindet über die Meerengen von Bosporus und Dardanellen das Schwarze Meer mit dem Mittelmeer. Als bevölkerungsreiches Land mit großer Wirtschaftskraft, NATO-Mitglied und EU-Beitrittskandidat spielt sie eine bedeutende Rolle für Sicherheit, Handel und Energie im weiteren eurasischen Raum. Regierungssitz ist Ankara, größte Stadt und Wirtschaftszentrum ist Istanbul.

Basisdaten

Amtlicher Name: Republik Türkei
Hauptstadt: Ankara
Fläche: 783.562 km²
Bevölkerung: rund 86,1 Mio. (Statistikinstitut TÜİK, Ende 2025)
Amtssprache: Türkisch
Währung: Türkische Lira (TRY)

Geografie & Gesellschaft

Nachbarstaaten: Griechenland, Bulgarien, Georgien, Armenien, Aserbaidschan (Nachitschewan), Iran, Irak und Syrien (8)
Größte Städte: Istanbul (rund 15,8 Mio.), Ankara, Izmir, Bursa, Antalya
Verstädterung: rund 93 % leben in Städten und Kreisgemeinden; Medianalter rund 34 Jahre
Bevölkerung: eine der größten in Europa und Westasien; das Land nimmt zudem eine große Zahl von Flüchtlingen, vor allem aus Syrien, auf

Wirtschaft

Die Türkei hat eine vergleichsweise diversifizierte Volkswirtschaft mit starker Industrie (Automobilbau, Maschinen, Textil, Stahl, Haushaltsgeräte), einem großen Bau- und Dienstleistungssektor sowie bedeutender Landwirtschaft und Tourismus. Wichtige Ausfuhren sind Fahrzeuge, Maschinen, Textilien und Metalle; wichtigster Handelspartner ist die Europäische Union, mit der seit 1995 eine Zollunion besteht. Geografisch ist das Land ein zentrales Transit- und Energiedrehkreuz zwischen dem Kaspischen Raum, dem Nahen Osten und Europa; über sein Territorium verlaufen Gasleitungen wie TANAP und TurkStream. In den vergangenen Jahren war die Wirtschaft von hoher Inflation und einer deutlichen Abwertung der Lira geprägt. Für den eurasischen Raum ist die Türkei ein wichtiger Produktionsstandort, Absatzmarkt und Verkehrsknoten.

Politisches System & Regierung

Regierungsform: präsidentielle Republik (Einheitsstaat); seit 2018 präsidentielles Regierungssystem ohne das Amt eines Ministerpräsidenten
Staats- und Regierungschef: Präsident Recep Tayyip Erdoğan, seit 2014 im Amt, 2023 wiedergewählt (Stichwahl am 28. Mai 2023)
Der Präsident ernennt das Kabinett; es gibt keinen gesonderten Regierungschef
Vizepräsident: Cevdet Yılmaz (seit Juni 2023)

Parlament

Das Parlament ist die Große Nationalversammlung der Türkei (Türkiye Büyük Millet Meclisi), ein Einkammerparlament mit 600 Sitzen. Parlamentspräsident ist Numan Kurtulmuş (AK Parti, seit 7. Juni 2023).

Ergebnis der Wahl 2023

Bei der Wahl am 14. Mai 2023 behielt das von der AK Parti geführte Bündnis (Volksallianz) mit 322 der 600 Sitze die Mehrheit; das von der Republikanischen Volkspartei (CHP) geführte Oppositionsbündnis kam auf 212 Sitze, die pro-kurdische Grüne Linkspartei wurde drittstärkste Kraft. Die Abgeordneten werden nach Verhältniswahl für fünf Jahre gewählt.

Aktuelle Zusammensetzung

Durch spätere Fraktionswechsel weicht die aktuelle Zusammensetzung vom Wahlergebnis ab. Stärkste Fraktion ist die AK Parti mit rund 275 Sitzen, gefolgt von der CHP mit rund 138. Weitere Gruppen sind die pro-kurdische DEM-Partei (rund 60), die MHP (rund 46), die İYİ-Partei (rund 29) und mehrere kleinere Parteien; hinzu kommen etwa 10 unabhängige Abgeordnete und rund 8 unbesetzte Sitze (Gesamtzahl 600, Stand 2026). Die nächste reguläre Wahl wird nach dem fünfjährigen Wahlzyklus für 2028 erwartet; ein genauer Wahltermin ist noch nicht offiziell festgelegt.

Aktuelle politische Lage

Seit dem Übergang zum präsidentiellen System 2018 sind die Befugnisse beim Staatsoberhaupt konzentriert. Präsident Erdoğan wurde 2023 für eine weitere Amtszeit bestätigt. Im März 2025 löste die Festnahme des Istanbuler Oberbürgermeisters Ekrem İmamoğlu (CHP), einer zentralen Oppositionsfigur, landesweite Proteste aus; die Führung der CHP übernahm Özgür Özel. Internationale Beobachter, darunter Institutionen des Europarats und der Europäischen Union, äußerten wiederholt Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Justiz, der Medienfreiheit und des politischen Wettbewerbs. Diese Einschätzungen gibt die Eurasien Gesellschaft wieder, ohne sie sich zu eigen zu machen. Die nächsten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen sind spätestens für Mai 2028 vorgesehen.

Regionale & internationale Rolle

Die Türkei ist Mitglied der Vereinten Nationen, der NATO (seit 1952), des Europarats (Gründungsmitglied 1949), der OSZE, der OECD, der G20, der Organisation für Islamische Zusammenarbeit, der Organisation der Turkstaaten und der Welthandelsorganisation. Mit der Europäischen Union ist sie seit 1999 Beitrittskandidatin; die 2005 begonnenen Beitrittsverhandlungen stagnieren, während die Zollunion von 1995 fortbesteht. Außenpolitisch verfolgt Ankara einen eigenständigen Kurs zwischen westlichen Bündnissen, Russland und den Staaten des Nahen Ostens und ist in mehreren regionalen Konflikten als Akteur und Vermittler präsent. Für den eurasischen Raum ist die Türkei ein sicherheitspolitisches und wirtschaftliches Scharnier zwischen Europa, dem Kaukasus und dem Nahen Osten.

Vereinte NationenNATOEuroparatOSZEG20OECDEU-BeitrittskandidatEU-ZollunionOrganisation der Turkstaaten

Offizielle Quellen

Große Nationalversammlung der Türkei (TBMM)

Parlament, Sitzverteilung und Wahlen

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Geprüft am 28. Juli 2026

Präsidentschaft der Republik Türkei

Staatsoberhaupt und Regierung

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Geprüft am 28. Juli 2026

Türkisches Statistikinstitut (TÜİK)

Bevölkerung und Wirtschaft

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Geprüft am 28. Juli 2026

Hoher Wahlrat der Türkei (YSK)

Amtliche Wahlergebnisse

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Geprüft am 28. Juli 2026

Außenministerium der Republik Türkei

Außenbeziehungen und Mitgliedschaften

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Geprüft am 28. Juli 2026

IPU Parline – Große Nationalversammlung

Sitzverteilung nach der Wahl 2023

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Geprüft am 28. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2026

Iran

Iran liegt im Zentrum Westasiens, zwischen dem Kaspischen Meer im Norden und dem Persischen Golf sowie dem Golf von Oman im Süden. Das Land ist ein bevölkerungsreicher Staat mit großen Erdöl- und Erdgasvorkommen und einer besonderen Staatsordnung, in der gewählte Organe und religiöse Institutionen nebeneinander bestehen. Seine Lage an wichtigen Energie- und Handelsrouten verleiht ihm erhebliches geopolitisches Gewicht. Hauptstadt und Regierungssitz ist Teheran.

Basisdaten

Amtlicher Name: Islamische Republik Iran
Hauptstadt: Teheran
Fläche: 1.648.195 km²
Bevölkerung: rund 89 Mio. (Schätzung 2025; Statistisches Zentrum Iran, VN-Schätzungen)
Amtssprache: Persisch (Farsi); daneben u. a. Aserbaidschanisch, Kurdisch, Arabisch und Belutschisch
Währung: Iranischer Rial (IRR)

Geografie & Gesellschaft

Nachbarstaaten: Türkei, Irak, Armenien, Aserbaidschan, Turkmenistan, Afghanistan und Pakistan (7); Küsten am Kaspischen Meer, am Persischen Golf und am Golf von Oman
Größte Städte: Teheran, Maschhad, Isfahan, Karadsch, Schiras, Täbris
Verstädterung: rund drei Viertel der Bevölkerung leben in Städten; die Fruchtbarkeitsrate ist stark gesunken (rund 1,4 Kinder je Frau)
Gesellschaft: überwiegend schiitische Bevölkerung; ethnisch vielfältig mit persischen, aserbaidschanischen, kurdischen, arabischen und belutschischen Gruppen

Wirtschaft

Iran verfügt über einige der weltweit größten Erdgas- und Erdölreserven; der Energiesektor prägt Ausfuhren und Staatshaushalt, ergänzt durch Petrochemie, Bergbau, Landwirtschaft und eine breite Industriebasis. Die wirtschaftliche Entwicklung wird seit Jahren maßgeblich durch internationale Sanktionen bestimmt, die den Zugang zu Finanzmärkten, Technologie und Absatzmärkten einschränken; ein großer Teil der Ölausfuhren geht nach Asien, insbesondere nach China. Eine junge, gut ausgebildete Bevölkerung steht hoher Inflation und einem stark abgewerteten Rial gegenüber. Für den eurasischen Raum ist Iran als Energieproduzent, als Transitland zwischen Zentralasien, dem Kaukasus und dem Golf sowie als Anrainer der Straße von Hormus von strategischer Bedeutung.

Politisches System

Iran ist eine islamische Republik. Höchste Autorität ist der Oberste Rechtsgelehrte (Rahbar), der die Grundlinien der Politik bestimmt und wichtige Ämter besetzt.
Oberster Rechtsgelehrter: Mojtaba Khamenei, seit dem 8. März 2026 (nach dem Tod von Ali Khamenei, der das Amt seit 1989 innehatte)
Der Wächterrat (12 Mitglieder) prüft Gesetze und lässt Kandidaturen zu; die Expertenversammlung (88 gewählte Mitglieder) bestimmt und überwacht den Obersten Rechtsgelehrten. Diese Organe sind keine gleichrangigen Gewalten, sondern erfüllen unterschiedliche verfassungsrechtliche Aufgaben.

Regierung

Der Präsident ist der höchste gewählte Amtsträger und leitet die Exekutive; ein gesondertes Amt eines Ministerpräsidenten besteht nicht (es wurde 1989 abgeschafft). Der Präsident führt den Ministerrat.
Präsident: Masoud Pezeshkian, im Amt seit dem 28. Juli 2024 (gewählt nach dem Tod von Präsident Ebrahim Raisi bei einem Hubschrauberabsturz im Mai 2024)
Erster Vizepräsident: Mohammad Reza Aref

Parlament

Das Parlament ist die Islamische Beratende Versammlung (Madschles-e Schura-je Eslami, kurz Madschles), ein Einkammerparlament mit 290 Sitzen. Davon werden 285 direkt gewählt; 5 Sitze sind anerkannten religiösen Minderheiten vorbehalten (Zoroastriern, Juden, Assyrern und Chaldäern sowie Armeniern mit zwei Sitzen). Parlamentspräsident ist Mohammad Bagher Ghalibaf.

Ergebnis der Wahl 2024

Die 12. Madschles wurde am 1. März 2024 gewählt, mit Stichwahlen am 10. Mai 2024. Im Vorfeld wurden zahlreiche reformorientierte und moderate Bewerber vom Wächterrat nicht zugelassen. Konservative Kräfte (Prinzipalisten) errangen mit rund 233 Sitzen eine deutliche Mehrheit; reformorientierte Abgeordnete bilden mit etwa 40 Sitzen eine Minderheit, hinzu kommen unabhängige Abgeordnete. Die Wahlbeteiligung lag in der ersten Runde bei rund 41 %. Die nächste reguläre Wahl wird nach dem vierjährigen Zyklus für 2028 erwartet; ein genauer Termin ist noch nicht offiziell festgelegt.

Aktuelle politische Lage

Das politische System ist von einem Nebeneinander gewählter Organe und religiöser Institutionen geprägt, in dem der Oberste Rechtsgelehrte die höchste Instanz bildet. Auf den Tod von Präsident Raisi 2024 folgte die Wahl des reformorientierten Präsidenten Pezeshkian; nach dem Tod von Ali Khamenei im März 2026 wurde am 8. März 2026 Mojtaba Khamenei als Oberster Rechtsgelehrter bestimmt. Das Umfeld bleibt angespannt: Im September 2025 wurden über den sogenannten Snapback-Mechanismus Sanktionen der Vereinten Nationen wieder in Kraft gesetzt, und seit dem regionalen Konflikt des Jahres 2025 ist der Zugang der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) zu Nuklearanlagen eingeschränkt. Über das Nuklearprogramm und die Sanktionen wird weiter international verhandelt. Angaben zu diesen sich rasch verändernden Fragen sind mit dem Stand vom Juli 2026 wiedergegeben; die Eurasien Gesellschaft stützt sich dabei auf Institutionen wie die Vereinten Nationen und die IAEO und macht sich einzelne staatliche Deutungen nicht zu eigen.

Regionale & internationale Rolle

Iran ist Mitglied der Vereinten Nationen, der Organisation für Islamische Zusammenarbeit, der Wirtschaftskooperationsorganisation (ECO), der erdölexportierenden Länder (OPEC, Gründungsmitglied) sowie seit 2023 Vollmitglied der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit; 2024 trat das Land der BRICS-Gruppe bei. Der Welthandelsorganisation gehört es nicht an. Außenpolitisch pflegt Teheran enge Beziehungen zu Russland und China und ist ein zentraler Akteur in mehreren Konflikten des Nahen und Mittleren Ostens. Für den eurasischen Raum ist Iran als Energieproduzent, als Verbindungsglied für Nord-Süd- und Ost-West-Verkehrskorridore und als Anrainer der Straße von Hormus von großer Bedeutung.

Vereinte NationenShanghaier OrganisationOPECECOBRICSIslamische Zusammenarbeit

Offizielle Quellen

IPU Parline – Islamische Beratende Versammlung

Parlament, Sitzverteilung und Wahl 2024

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Geprüft am 28. Juli 2026

Statistisches Zentrum Iran

Bevölkerung und Wirtschaft

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Geprüft am 28. Juli 2026

Präsident der Islamischen Republik Iran

Staatsoberhaupt der Exekutive und Regierung

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Geprüft am 28. Juli 2026

Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO)

Nukleare Verifikation und Berichte zu Iran

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Geprüft am 28. Juli 2026

Vereinte Nationen

Sicherheitsrat und Sanktionen

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Geprüft am 28. Juli 2026

Hinweis: Offizielle iranische Regierungsseiten waren aus der Bearbeitungsumgebung nicht abrufbar; für Sitzverteilung, Nuklearfragen und Sanktionen wurden anerkannte zwischenstaatliche Quellen herangezogen.

Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2026

Golfregion

Die Golfregion ist ein Sammelbegriff für den Persischen Golf und seine Anrainerstaaten. Sie ist kein Staat und keine einheitliche Organisation, sondern ein geografischer, wirtschaftlicher und politischer Raum, dessen genaue Abgrenzung je nach Zusammenhang unterschiedlich ausfällt. Die Region gehört zu den wichtigsten Energie- und Handelsräumen der Welt und ist über die Straße von Hormus mit den globalen Seewegen verbunden.

Geografische Einordnung

Die geografischen Anrainerstaaten des Persischen Golfs sind acht: Iran, Irak, Kuwait, Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman.
Als Golfregion wird in der Politik teils auch ein weiterer Raum verstanden, der angrenzende Staaten und den Golf von Oman einbezieht.

Golfregion und Golf-Kooperationsrat

Der Golf-Kooperationsrat (GKR) ist eine Organisation mit sechs Mitgliedern: Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Er wurde 1981 gegründet und hat seinen Sitz in Riad.
Golfregion und GKR sind nicht dasselbe: Iran und Irak sind zwar Anrainer des Persischen Golfs, aber keine Mitglieder des GKR.

Wirtschaftliche Bedeutung

Die Golfregion zählt zu den ressourcenreichsten Wirtschaftsräumen der Welt. Auf die sechs GKR-Staaten entfällt nach Angaben des Golf-Kooperationsrats und internationaler Institutionen ein erheblicher Teil der weltweiten Erdöl- und Erdgasreserven; ihre gemeinsame Wirtschaftsleistung liegt bei über zwei Billionen US-Dollar. Mehrere Staaten der Region verfügen über große Staatsfonds und investieren in die Diversifizierung ihrer Volkswirtschaften, etwa in Logistik, Finanzwesen, Tourismus, Industrie und erneuerbare Energien. Für den eurasischen Raum ist die Golfregion ein zentraler Lieferant von Energie und Kapital sowie ein wachsender Absatz- und Investitionsmarkt.

Energie & Handel

Mehrere Golfstaaten gehören der OPEC an und zählen zu den größten Erdölförderern der Welt; Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate sind bedeutende Ausführer von Flüssigerdgas (LNG).
Ein großer Teil der Ausfuhren verlässt die Region auf dem Seeweg durch die Straße von Hormus; der überwiegende Anteil ist nach Asien bestimmt.

Infrastruktur, Häfen & Logistik

Die Region verfügt über leistungsfähige Seehäfen (etwa Jebel Ali bei Dubai, Dammam, Dschidda und Hamad in Katar) und international bedeutende Luftverkehrsdrehkreuze in Dubai, Doha und Abu Dhabi.
Damit ist die Golfregion ein wichtiger Knotenpunkt für den Waren- und Personenverkehr zwischen Asien, Afrika und Europa.

Politische & institutionelle Zusammenarbeit sowie Sicherheitslage

Der Golf-Kooperationsrat dient der Abstimmung in Wirtschaft, Politik und Sicherheit; seine Organe sind der Oberste Rat der Staats- und Regierungschefs, der Ministerrat und das Generalsekretariat. Zugleich bestehen zwischen den Staaten unterschiedliche außenpolitische Ausrichtungen. Die Sicherheitslage ist durch regionale Spannungen geprägt, unter anderem im Verhältnis zu Iran; 2023 nahmen Saudi-Arabien und Iran ihre diplomatischen Beziehungen wieder auf. Der regionale Konflikt der Jahre 2025 und 2026 hat die Sicherheitslage der Golfstaaten unmittelbar berührt. Diese Einordnungen gibt die Eurasien Gesellschaft mit dem Stand vom Juli 2026 wieder, ohne einzelne staatliche Deutungen zu übernehmen.

Beziehungen zu Europa & Organisationen

Die Europäische Union und der Golf-Kooperationsrat arbeiten auf Grundlage eines Kooperationsabkommens von 1988 zusammen; Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen ruhen seit Jahren, der politische Dialog wurde jedoch ausgebaut, unter anderem mit einem ersten EU-Golf-Gipfel im Jahr 2024. Für Europa ist die Golfregion vor allem als Energielieferant, Investitionspartner und Gesprächspartner in regionalen Sicherheitsfragen von Bedeutung. Auf globaler Ebene wirken mehrere Golfstaaten in der OPEC, der Organisation für Islamische Zusammenarbeit und der Arabischen Liga mit.

Golf-KooperationsratOPECArabische LigaIslamische ZusammenarbeitEU-Golf-Dialog

Offizielle Quellen

Generalsekretariat des Golf-Kooperationsrats

Mitglieder, Organe und Zusammenarbeit

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Geprüft am 28. Juli 2026

U.S. Energy Information Administration (EIA)

Energiedaten zu Golf und Persischem Golf

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Geprüft am 28. Juli 2026

Internationale Energieagentur (IEA)

Naher Osten und globale Energiemärkte

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Geprüft am 28. Juli 2026

OPEC

Erdölförderung und Mitgliedstaaten

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Geprüft am 28. Juli 2026

Europäischer Auswärtiger Dienst (EAD)

Beziehungen EU – Golf-Kooperationsrat

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Geprüft am 28. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2026

Straße von Hormus

Die Straße von Hormus ist eine Meerenge zwischen Iran im Norden und der omanischen Halbinsel Musandam im Süden. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Arabischen Meer und ist die einzige Seeverbindung zwischen dem Golf und den Weltmeeren. Als Nadelöhr für einen erheblichen Teil des weltweiten Öl- und Flüssigerdgashandels zählt sie zu den strategisch wichtigsten Wasserstraßen der Erde.

Geografische Einordnung

Anrainer sind Iran (Nordküste) und Oman (Halbinsel Musandam, Südküste); die Vereinigten Arabischen Emirate liegen in unmittelbarer Nähe.
An der engsten Stelle ist die Meerenge rund 33 km breit. Die eigentlichen Schifffahrtsrinnen sind schmal und verlaufen teilweise durch omanisches Hoheitsgewässer.

Seerechtlicher Rahmen

Für die Durchfahrt gilt nach dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (SRÜ) das Regime der Transitdurchfahrt durch für die internationale Schifffahrt genutzte Meerengen. Oman ist Vertragspartei des SRÜ; Iran hat es unterzeichnet, aber nicht ratifiziert.
Ein von der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) anerkanntes Verkehrstrennungsgebiet ordnet den ein- und auslaufenden Verkehr.

Energie & Handel

Die Bedeutung der Straße von Hormus ergibt sich aus dem Volumen der Öl- und Gasströme und dem Fehlen gleichwertiger Ausweichrouten. Nach Angaben der US-Energiebehörde EIA passierten 2024 rund 20 Millionen Barrel Rohöl, Kondensat und Ölprodukte pro Tag die Meerenge, etwa 20 % des weltweiten Verbrauchs an flüssigen Brennstoffen. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) entfielen 2025 rund ein Viertel des weltweiten seewärtigen Ölhandels sowie über 110 Milliarden Kubikmeter Flüssigerdgas, fast ein Fünftel des globalen LNG-Handels, auf diese Route; der weitaus größte Teil war nach Asien bestimmt. Nur Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate verfügen über Pipelines, mit denen begrenzte Mengen umgeleitet werden könnten. Alle Zahlen sind mit Bezugsjahr und Quelle angegeben.

Schifffahrt, Infrastruktur & Umwelt

Der Verkehr besteht überwiegend aus großen Rohöltankern und LNG-Schiffen; benachbarte Umschlaghäfen liegen unter anderem in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Oman.
Die flachen, warmen Gewässer sind ökologisch empfindlich; ein größerer Ölunfall hätte erhebliche Folgen für die Meeresumwelt.

Sicherheitslage

Die Straße von Hormus ist wiederholt Gegenstand regionaler Spannungen. Infolge des regionalen Konflikts gingen die Transitmengen Anfang 2026 deutlich zurück: Nach EIA-Daten sanken die durchgeleiteten Öl- und Ölproduktmengen im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um rund 30 % auf etwa 14,6 Millionen Barrel pro Tag.
Angaben zur tagesaktuellen Befahrbarkeit unterliegen raschen Veränderungen; sie sind hier nicht als dauerhafter Zustand wiedergegeben.

Rolle im eurasischen und europäischen Handel

Für Asien ist die Straße von Hormus von herausragender Bedeutung: China, Indien, Japan und Südkorea beziehen große Teile ihrer Öl- und Gaseinfuhren über diese Route. Europa ist ein vergleichsweise kleiner Abnehmer der durch Hormus verschifften Energie, ist von Preis- und Versorgungsschwankungen jedoch mittelbar betroffen. Die Bedeutung der Meerenge beruht weniger auf einem einzelnen politischen Streit als auf der Geografie und dem Fehlen redundanter Transportwege. Für den eurasischen Raum ist die Straße von Hormus ein sicherheits- und energiepolitischer Schlüsselpunkt, an dem sich globale Lieferketten bündeln.

Offizielle Quellen

U.S. Energy Information Administration (EIA)

Straße von Hormus als wichtigstes Öl-Nadelöhr

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Geprüft am 28. Juli 2026

Internationale Energieagentur (IEA)

Straße von Hormus – Öl- und LNG-Ströme

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Geprüft am 28. Juli 2026

Vereinte Nationen – Seerechtsübereinkommen (SRÜ)

Seerechtlicher Rahmen und Transitdurchfahrt

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Geprüft am 28. Juli 2026

Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO)

Schifffahrt und Verkehrstrennung

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Geprüft am 28. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2026

Länder- und Raumprofile

Indien

Indien liegt im Zentrum Südasiens, zwischen dem Himalaya im Norden und dem Indischen Ozean im Süden. Es ist das bevölkerungsreichste Land der Erde, eine föderale parlamentarische Republik und eine der größten Volkswirtschaften der Welt. Mit seiner wirtschaftlichen und demografischen Größe sowie seiner Rolle in mehreren internationalen Zusammenschlüssen ist Indien ein zentraler Akteur im eurasischen Raum. Regierungssitz ist Neu-Delhi.

Basisdaten

Amtlicher Name: Republik Indien (Bharat)
Hauptstadt: Neu-Delhi
Fläche: 3.287.263 km²
Bevölkerung: nach VN-Schätzung rund 1,46 Mrd. (2025); letzte abgeschlossene Volkszählung 2011 mit rund 1,21 Mrd.
Amtssprachen des Bundes: Hindi und Englisch; die Verfassung führt daneben 22 Sprachen; eine einzelne Nationalsprache ist nicht festgelegt
Währung: Indische Rupie (INR)

Geografie & Gesellschaft

Nachbarstaaten: Pakistan, China, Nepal, Bhutan, Bangladesch und Myanmar (Landgrenzen); Seegrenzen zu Sri Lanka und den Malediven
Größte Städte: Mumbai, Delhi, Bangalore, Kalkutta, Chennai, Hyderabad
Verstädterung: rund 37 % (Schätzung 2025); niedriges Medianalter von etwa 29 Jahren
Eine neue Volkszählung wird 2026/2027 durchgeführt (Stichtag 1. März 2027) und erhebt erstmals seit 1931 wieder bundesweit die Kastenzugehörigkeit

Wirtschaft

Indien hat eine breit aufgestellte Volkswirtschaft mit einem starken Dienstleistungssektor, darunter Informationstechnologie und Softwaredienste, sowie mit verarbeitender Industrie, Pharmazie, Landwirtschaft und einem großen Binnenmarkt. Zu den wichtigsten Ausfuhren zählen IT- und Unternehmensdienstleistungen, Arzneimittel, Erdölprodukte, Textilien und Maschinenbauerzeugnisse. Digitale Infrastruktur, etwa das Zahlungssystem UPI, hat sich rasch verbreitet. Nach Angaben internationaler Institutionen gehört Indien gemessen an der Wirtschaftsleistung zu den größten Volkswirtschaften der Welt und verzeichnet seit Jahren hohe Wachstumsraten. Für den eurasischen Raum ist Indien ein bedeutender Markt, Technologiestandort und Handelspartner; die Wirtschaftsbeziehungen zu Europa und zu anderen asiatischen Staaten werden ausgebaut.

Politisches System

Regierungsform: föderale parlamentarische Republik mit Bundesstaaten und Unionsterritorien
Staatsoberhaupt: Präsidentin Droupadi Murmu, im Amt seit dem 25. Juli 2022 (überwiegend repräsentative Rolle)
Regierungschef: Premierminister Narendra Modi, seit 2014 im Amt, dritte Amtszeit seit dem 9. Juni 2024
Regierung: von der Bharatiya Janata Party (BJP) geführtes Bündnis (National Democratic Alliance, NDA)

Regierung

Die Exekutive wird vom Premierminister und dem Unionsministerrat gebildet und ist dem Parlament verantwortlich. Der Präsident ernennt den Premierminister; die Regierung stützt sich auf die Mehrheit im Unterhaus.
Die dritte Regierung Modi wurde am 9. Juni 2024 gebildet. Erstmals seit 2014 ist die BJP dabei auf Koalitionspartner angewiesen.

Parlament

Das Parlament (Sansad) besteht aus zwei Kammern: dem Unterhaus (Lok Sabha, Haus des Volkes) und dem Oberhaus (Rajya Sabha, Rat der Staaten). Beide Kammern werden getrennt gewählt und nicht zu einer Gesamtzahl zusammengefasst.

Unterhaus (Lok Sabha) – 543 Sitze

Bei der Wahl 2024 (18. Lok Sabha, 19. April bis 1. Juni 2024) gewann die BJP 240 Sitze und verfehlte die absolute Mehrheit von 272; das von ihr geführte Bündnis NDA kam auf 293 Sitze, das oppositionelle Bündnis INDIA auf 234, davon der Indische Nationalkongress 99. Auf dieser Grundlage bildete die NDA die Regierung. Die aktuelle Zusammensetzung entspricht im Wesentlichen diesem Ergebnis (Stand 2026). Parlamentspräsident ist Om Birla. Die nächste reguläre Wahl wird nach dem fünfjährigen Zyklus für 2029 erwartet.

Oberhaus (Rajya Sabha) – 245 Sitze

Das Oberhaus umfasst 245 Sitze: 233 werden von den Parlamenten der Bundesstaaten und Unionsterritorien gewählt, 12 werden von der Präsidentin ernannt. Es ist ein ständiges Haus mit gestaffelten sechsjährigen Amtszeiten, von denen etwa ein Drittel alle zwei Jahre erneuert wird. Stärkste Gruppierung ist das Regierungsbündnis NDA, die Opposition wird vom INDIA-Bündnis gebildet; eine Partei allein hat keine Mehrheit (Stand 2026).

Aktuelle politische Lage

Nach der Wahl 2024 regiert Premierminister Modi in einer dritten Amtszeit, erstmals gestützt auf ein Koalitionsbündnis. Politisch umstritten bleibt die 2019 vorgenommene Änderung des verfassungsrechtlichen Status des früheren Bundesstaates Jammu und Kaschmir, der in zwei Unionsterritorien umgewandelt wurde; 2024 fanden dort erstmals seit 2014 wieder Wahlen zur Regionalversammlung statt. Der Grenzverlauf in der Region Kaschmir ist zwischen Indien, Pakistan und teils China umstritten; Teile werden von Indien, Pakistan beziehungsweise China verwaltet. Für die Grenzlinien werden die Begriffe Line of Control (Indien-Pakistan) und Line of Actual Control (Indien-China) verwendet. Diese Sachverhalte gibt die Eurasien Gesellschaft mit dem Stand vom Juli 2026 in neutraler, völkerrechtlich üblicher Terminologie wieder, ohne die Position einer Seite zu übernehmen.

Regionale & internationale Rolle

Indien ist Gründungsmitglied der Vereinten Nationen und gehört dem Commonwealth, der G20, der BRICS-Gruppe, der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (seit 2017), der Südasiatischen Vereinigung für regionale Zusammenarbeit (SAARC), der Welthandelsorganisation sowie den internationalen Finanzinstitutionen an. Es ist ein Kernwaffenstaat außerhalb des Atomwaffensperrvertrags. Das Verhältnis zu Pakistan ist seit Langem angespannt: Nach einem Anschlag in Pahalgam im April 2025 kam es im Mai 2025 zu einer militärischen Auseinandersetzung, auf die eine Waffenruhe folgte; das Wasserabkommen von 1960 (Indus-Wasser-Vertrag) hält Indien seither in Aussetzung, während Pakistan es als weiterhin gültig ansieht (siehe Wirtschaft und Quellen). Für den eurasischen Raum ist Indien ein zunehmend gewichtiger politischer, wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Partner.

Vereinte NationenG20BRICSShanghaier OrganisationCommonwealthSAARCWelthandelsorganisation

Offizielle Quellen

Wahlkommission Indiens (ECI)

Wahlen und amtliche Ergebnisse

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Geprüft am 29. Juli 2026

Parlament Indiens (Lok Sabha und Rajya Sabha)

Beide Kammern und ihre Zusammensetzung

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Geprüft am 29. Juli 2026

Präsidentin von Indien

Staatsoberhaupt

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Geprüft am 29. Juli 2026

Premierminister von Indien

Regierung und Amtsantritt

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Geprüft am 29. Juli 2026

Volkszählungsbehörde Indiens (Census of India)

Volkszählung 2011 und Zensus 2027

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Geprüft am 29. Juli 2026

IPU Parline – Parlament Indiens

Kammern und Sitzverteilung

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Geprüft am 29. Juli 2026

Weltbank – Indus-Wasser-Vertrag

Vertragstext und Rolle als Vermittlerin

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Geprüft am 29. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 29. Juli 2026

Pakistan

Pakistan liegt in Südasien, am Arabischen Meer und an der Nahtstelle zu Zentral- und Westasien. Es ist ein bevölkerungsreicher föderaler Staat mit parlamentarischer Regierungsform und einer strategisch wichtigen Lage zwischen Iran, Afghanistan, China und Indien. Landwirtschaft, Textilindustrie und Überweisungen von im Ausland lebenden Pakistanern prägen die Wirtschaft. Hauptstadt ist Islamabad.

Basisdaten

Amtlicher Name: Islamische Republik Pakistan
Hauptstadt: Islamabad
Fläche: rund 796.100 km² (vier Provinzen und Hauptstadtterritorium Islamabad)
Bevölkerung: rund 241,5 Mio. (Volkszählung 2023; erfasst die vier Provinzen und das Hauptstadtterritorium; die gesondert verwalteten Gebiete Asad-Dschammu und Kaschmir sowie Gilgit-Baltistan sind nicht enthalten)
Sprachen: Urdu ist Nationalsprache, Englisch wird amtlich verwendet; hinzu kommen Provinzsprachen wie Punjabi, Sindhi, Paschtu, Belutschisch und Saraiki
Währung: Pakistanische Rupie (PKR)

Geografie & Gesellschaft

Nachbarstaaten: Indien, China, Afghanistan und Iran; Küste am Arabischen Meer
Größte Städte: Karatschi, Lahore, Faisalabad, Rawalpindi, Gujranwala, Peschawar, Multan
Die Volkszählung 2023 war die siebte und erste digitale Erhebung des Landes; rund ein Drittel der Bevölkerung lebt in Städten
Pakistan hat eine junge Bevölkerung; die vier Provinzen sind Punjab, Sindh, Khyber Pakhtunkhwa und Belutschistan

Wirtschaft

Die pakistanische Wirtschaft stützt sich auf Landwirtschaft (unter anderem Baumwolle, Weizen und Reis), eine große Textilindustrie als wichtigsten Ausfuhrsektor sowie auf Dienstleistungen und Überweisungen von Auslandspakistanern. Das Land nimmt wiederholt Programme des Internationalen Währungsfonds in Anspruch und ist mit Herausforderungen bei Energieversorgung, Verschuldung und Preisstabilität konfrontiert. Ein bedeutendes Infrastrukturvorhaben ist der Wirtschaftskorridor China-Pakistan (CPEC) mit dem Hafen Gwadar am Arabischen Meer. Der Handel mit dem Nachbarland Indien ist aufgrund der angespannten Beziehungen stark eingeschränkt. Für den eurasischen Raum ist Pakistan als Transitland zwischen China, Zentralasien und dem Arabischen Meer sowie als Partner in regionalen Zusammenschlüssen von Bedeutung; die Wirtschaftsbeziehungen zu Europa bestehen unter anderem im Textilhandel.

Politisches System

Regierungsform: föderale parlamentarische Republik mit vier Provinzen und dem Hauptstadtterritorium
Staatsoberhaupt: Präsident Asif Ali Zardari, im Amt seit März 2024 (überwiegend repräsentative Rolle)
Regierungschef: Premierminister Shehbaz Sharif (PML-N), im Amt seit März 2024 (zweite Amtszeit)
Regierung: Koalition unter Führung der PML-N mit der PPP und kleineren Partnern

Regierung

Die Exekutive wird vom Premierminister und dem Bundeskabinett gebildet und ist der Nationalversammlung verantwortlich; der Präsident ist Staatsoberhaupt mit überwiegend repräsentativen Aufgaben.
Die Regierung Sharif wurde im März 2024 nach der Wahl vom Februar 2024 gebildet. Sie stützt sich auf ein Bündnis mehrerer Parteien.

Parlament

Das Parlament (Madschlis-e Schura) besteht aus zwei Kammern: der Nationalversammlung (Unterhaus) und dem Senat (Oberhaus). Beide Kammern werden getrennt bestimmt und nicht zu einer Gesamtzahl zusammengefasst.

Unterhaus (Nationalversammlung) – 336 Sitze

Die Nationalversammlung umfasst 336 Sitze: 266 werden direkt gewählt, 60 sind für Frauen und 10 für nichtmuslimische Minderheiten reserviert; die reservierten Sitze werden den Parteien anteilig zugeteilt. Bei der Wahl am 8. Februar 2024 traten von der Partei PTI unterstützte Bewerber als Unabhängige an, da die Partei ihr Wahlsymbol nicht führen durfte, und gewannen die meisten der direkt gewählten Sitze. Die Zuteilung der reservierten Sitze war rechtlich umstritten und wurde durch die Wahlkommission und den Obersten Gerichtshof (Urteil vom Juli 2024) entschieden. In der aktuellen Zusammensetzung (Stand 2026) stellt die PML-N mit rund 131 Sitzen die größte Partei und führt zusammen mit der PPP (rund 74) und kleineren Partnern die Regierung; die der PTI nahestehenden, überwiegend als Unabhängige geführten Abgeordneten bilden den größten Oppositionsblock. Parlamentspräsident ist Ayaz Sadiq.

Oberhaus (Senat) – 96 Sitze

Der Senat umfasst 96 Sitze. Die vier Provinzparlamente wählen je 23 Mitglieder, vier entfallen auf das Hauptstadtterritorium. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre; die Hälfte des Hauses wird alle drei Jahre neu gewählt. Der Senat ist ein ständiges Haus und wird nicht aufgelöst. Vorsitzender ist Yusuf Raza Gillani. Das Regierungsbündnis verfügt über die Mehrheit; die PTI ist die stärkste Oppositionspartei (Stand 2026). Die nächste reguläre Wahl zur Nationalversammlung wird nach dem fünfjährigen Zyklus für 2029 erwartet; ein genauer Termin ist noch nicht offiziell festgelegt.

Aktuelle politische Lage

Nach der Wahl vom Februar 2024 regiert eine von der PML-N geführte Koalition unter Premierminister Sharif. Die Wahl und die anschließende Zuteilung der reservierten Sitze waren Gegenstand rechtlicher Auseinandersetzungen; der Gründer der Oppositionspartei PTI, Imran Khan, befindet sich in Haft. Im Oktober 2024 wurde eine Verfassungsänderung verabschiedet. Das Verhältnis zu Indien ist angespannt: Nach einem Anschlag in Pahalgam im April 2025 kam es im Mai 2025 zu einer militärischen Auseinandersetzung, auf die eine Waffenruhe folgte. Der Grenzverlauf in der Region Kaschmir ist zwischen Pakistan, Indien und teils China umstritten; Teile werden von Pakistan, Indien beziehungsweise China verwaltet. Diese Sachverhalte gibt die Eurasien Gesellschaft mit dem Stand vom Juli 2026 in neutraler Terminologie wieder, ohne die Position einer Seite zu übernehmen.

Regionale & internationale Rolle

Pakistan ist Mitglied der Vereinten Nationen, des Commonwealth, der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (seit 2017), der Südasiatischen Vereinigung für regionale Zusammenarbeit (SAARC), der Organisation für Islamische Zusammenarbeit, der Welthandelsorganisation sowie der internationalen Finanzinstitutionen. Es ist ein Kernwaffenstaat außerhalb des Atomwaffensperrvertrags. Enge Beziehungen bestehen zu China, unter anderem über den Wirtschaftskorridor CPEC. Das 1960 von der Weltbank vermittelte Wasserabkommen mit Indien (Indus-Wasser-Vertrag) betrachtet Pakistan als weiterhin voll gültig, während Indien es seit April 2025 in Aussetzung hält; die Frage ist Gegenstand internationaler Schiedsverfahren. Für den eurasischen Raum ist Pakistan ein sicherheitspolitisch bedeutsames Transit- und Partnerland zwischen Südasien, China und dem Nahen Osten.

Vereinte NationenShanghaier OrganisationCommonwealthSAARCIslamische ZusammenarbeitWelthandelsorganisation

Offizielle Quellen

Wahlkommission Pakistans (ECP)

Wahlen und amtliche Ergebnisse

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Geprüft am 29. Juli 2026

Nationalversammlung Pakistans

Unterhaus, Sitzstruktur und reservierte Sitze

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Geprüft am 29. Juli 2026

Senat Pakistans

Oberhaus und Zusammensetzung

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Geprüft am 29. Juli 2026

Präsident von Pakistan

Staatsoberhaupt

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Geprüft am 29. Juli 2026

Statistikamt Pakistans (PBS)

Volkszählung 2023 und Wirtschaft

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Geprüft am 29. Juli 2026

IPU Parline – Parlament Pakistans

Kammern und Sitzverteilung

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Geprüft am 29. Juli 2026

Weltbank – Indus-Wasser-Vertrag

Vertragstext und Rolle als Vermittlerin

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Geprüft am 29. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 29. Juli 2026

Länder- und Raumprofile

China

China ist der bevölkerungsreichste Staat Ostasiens und nach Wirtschaftsleistung die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Als sozialistischer Einparteienstaat mit globaler wirtschaftlicher und politischer Reichweite, ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats und treibende Kraft der Neuen Seidenstraße ist China ein zentraler Akteur im eurasischen Raum. Hauptstadt ist Peking, größtes Wirtschaftszentrum ist Shanghai.

Basisdaten

Amtlicher Name: Volksrepublik China
Hauptstadt: Peking
Fläche: 9.596.961 km²
Bevölkerung: rund 1,41 Mrd. (2024; seit 2022 leicht rückläufig; letzte Volkszählung 2020)
Amtssprache: Hochchinesisch (Putonghua); daneben zahlreiche Regional- und Minderheitensprachen
Währung: Renminbi (Yuan, CNY)

Geografie & Gesellschaft

China grenzt an 14 Staaten und hat damit die meisten Landnachbarn der Welt: Russland, Mongolei, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Afghanistan, Pakistan, Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar, Laos, Vietnam und Nordkorea
Größte Städte: Shanghai, Peking, Chongqing, Guangzhou, Shenzhen, Chengdu
Hongkong und Macau sind Sonderverwaltungsregionen nach dem Grundsatz „ein Land, zwei Systeme”
Die Bevölkerung altert; die Zahl der Einwohner geht seit 2022 leicht zurück

Wirtschaft

China ist nach Wirtschaftsleistung die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und ein zentraler Standort der globalen Industrie- und Warenproduktion. Wichtige Sektoren sind verarbeitende Industrie, Elektronik, Fahrzeug- und Maschinenbau, Bauwirtschaft, digitale Dienste und zunehmend Hochtechnologie. Das Land ist der weltweit größte Warenexporteur und über die Neue Seidenstraße (Belt and Road Initiative) in zahlreiche Infrastruktur- und Handelsprojekte in Eurasien und darüber hinaus eingebunden. In den vergangenen Jahren verlangsamte sich das Wachstum; als Herausforderungen gelten die Lage am Immobilienmarkt, schwache Binnennachfrage, hohe lokale Verschuldung und die alternde Bevölkerung. Für den eurasischen Raum ist China der wichtigste Handelspartner vieler Staaten sowie ein bedeutender Investor und Technologieanbieter.

Politisches System

Regierungsform: sozialistischer Einparteienstaat unter Führung der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh); höchstes Entscheidungsgremium ist der Ständige Ausschuss des Politbüros der Partei
Staatsoberhaupt: Präsident Xi Jinping, im Amt seit 2013, 2023 für eine dritte Amtszeit bestätigt; zugleich Generalsekretär der KPCh und Vorsitzender der Zentralen Militärkommission
Regierungschef: Ministerpräsident (Premier des Staatsrats) Li Qiang, seit 2023

Parlament

Das Parlament ist der Nationale Volkskongress, ein Einkammerorgan mit rund 2.977 Abgeordneten und nach der Verfassung das höchste Organ der Staatsgewalt.
Die Abgeordneten werden für fünf Jahre mittelbar über die Volkskongresse der Provinzebene bestimmt; das Plenum tagt einmal jährlich im März, zwischen den Sitzungen wirkt der Ständige Ausschuss. Es finden keine freien Mehrparteienwahlen statt; die Willensbildung erfolgt unter Führung der Partei. Der laufende 14. Volkskongress amtiert bis 2028.

Aktuelle politische Lage

Die politische Macht ist bei der Kommunistischen Partei und ihrer Führung konzentriert; Präsident Xi Jinping wurde 2022 und 2023 für dritte Amtszeiten in seinen Partei- und Staatsämtern bestätigt. Der nächste Parteitag der KPCh ist für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen. Die Frage Taiwans, das China als Teil seines Staatsgebiets betrachtet und das eigenständig regiert wird, ist ein zentraler und international umstrittener Punkt der chinesischen Außenbeziehungen; die Eurasien Gesellschaft gibt diesen Sachverhalt in neutraler Form wieder, ohne die Position einer Seite zu übernehmen. Innenpolitisch stehen wirtschaftliche Stabilisierung, technologische Eigenständigkeit und demografischer Wandel im Vordergrund.

Regionale & internationale Rolle

China ist ständiges Mitglied des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen, Gründungsmitglied der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und der BRICS-Gruppe sowie Mitglied der G20, der Welthandelsorganisation, der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) und der regionalen Freihandelszone RCEP. Es ist eine anerkannte Atommacht im Rahmen des Atomwaffensperrvertrags. Außenpolitisch pflegt Peking enge Beziehungen zu Russland und baut seine Rolle in Asien, Afrika und im Nahen Osten aus. Für den eurasischen Raum ist China zugleich wichtigster Handelspartner, Investor und geopolitischer Gestalter; die Neue Seidenstraße verbindet zahlreiche Volkswirtschaften des Kontinents.

UN-Sicherheitsrat (ständig)Shanghaier OrganisationBRICSG20WelthandelsorganisationRCEPAPEC

Offizielle Quellen

Nationaler Volkskongress (NPC)

Parlament und Gesetzgebung

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Geprüft am 29. Juli 2026

Staatsrat der Volksrepublik China

Regierung und Verwaltung

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Geprüft am 29. Juli 2026

Statistisches Amt Chinas (NBS)

Bevölkerung und Wirtschaft

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Geprüft am 29. Juli 2026

Außenministerium der Volksrepublik China

Außenbeziehungen und Mitgliedschaften

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Geprüft am 29. Juli 2026

IPU Parline – Nationaler Volkskongress

Struktur und Sitzzahl

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Geprüft am 29. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 29. Juli 2026

Japan

Japan ist ein Inselstaat im Osten Asiens und eine der größten Volkswirtschaften der Welt. Als konstitutionelle Monarchie mit parlamentarischer Demokratie, hoch entwickelter Industrie und Technologie sowie enger Bindung an westliche Partner spielt Japan eine bedeutende wirtschaftliche und sicherheitspolitische Rolle im eurasischen und pazifischen Raum. Hauptstadt ist Tokio.

Basisdaten

Amtlicher Name: Japan
Hauptstadt: Tokio
Fläche: 377.975 km²
Bevölkerung: rund 124 Mio. (rückläufig; stark alternde Gesellschaft)
Amtssprache: Japanisch
Währung: Japanischer Yen (JPY)

Geografie & Gesellschaft

Inselstaat ohne Landgrenzen; seewärtige Nachbarn sind Russland, Südkorea, Nordkorea und China
Größte Städte: Tokio, Yokohama, Osaka, Nagoya, Sapporo, Fukuoka
Hoher Verstädterungsgrad; die Gesellschaft altert rasch, die Bevölkerung geht zurück
Japan besteht aus mehreren tausend Inseln, die größte ist Honschu

Wirtschaft

Japan verfügt über eine hoch entwickelte, exportorientierte Volkswirtschaft und zählt gemessen an der Wirtschaftsleistung zu den größten der Welt. Prägend sind fortgeschrittene verarbeitende Industrie, insbesondere Fahrzeugbau, Elektronik, Maschinenbau und Robotik, sowie ein starker Dienstleistungs- und Finanzsektor. Wichtige Ausfuhren sind Fahrzeuge, Maschinen und elektronische Erzeugnisse. Als Herausforderungen gelten die alternde und schrumpfende Bevölkerung, der Arbeitskräftemangel und eine hohe Staatsverschuldung. Für den eurasischen Raum ist Japan ein bedeutender Handels- und Investitionspartner, Technologieanbieter und enger Partner der Europäischen Union, mit der ein Wirtschaftspartnerschaftsabkommen besteht.

Politisches System & Regierung

Regierungsform: konstitutionelle Monarchie mit parlamentarischer Demokratie (Einheitsstaat)
Staatsoberhaupt: Kaiser Naruhito, seit dem 1. Mai 2019 (überwiegend symbolische Rolle)
Regierungschefin: Premierministerin Sanae Takaichi (LDP), seit dem 21. Oktober 2025 (erste Frau in diesem Amt), nach der Wahl von 2026 bestätigt
Der Kaiser ernennt den vom Parlament bestimmten Regierungschef; die Regierung ist dem Parlament verantwortlich

Parlament

Das Parlament (Kokkai) besteht aus zwei Kammern: dem Repräsentantenhaus (Shugiin) und dem Rätehaus (Sangiin). Beide Kammern werden getrennt gewählt und nicht zu einer Gesamtzahl zusammengefasst.

Repräsentantenhaus (Shugiin) – 465 Sitze

Das Unterhaus umfasst 465 Sitze und wurde zuletzt bei der Wahl am 8. Februar 2026 bestimmt. Die von der Liberaldemokratischen Partei (LDP) geführte Regierung unter Premierministerin Takaichi verfügt über eine Mehrheit, gestützt auf ein Duldungsbündnis mit der Japanischen Innovationspartei; die vorherige Wahl 2024 hatte noch zu einer Minderheitsregierung geführt. Parlamentspräsident ist Eisuke Mori. Das Unterhaus kann vorzeitig aufgelöst werden; die reguläre Amtszeit beträgt vier Jahre.

Rätehaus (Sangiin) – 248 Sitze

Das Oberhaus umfasst 248 Sitze; die Amtszeit beträgt sechs Jahre, die Hälfte wird alle drei Jahre gewählt, zuletzt am 20. Juli 2025. Das Regierungsbündnis verfügt im Oberhaus nicht über eine eigene Mehrheit (Stand 2026). Das Rätehaus wird nicht aufgelöst.

Aktuelle politische Lage

Nach mehreren Regierungswechseln in kurzer Folge steht seit Oktober 2025 Premierministerin Takaichi an der Spitze der Regierung; sie ist die erste Frau in diesem Amt. Bei der Wahl 2026 gewann die von der LDP geführte Koalition eine Mehrheit im Unterhaus, während sie im Oberhaus auf Partner angewiesen bleibt. Im Vordergrund stehen die wirtschaftliche Lage, die Sicherheitspolitik im pazifischen Raum sowie der demografische Wandel. Außenpolitisch setzt Tokio auf die enge Bindung an die Vereinigten Staaten und auf einen Ausbau der Beziehungen zu Europa und zu Partnern in Asien.

Regionale & internationale Rolle

Japan ist Mitglied der Vereinten Nationen, der G7 und der G20, der OECD, der Welthandelsorganisation, der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) und des Handelsabkommens CPTPP. Es unterhält ein enges Bündnis mit den Vereinigten Staaten und arbeitet in Sicherheits- und Wirtschaftsfragen mit weiteren Partnern im indopazifischen Raum zusammen. Mit der Europäischen Union bestehen ein Wirtschaftspartnerschaftsabkommen und eine strategische Partnerschaft. Für den eurasischen Raum ist Japan eine führende Wirtschafts- und Technologiemacht und ein wichtiger Partner Europas.

Vereinte NationenG7G20OECDWelthandelsorganisationCPTPPAPEC

Offizielle Quellen

Repräsentantenhaus (Shugiin)

Unterhaus und Zusammensetzung

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Geprüft am 29. Juli 2026

Rätehaus (Sangiin)

Oberhaus und Wahlen

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Geprüft am 29. Juli 2026

Regierung Japans

Kabinett und Regierungschef

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Geprüft am 29. Juli 2026

Kaiserliches Hofamt

Staatsoberhaupt

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Geprüft am 29. Juli 2026

Statistikamt Japans

Bevölkerung und Wirtschaft

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Geprüft am 29. Juli 2026

IPU Parline – Parlament Japans

Kammern und Sitzverteilung

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Geprüft am 29. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 29. Juli 2026

Mongolei

Die Mongolei ist ein dünn besiedelter Binnenstaat zwischen Russland und China. Als parlamentarische Demokratie mit rohstoffreicher Wirtschaft und einer eigenständigen Außenpolitik nimmt sie im eurasischen Raum eine besondere Stellung ein: Sie ist demokratisch verfasst und sucht neben ihren beiden großen Nachbarn gezielt weitere Partner. Hauptstadt ist Ulan-Bator.

Basisdaten

Amtlicher Name: Mongolei
Hauptstadt: Ulan-Bator
Fläche: 1.564.116 km²
Bevölkerung: rund 3,5 Mio. (sehr geringe Bevölkerungsdichte)
Amtssprache: Mongolisch
Währung: Tögrög (MNT)

Geografie & Gesellschaft

Binnenstaat mit nur zwei Nachbarn: Russland im Norden und China im Süden
Größte Stadt ist zugleich die Hauptstadt Ulan-Bator, in der ein großer Teil der Bevölkerung lebt
Weite Steppen- und Wüstenlandschaften prägen das Land; ein Teil der Bevölkerung lebt weiterhin von der Viehwirtschaft

Wirtschaft

Die mongolische Wirtschaft stützt sich stark auf den Bergbau: Kohle, Kupfer und Gold aus großen Lagerstätten wie Oju Tolgoi und Erdenet bilden den Kern der Ausfuhren. Hinzu kommen Viehwirtschaft, Kaschmir und Landwirtschaft. Die Ausfuhren gehen zu einem sehr großen Teil nach China, was die Wirtschaft anfällig für Schwankungen der Rohstoffpreise und der Nachfrage macht. Zur Verringerung dieser Abhängigkeit verfolgt Ulan-Bator eine Politik der „dritten Nachbarn” und sucht Partner in Europa, Japan, Korea, den Vereinigten Staaten und Indien. Für den eurasischen Raum ist die Mongolei ein bedeutender Rohstofflieferant und ein Transitland zwischen ihren beiden großen Nachbarn.

Politisches System & Regierung

Regierungsform: parlamentarische Republik mit direkt gewähltem Präsidenten (Einheitsstaat)
Staatsoberhaupt: Präsident Ukhnaagiin Khürelsükh, seit 2021 im Amt (nach der Verfassungsänderung von 2023 eine einmalige sechsjährige Amtszeit)
Regierungschef: Ministerpräsident Nyam-Osoryn Uchral (Mongolische Volkspartei, MVP), seit dem 30. März 2026

Parlament

Das Parlament ist der Staatsgroßchural, ein Einkammerparlament. Durch eine Verfassungsänderung von 2023 wurde die Zahl der Sitze von 76 auf 126 erhöht.

Staatsgroßchural – 126 Sitze

Bei der Wahl am 28. Juni 2024 (9. Chural, 2024 bis 2028) errang die Mongolische Volkspartei mit 68 der 126 Sitze eine knappe Mehrheit; die Demokratische Partei kam auf 42 Sitze, weitere Sitze entfielen auf die HUN-Partei und kleinere Kräfte. Die MVP regiert in einer Koalition. Vorsitzender des Churals ist Sandagiin Byambatsogt. In den Jahren 2025 und 2026 wechselte das Amt des Ministerpräsidenten infolge von Protesten und Vertrauensabstimmungen mehrfach. Die nächste reguläre Wahl wird für 2028 erwartet.

Regionale & internationale Rolle

Die Mongolei ist Mitglied der Vereinten Nationen, der Welthandelsorganisation und Teilnehmerstaat der OSZE; bei der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit hat sie Beobachterstatus. Als parlamentarische Demokratie zwischen zwei großen autoritär geprägten Nachbarn verfolgt sie eine ausgleichende Außenpolitik und pflegt über ihre „dritte Nachbarn”-Politik Beziehungen zu Europa, Japan, Korea, Indien und den Vereinigten Staaten. Für den eurasischen Raum ist die Mongolei ein rohstoffreicher Partner, ein Transitland zwischen Russland und China und ein Beispiel für demokratische Regierungsführung in der Region.

Vereinte NationenOSZEWelthandelsorganisationSOZ (Beobachter)„Dritte Nachbarn”

Offizielle Quellen

Staatsgroßchural (Parlament der Mongolei)

Parlament, Sitzverteilung und Wahlen

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Geprüft am 29. Juli 2026

Präsident der Mongolei

Staatsoberhaupt

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Geprüft am 29. Juli 2026

Regierung der Mongolei

Kabinett und Ministerpräsident

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Geprüft am 29. Juli 2026

Nationales Statistikamt der Mongolei

Bevölkerung und Wirtschaft

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Geprüft am 29. Juli 2026

IPU Parline – Staatsgroßchural

Struktur und Sitzverteilung

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Geprüft am 29. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 29. Juli 2026

Koreanische Halbinsel

Die Koreanische Halbinsel liegt im Osten Asiens und ist seit 1945 geteilt. Auf ihr bestehen zwei Staaten: die Republik Korea im Süden und die Demokratische Volksrepublik Korea im Norden. Die Halbinsel ist kein einheitliches Staatsgebiet, sondern ein geografischer und politischer Raum, dessen Teilung und Sicherheitslage von großer internationaler Bedeutung sind. Beide Staaten sind seit 1991 Mitglieder der Vereinten Nationen.

Geografische Einordnung

Die Halbinsel grenzt im Norden an China und auf kurzer Strecke an Russland; sie ist vom Gelben Meer, vom Ostmeer (Japanischem Meer) und von der Koreastraße umgeben.
Auf der Halbinsel leben zusammengenommen rund 78 Millionen Menschen in zwei Staaten mit sehr unterschiedlicher Ordnung.

Teilung und Waffenstillstand

Nach 1945 wurde die Halbinsel entlang des 38. Breitengrads geteilt. Der Koreakrieg (1950 bis 1953) endete mit einem Waffenstillstandsabkommen vom 27. Juli 1953, jedoch ohne Friedensvertrag; die beiden Staaten befinden sich völkerrechtlich weiterhin im Kriegszustand.
Entlang der militärischen Demarkationslinie verläuft die entmilitarisierte Zone (DMZ), eine rund 250 km lange und etwa 4 km breite Pufferzone.

Republik Korea (Süden)

Hauptstadt: Seoul; Bevölkerung rund 51,7 Mio.
Regierungsform: präsidentielle Demokratie; Staats- und Regierungschef ist Präsident Lee Jae-myung, im Amt seit dem 4. Juni 2025
Parlament: Nationalversammlung, Einkammerparlament mit 300 Sitzen (Wahl im April 2024); die Demokratische Partei stellt mit rund 161 Sitzen die Mehrheit, die Partei der Volksmacht mit rund 107 Sitzen die größte Oppositionskraft

Demokratische Volksrepublik Korea (Norden)

Hauptstadt: Pjöngjang; Bevölkerung rund 26 Mio.
Regierungsform: sozialistischer Einparteienstaat unter Führung der Partei der Arbeit Koreas; oberster Machthaber ist Kim Jong Un (Generalsekretär der Partei und Vorsitzender der Staatsangelegenheiten)
Parlament: Oberste Volksversammlung mit rund 687 Sitzen; die Wahlen sind nicht kompetitiv (jeweils nur ein Kandidat), die tatsächliche Macht liegt bei der Partei und ihrer Führung

Wirtschaft beider Staaten

Die beiden Staaten der Halbinsel unterscheiden sich wirtschaftlich grundlegend. Die Republik Korea im Süden ist eine hoch entwickelte, exportorientierte Industrie- und Technologienation mit weltweit führenden Unternehmen in den Bereichen Elektronik, Halbleiter, Fahrzeugbau, Schiffbau und Unterhaltung; sie zählt zu den größten Volkswirtschaften der Welt und ist ein enger Handelspartner der Europäischen Union, mit der ein Freihandelsabkommen besteht. Die Demokratische Volksrepublik Korea im Norden hat eine staatlich gelenkte, weitgehend abgeschottete Wirtschaft, die durch internationale Sanktionen und strukturelle Engpässe geprägt ist. Für den eurasischen Raum ist vor allem der Süden ein bedeutender Technologie- und Handelspartner.

Sicherheitslage und Nuklearfrage

Die Sicherheitslage auf der Halbinsel ist angespannt. Das Nuklear- und Raketenprogramm der Demokratischen Volksrepublik Korea ist ein zentrales internationales Anliegen und Gegenstand von Sanktionen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen. Der innerkoreanische Dialog liegt weitgehend still; die nördliche Führung hat die Beziehungen zuletzt als solche zwischen zwei verfeindeten Staaten bezeichnet, während der Süden weiterhin auf Gesprächsangebote setzt. Zugleich hat der Norden seine Beziehungen zu Russland ausgebaut. Die Eurasien Gesellschaft gibt diese Sachverhalte mit dem Stand vom Juli 2026 in neutraler Form und unter Bezug auf die Vereinten Nationen wieder, ohne die Deutung einer Seite zu übernehmen.

Rolle im eurasischen Raum

Die Koreanische Halbinsel ist ein Raum von großer strategischer Bedeutung, in dem die Interessen Chinas, Russlands, Japans, der Vereinigten Staaten und der beiden koreanischen Staaten aufeinandertreffen. Die Republik Korea ist eine führende Technologie- und Handelsnation und ein wichtiger Partner Europas; die Entwicklung im Norden und die Frage der nuklearen Rüstung wirken unmittelbar auf die Sicherheitslage in Ostasien und darüber hinaus. Für den eurasischen Raum ist die Halbinsel damit sowohl ein wirtschaftlicher Knotenpunkt als auch ein sicherheitspolitischer Brennpunkt.

Offizielle Quellen

Nationalversammlung der Republik Korea

Parlament des Südens

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Geprüft am 29. Juli 2026

Präsident der Republik Korea

Staats- und Regierungschef des Südens

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Geprüft am 29. Juli 2026

Statistikamt Koreas (KOSTAT)

Bevölkerung und Wirtschaft des Südens

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Geprüft am 29. Juli 2026

IPU Parline – Nationalversammlung (Süden)

Struktur und Sitzverteilung

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Geprüft am 29. Juli 2026

IPU Parline – Oberste Volksversammlung (Norden)

Struktur der nördlichen Volksversammlung

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Geprüft am 29. Juli 2026

Vereinte Nationen

Waffenstillstand, Mitgliedschaft und Sanktionen

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Geprüft am 29. Juli 2026

Zuletzt aktualisiert: 29. Juli 2026

Analysen

Konnektivität & Korridore

Europa zwischen Energiekrise und geopolitischer Neuordnung

Die Energiefrage rücke zurück ins Zentrum der Geopolitik: Mit dem Bruch der Beziehungen zu Russland verliere Europa den Zugang zu sibirischen Rohstoffen, die sich nach Asien orientieren, während Spannungen am Persischen Golf zentrale Energierouten bedrohten.

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Steigende Kosten setzten die europäische Industrie unter Druck, während die USA und Asien profitierten. Der Beitrag fragt, wie Europa Stabilität sichern und seine Rolle neu bestimmen kann.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 10. März 2026

Analyse

Steuert Europa in einen Versorgungskrieg um Energie und Dünger?

Die Eskalation im Nahen Osten werde zur globalen geoökonomischen Schocklage, die Europa treffe: Die Sperrung der Straße von Hormus verschärfe Energie- und Rohstoffmärkte.

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Besonders bei Düngemitteln, Russland und Belarus waren zentrale Anbieter, entstehe für Europa ein Engpass, weniger durch Mangel als durch Finanz-, Transport- und Versicherungshürden. Der Beitrag warnt vor europäischer Selbstblockade und fordert eine nüchterne Neubewertung.

Auch in: Naher Osten

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 16. März 2026

Analyse

Getrieben statt gestaltend? Europas Rolle im neuen Konflikt

Europa stehe vor einer strategischen Weggabelung und reagiere bislang nur unter Druck: Ein sich ausweitender Golfkonflikt könne zum globalen Rohstoff- und Versorgungskonflikt werden und Europas Verwundbarkeit neben dem Ukraine-Engagement erhöhen.

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Die Frage sei nicht, ob Europa handelt, sondern in welcher Rolle, ohne eigene Position drohe es, in eine fremdbestimmte Dynamik zu geraten. Der Beitrag sieht in der Diplomatie eine Chance, die Eskalation aufzuhalten.

Auch in: Naher Osten

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 17. März 2026

Analyse

Die neue Weltordnung und Europas schwierige Rolle darin

Die regelbasierte Weltwirtschaft verliere an Verbindlichkeit; Macht und Sicherheit rückten zurück ins Zentrum.

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Europa ersetze Märkte, statt sie strategisch zu erweitern, Schadensbegrenzung statt Gestaltung und halte an einer Ordnung fest, die andere längst neu interpretierten. Der Kern-Widerspruch: Europa wolle geopolitisch mitgestalten, ohne die nötige Geschlossenheit. Stabilität entstehe nicht durch Blockbildung, sondern durch funktionierende Kooperation zwischen Akteuren mit unterschiedlichen Interessen.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 27. März 2026

Analyse

Deutschland zwischen Anspruch und Realität: Energiepolitik im Stresstest

Deutschland erkläre seine Energiepolitik zur Transformation, die Märkte bewerteten sie als Risiko, eine strukturelle, keine Kommunikationslücke.

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Der gleichzeitige Ausstieg aus Kernkraft, Kohle und russischen Importen habe ein System geschaffen, das stark auf externe Beschaffung in einem volatilen Markt angewiesen sei. Deutschland sei nicht mehr Taktgeber, sondern Teil des Wettbewerbs um Energie; die Industrie gerate unter Druck. Wird Energiepolitik wieder zur Frage wirtschaftlicher Vernunft?

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 2. April 2026

Konnektivität & Korridore

Energiekrieg in Eurasien: Europa im strategischen Umbruch

Die globale Energieordnung verschiebe sich schneller, als die öffentliche Debatte zeige: Europa richte seine Energie- und Handelsachsen nach Zentralasien aus, um Abhängigkeiten zu lösen.

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Doch neue Spannungsfelder entstünden, Transitrouten würden politisiert, Kostenstrukturen änderten sich, selbst der Luftraum werde zum wirtschaftlichen Faktor. Was als Diversifizierung gedacht sei, werde zur komplexen Neuordnung von Einflusszonen. Stärkt Europa seine Position oder tauscht es nur Abhängigkeiten?

Auch in: Zentralasien

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 10. April 2026

Konnektivität & Korridore

Neue Wege, alte Abhängigkeiten?

Die europäische Energiepolitik verschiebe sich und mit ihr die Grundlage unternehmerischer Entscheidungen: Neue Lieferketten, veränderte Abhängigkeiten und steigende Systemkosten wirkten direkt auf Investitionen, Planungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit.

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Der zugehörige Rundbrief frage, wo neue Risiken entstünden, welche Strukturen bestehen blieben und was daraus für unternehmerische Strategien folge. Energie sei nicht mehr nur operative Größe, sondern strategischer Faktor.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 5. Mai 2026

Analyse

Europäische Positionen im Friedensprozess

Nach den mutmaßlichen russischen Positionen richte der zweite Teil den Blick auf die europäischen Vorstellungen, Leitlinien und Verhandlungsziele.

Weiterlesen

Im Mittelpunkt stünden Fragen, die für Politik, Wirtschaft, Medien und Zivilgesellschaft bedeutsam seien: Welche Rolle könne die EU in einem künftigen Friedensprozess einnehmen? Welche Sicherheitsgarantien wären denkbar? Wie ließen sich territoriale Fragen, Wiederaufbau, Sanktionen und humanitäre Anliegen in eine tragfähige Friedensordnung einordnen?

Auch in: Osteuropa

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 29. Mai 2026

Analyse

Warum Europa über Nationalismus, Kollaboration und Ukraine offener sprechen muss

Ausgehend von einer Diskussion über die Umbettung von Personen in der Ukraine, die mit nationalistischen und kollaborierenden Bewegungen des Zweiten Weltkriegs in Verbindung gebracht werden, frage der Beitrag, warum es dazu in Deutschland und der EU kaum öffentliche Kritik gebe.

Weiterlesen

Eine veränderte, von osteuropäischen Erfahrungen geprägte Erinnerungskultur spiele eine Rolle; Geschichte werde zunehmend zur politischen Waffe. Unabhängig vom Kriegsausgang blieben die Konflikte um Erinnerung und Identität, Europa müsse dafür einen neuen Dialog ermöglichen.

Auch in: Osteuropa

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 3. Juni 2026

Analyse

Ostseeraum: Steigende Eskalationsrisiken und Handlungsbedarf

Der Ostseeraum entwickle sich zu einem sicherheitspolitischen Brennpunkt zwischen NATO und Russland; die NATO-Erweiterungen hätten Russlands Lage bei St.

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Petersburg und Kaliningrad verschlechtert. Als besonders riskant gälten offene Drohungen gegen Kaliningrad, Drohnenoperationen über baltischem Luftraum und mögliche Einschränkungen russischer Schifffahrt. Die größte Gefahr liege in einer schrittweisen Eskalation durch Fehlentscheidungen. Dr. Alexander Neu empfiehlt, diplomatische Kanäle, Krisenmanagement, Transparenz und regionale Vertrauensbildung zu stärken.

Auch in: Osteuropa

Stellungnahme von Dr. Alexander Neu, 4. Juni 2026

Analyse

Deutschlands UN-Niederlage: Wer führen will, muss wieder sprechen lernen

Die gescheiterte deutsche Kandidatur für den UN-Sicherheitsrat sei ein Signal, nicht nur eine Panne und lasse sich nicht allein mit russischem Einfluss erklären.

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Deutschland wende das Völkerrecht „mit unterschiedlicher Lautstärke” an, klar gegenüber Russland, vorsichtiger bei Gaza und Israel, was international registriert werde. Wer führen wolle, müsse zuhören und auch mit Gegnern sprechen. Der Beitrag fordert vier Konsequenzen: Gesprächsfähigkeit wiederherstellen, Brücken über gesprächsbereite Staaten nutzen, Völkerrecht konsequent anwenden und den Ton ändern.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 6. Juni 2026

Analyse

Orthodoxie als politischer Faktor Europas

Der Konflikt zwischen dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel und dem Moskauer Patriarchat werde von vielen nicht primär als Konkurrenz kirchlicher Machtzentren gedeutet, sondern als tieferes Spannungsverhältnis zwischen einem transnationalen Einflussmodell und national verankerten Kirchen.

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Die Ukraine bilde die Bruchlinie; am Beispiel Griechenlands diskutiere der Beitrag die mögliche Herausbildung zweier Orientierungsmuster, eines westlich ausgerichteten und eines souveränitätsorientierten orthodoxen Raumes. Die Eurasien Gesellschaft entwickle dazu eine Dokumentation.

Auch in: Osteuropa

Stellungnahme von Alexander Rahr, 18. Juni 2026

Analyse

Statement zur Beendigung des Ukraine-Krieges und zur künftigen Sicherheitsordnung Europas

Ein Expertenkreis der Gesellschaft erörtert Szenarien für ein Kriegsende: Ein Waffenstillstand stabilisiere die Volkswirtschaften nicht automatisch und die von Moskau gefürchtete Einkreisung habe sich eher verstärkt.

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Russlands Bündnissystem verliere an Bindekraft, Drohnenangriffe träfen seine Wirtschaft, Russland sei unter Druck, aber nicht am Ende. Die Gesellschaft sehe keine Alternative zu sofortigen Friedensverhandlungen zwischen EU und Russland, arbeite an einem Papier zur künftigen Sicherheitsarchitektur und rechne mit einer Ko-Habitation mit Russland.

Auch in: Osteuropa

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 2. Juli 2026

Analyse

Energiekrise, Sanktionen und industrielle Realität

Der Beitrag fasse den Vortrag von Wolfgang Hummel zur Frage zusammen, ob Deutschland dauerhaft ohne russisches Öl und Gas auskommen könne und welche Folgen dies für Industrie, Energiepreise, Raffineriestandorte und geopolitische Abhängigkeiten habe.

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Behandelt würden u. a. die Rolle der PCK-Raffinerie Schwedt, LNG-Importe und die Auswirkungen auf Chemie, Mittelstand und Wettbewerbsfähigkeit. Der vollständige Vortrag ist auf dem YouTube-Kanal veröffentlicht.

Auch in: Osteuropa

Vortrag von Wolfgang Hummel, 10. Mai 2026

Analyse

Wird Bratislava das Münster der Neuzeit?

Der Vienna Club PANAP habe mit dem internationalen Symposium „Bratislava City of Peace” ein Zeichen für Dialog und europäische Verständigung gesetzt.

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Die Eurasien Gesellschaft sei eingebunden gewesen und habe Perspektiven zu Energie-Souveränität, geopolitischer Ordnung und Armeniens Rolle zwischen EU und Eurasischer Wirtschaftsunion eingebracht. Der zugehörige Rundbrief ordne das Thema Armenien mit seinen Chancen, Abhängigkeiten und Risiken ein.

Auch in: Kaukasus

Bericht von Eurasien Gesellschaft, 30. Mai 2026

Analyse

Gorbatschow und die Zeitwende 1989/91: Was lief falsch?

Wegbegleiter erinnerten an das Wirken Michail Gorbatschows und seinen Einfluss auf die Entwicklung Europas: Welche Konzepte gab es, welche wurden umgesetzt, welche zum Scheitern gebracht, und lässt sich der Geist dieser Zeit wiederbeleben?

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Es sprachen u. a. Ruslan Grinberg, Grigori Jawlinski, Oskar Lafontaine und Askar Akajew.

Auch in: Osteuropa

Gespräch mit Grinberg, Jawlinski, Lafontaine u. a., 2. September 2023

Analyse

Der Ukrainekrieg, die Rivalität der großen Mächte und die Selbstbehauptung Europas

In einer Vortragsveranstaltung am 13. Februar 2024 vertrat General a. D. Harald Kujat, 2000-2002 Generalinspekteur der Bundeswehr, danach Vorsitzender des NATO-Militärausschusses, eine realpolitische Sicht auf die aktuellen Kriege.

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Er sah den Ukraine-Krieg kritisch, kritisierte aber ebenso die westliche „Moralpolitik“ und einen aus seiner Sicht irregeleiteten Werte-Fundamentalismus.

Auch in: Osteuropa

Vortrag von Harald Kujat, 20. Februar 2024

Quelle in Prüfung
Analyse

Je t’aime moi non plus: Was ist los mit Frankreich?

Prof. Dr. Ulrike Guérot analysiert Frankreich nach den Europawahlen: das Wahlergebnis, die Parteienlandschaft der „Ära Macron“ und den Kurs auf die Präsidentschaftswahlen 2027.

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Wie „europäisch“ ist Frankreich noch, wie aufgewühlt innenpolitisch, und was bezweckten Macrons Europareden? Auch das deutsch-französische Verhältnis und Frankreichs Weg in der Weltpolitik kommen zur Sprache.

Vortrag von Ulrike Guérot, 25. Juni 2024

Analyse

Zeitenwende in Eurasien: Die Interessen Deutschlands

Vizeadmiral a. D. Kay-Achim Schönbach, 2021-2022 Inspekteur der Deutschen Marine, skizziert Deutschlands Verhältnis zu den Kraftzentren USA, EU, China, Russland und Indien.

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Er kritisiert den aus seiner Sicht einseitig „hypermoralischen“ Kompass der Bundesregierung und beschreibt, wie eine realpolitische Gesamtstrategie aussehen sollte, bei fester Einbindung in die NATO.

Auch in: Südasien, Ostasien, Osteuropa

Vortrag von Kay-Achim Schönbach, 8. Juli 2024

Analyse

Vom Niedergang des Westens zur Neuerfindung Europas

Prof. Wolfgang Streeck (Soziologe, Direktor em. am MPIfG Köln) diskutiert mit dem Autor Dr.

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Hauke Ritz über dessen Buch zum Verhältnis Europas zu den USA. Sei die zentralistische Struktur der EU für das Scheitern der Chance von 1989 verantwortlich? Wäre eine Rückkehr zu einer dezentralen Form Europas möglich, und welche Rolle spiele die europäische Kultur?

Lesung und Diskussion mit Wolfgang Streeck und Hauke Ritz, 13. Dezember 2024

Analyse

Sieben Gründe, warum 2025 kein gutes Jahr für die EU sein könnte

Michael von der Schulenburg, seit 2024 Mitglied des Europäischen Parlaments (Bündnis Sahra Wagenknecht), zuvor bei den Vereinten Nationen, legt an sieben Entwicklungen dar, warum die EU 2025 schlecht vorbereitet sei und eine Politik verfolge, die sie verstärkt in Konflikt mit den globalen Realitäten bringe.

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Das könne negative Folgen für die Menschen in Europa haben.

Vortrag von Michael von der Schulenburg, 20. Januar 2025

Analyse

Chancen für den Frieden in der Ukraine: der Trump-Putin-Gipfel

Auf einer Veranstaltung in Berlin-Dahlem am 27. Februar 2025 traten General a. D. Harald Kujat und der ungarische Botschafter a.

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D. György Varga gemeinsam auf; Gastgeber war Alexander Rahr. Beide unterstützten die Friedensbemühungen für die Ukraine und kritisierten den gegenläufigen Kurs der EU. Sie analysierten die oft vergessenen Ursachen des Krieges und zeichneten eine Perspektive für die Zukunft.

Auch in: Osteuropa

Vortrag mit Harald Kujat und György Varga, 4. März 2025

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Konnektivität & Korridore

Zentralasien und EU: Wer gewinnt das Rohstoff-Rennen?

Die Gesellschaft analysiert die Lage in Zentralasien und die Bestrebungen der EU, eine neue Partnerschaft mit der Region zu knüpfen, elementar, um den Bedarf an Rohstoffen zu decken.

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Gelinge es dem Westen, die zentralasiatischen Länder aus dem Einflussbereich Russlands zu lösen und für die Sanktionen zu gewinnen? Und welche Rolle spiele China?

Auch in: Zentralasien

Analyse von Eurasien Gesellschaft, 23. Juni 2025

Analyse

NATO-Gipfel 2025: Wohin entwickelt sich Europa: Krieg oder Frieden?

Dr. Alexander Neu, Co-Vorsitzender der Gesellschaft, spricht über den Ausnahmezustand, in dem sich Europa befinde: den Krieg, den Zustand der EU und die daraus folgende Handlungsunfähigkeit.

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Mit Blick auf den NATO-Gipfel Ende Juni 2025, mit Donald Trump, erläutert er, welche zwei zentralen Fragen dort zu klären seien und warum dieses Treffen mehr Aufmerksamkeit verdiene.

Video-Stellungnahme von Dr. Alexander Neu, 23. Juni 2025

Analyse

Neue russische Außenpolitik: Muss Deutschland umdenken?

In einer Talkrunde sprechen Alexander Neu, Alexander Rahr, Siegfried Fischer und Kai Kleinwächter über das Buch „Von der passiven zur aktiven Abschreckung“ (Autoren: Dmitrij Trenin, Sergej Awakjanz, Sergej Karaganow).

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Die Runde analysiert die Thesen des Buchs und mögliche Szenarien zur Sicherheitslage und zur Zukunft der Beziehungen zwischen Deutschland und Russland.

Auch in: Osteuropa

Gespräch mit Neu, Rahr, Fischer und Kleinwächter, 22. September 2025

Konnektivität & Korridore

Energy Sovereignty of the New Europe

Beim internationalen Symposium Vienna Club PANAP „Bratislava Capitol of Peace“ sprach Michael Huppertz, Energieexperte der Gesellschaft, über die Frage, wie Europa seine Energiesouveränität stärken könne.

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Der Vortrag (in englischer Sprache, mit deutschen Untertiteln) verbinde eine geopolitische Einordnung mit einem konkreten technologischen Ansatz zur unabhängigeren und widerstandsfähigeren Energieversorgung.

Vortrag von Michael Huppertz, 29. Mai 2026

Quelle in Prüfung
Analyse

Armenien zwischen Europa und Russland

Die Aufzeichnung entstand beim Symposium „Bratislava, City of Peace“ am 27. Mai 2026 (Vienna Club PANAP).

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Da Alexander Rahr nicht persönlich teilnehmen konnte, wurde sein Text von Michael Huppertz verlesen. Im Mittelpunkt stehe die Frage, welche geopolitische Rolle Armenien künftig einnehmen könne, zwischen wachsender Annäherung an die EU und historischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Verbindungen zu Russland.

Auch in: Kaukasus, Osteuropa

Vortrag von Alexander Rahr, 30. Mai 2026

Analysen

Analyse

Alexander Rahr beim Meinungsaustausch in Moskau

Bericht über einen Meinungsaustausch in Moskau (29. April 2026) mit Alexander Rahr: Überraschend hätten nicht die Ukraine, sondern der Nahe Osten und Iran im Mittelpunkt gestanden; die russischen Teilnehmenden seien uneins gewesen, eine direkte Unterstützung Teherans nicht erkennbar, China gelte als struktureller Profiteur.

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Beim Ukraine-Konflikt blieben die Positionen verhärtet. Mehrfach sei „Rapallo” als Chiffre pragmatischer Annäherung gefallen. Fazit: Gesellschaftlich und akademisch bestehe weiter Dialogbereitschaft, politisch ungenutzt.

Auch in: Naher Osten

Bericht von Uwe Schraps, 1. Mai 2026

Konnektivität & Korridore

Geopolitische Veränderungen im postsowjetischen Raum

Die geopolitischen Veränderungen im postsowjetischen Raum entwickelten sich zu einem wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Schlüsselfaktor für Europa: Energieversorgung, Handelsachsen, Rohstoffsicherung, Infrastruktur, Sanktionen und neue Transportkorridore beeinflussten längst nicht mehr nur die Außenpolitik, sondern auch Unternehmen, Investitionsentscheidungen und Marktplanungen.

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Die Eurasien Gesellschaft begleite diese Entwicklungen mit Analysen und Hintergrund aus geopolitischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Perspektive.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 6. Mai 2026

Analyse

Neue Analyse: Wer gestaltet den Weg zu Verhandlungen?

Der aktuelle Rundbrief frage, ob sich im Ukraine-Krieg ein neues diplomatisches Fenster öffne und welche Rolle Europa dabei spielen könnte.

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Die Analyse ordne Putins Äußerung zu Gerhard Schröder ein, blicke auf Berlin, Paris und London und frage, ob Europa politisch vorbereitet sei, einen möglichen Verhandlungsprozess aktiv mitzugestalten.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 11. Mai 2026

Analyse

Wer kann für Europa mit Russland sprechen?

Die Analyse behandle eine für mögliche künftige EU-Russland-Gespräche zentrale Frage: Wer besitze Mandat, Erfahrung und diplomatische Anschlussfähigkeit, um Europa zu vertreten?

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Betrachtet würden Kaja Kallas, Gerhard Schröder, Angela Merkel, António Costa und Wolodymyr Selenskyj in sehr unterschiedlichen Rollen. Europa brauche keine spontane Personaldebatte, sondern eine belastbare Gesprächsarchitektur mit klarem Mandat, enger Einbindung der Ukraine und strategischer Zielsetzung.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 13. Mai 2026

Analyse

Russlands Innenlogik verstehen: Warum Diplomatie mehr braucht als Schlagzeilen

Was bedeute der wachsende Druck auf Russland für Putin, den Kreml und die Wirtschaft und unter welchen Bedingungen könne ein Kriegsende möglich werden?

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Der Rundbrief argumentiere, Diplomatie dürfe nicht allein an offiziellen Erklärungen gemessen werden. Entscheidend sei der Blick auf die innenpolitische Lage, wirtschaftliche Belastungen, Machtstrukturen im Kreml und die tatsächlichen Spielräume für Verhandlungen.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 14. Mai 2026

Analyse

China rückt ins Zentrum der neuen Weltordnung

Die Besuche von Donald Trump und Wladimir Putin in Peking markierten mehr als Routine, sie zeigten eine geopolitische Verschiebung: China stehe zunehmend im Zentrum internationaler Machtpolitik.

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Ohne China ließen sich die großen Fragen kaum noch verhandeln. Für Russland sei China ein entscheidender Partner, für die USA zeichne sich eine pragmatische Verständigung ab. Alexander Rahr analysiert, warum China von den Spannungen profitiere und die multipolare Ordnung längst keine Theorie mehr sei.

Auch in: Ostasien

Stellungnahme von Alexander Rahr, 21. Mai 2026

Analyse

Russland, Ukraine, Europa: Acht Punkte, die man kennen sollte

Der Beitrag ordne mögliche russische Positionen zu Gesprächen über ein Ende des Krieges und künftige Friedensverhandlungen ein.

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Grundlage seien wissenschaftlicher Austausch, fachliche Gespräche sowie die Auswertung politischer, historischer und diplomatischer Einschätzungen. Im Mittelpunkt stehe nicht politische Verhandlungsführung, sondern das Sichtbarmachen unterschiedlicher Perspektiven und deren sachliche Einordnung im Sinne der Völkerverständigung.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 28. Mai 2026

Analyse

Europäische Positionen im Friedensprozess

Nach den mutmaßlichen russischen Positionen richte der zweite Teil den Blick auf die europäischen Vorstellungen, Leitlinien und Verhandlungsziele.

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Im Mittelpunkt stünden Fragen, die für Politik, Wirtschaft, Medien und Zivilgesellschaft bedeutsam seien: Welche Rolle könne die EU in einem künftigen Friedensprozess einnehmen? Welche Sicherheitsgarantien wären denkbar? Wie ließen sich territoriale Fragen, Wiederaufbau, Sanktionen und humanitäre Anliegen in eine tragfähige Friedensordnung einordnen?

Auch in: Europa

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 29. Mai 2026

Analyse

Warum Europa über Nationalismus, Kollaboration und Ukraine offener sprechen muss

Ausgehend von einer Diskussion über die Umbettung von Personen in der Ukraine, die mit nationalistischen und kollaborierenden Bewegungen des Zweiten Weltkriegs in Verbindung gebracht werden, frage der Beitrag, warum es dazu in Deutschland und der EU kaum öffentliche Kritik gebe.

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Eine veränderte, von osteuropäischen Erfahrungen geprägte Erinnerungskultur spiele eine Rolle; Geschichte werde zunehmend zur politischen Waffe. Unabhängig vom Kriegsausgang blieben die Konflikte um Erinnerung und Identität, Europa müsse dafür einen neuen Dialog ermöglichen.

Auch in: Europa

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 3. Juni 2026

Analyse

Ostseeraum: Steigende Eskalationsrisiken und Handlungsbedarf

Der Ostseeraum entwickle sich zu einem sicherheitspolitischen Brennpunkt zwischen NATO und Russland; die NATO-Erweiterungen hätten Russlands Lage bei St.

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Petersburg und Kaliningrad verschlechtert. Als besonders riskant gälten offene Drohungen gegen Kaliningrad, Drohnenoperationen über baltischem Luftraum und mögliche Einschränkungen russischer Schifffahrt. Die größte Gefahr liege in einer schrittweisen Eskalation durch Fehlentscheidungen. Dr. Alexander Neu empfiehlt, diplomatische Kanäle, Krisenmanagement, Transparenz und regionale Vertrauensbildung zu stärken.

Auch in: Europa

Stellungnahme von Dr. Alexander Neu, 4. Juni 2026

Analyse

Orthodoxie als politischer Faktor Europas

Der Konflikt zwischen dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel und dem Moskauer Patriarchat werde von vielen nicht primär als Konkurrenz kirchlicher Machtzentren gedeutet, sondern als tieferes Spannungsverhältnis zwischen einem transnationalen Einflussmodell und national verankerten Kirchen.

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Die Ukraine bilde die Bruchlinie; am Beispiel Griechenlands diskutiere der Beitrag die mögliche Herausbildung zweier Orientierungsmuster, eines westlich ausgerichteten und eines souveränitätsorientierten orthodoxen Raumes. Die Eurasien Gesellschaft entwickle dazu eine Dokumentation.

Auch in: Europa

Stellungnahme von Alexander Rahr, 18. Juni 2026

Analyse

Statement zur Beendigung des Ukraine-Krieges und zur künftigen Sicherheitsordnung Europas

Ein Expertenkreis der Gesellschaft erörtert Szenarien für ein Kriegsende: Ein Waffenstillstand stabilisiere die Volkswirtschaften nicht automatisch und die von Moskau gefürchtete Einkreisung habe sich eher verstärkt.

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Russlands Bündnissystem verliere an Bindekraft, Drohnenangriffe träfen seine Wirtschaft, Russland sei unter Druck, aber nicht am Ende. Die Gesellschaft sehe keine Alternative zu sofortigen Friedensverhandlungen zwischen EU und Russland, arbeite an einem Papier zur künftigen Sicherheitsarchitektur und rechne mit einer Ko-Habitation mit Russland.

Auch in: Europa

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 2. Juli 2026

Analyse

Energiekrise, Sanktionen und industrielle Realität

Der Beitrag fasse den Vortrag von Wolfgang Hummel zur Frage zusammen, ob Deutschland dauerhaft ohne russisches Öl und Gas auskommen könne und welche Folgen dies für Industrie, Energiepreise, Raffineriestandorte und geopolitische Abhängigkeiten habe.

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Behandelt würden u. a. die Rolle der PCK-Raffinerie Schwedt, LNG-Importe und die Auswirkungen auf Chemie, Mittelstand und Wettbewerbsfähigkeit. Der vollständige Vortrag ist auf dem YouTube-Kanal veröffentlicht.

Auch in: Europa

Vortrag von Wolfgang Hummel, 10. Mai 2026

Analyse

Gorbatschow und die Zeitwende 1989/91: Was lief falsch?

Wegbegleiter erinnerten an das Wirken Michail Gorbatschows und seinen Einfluss auf die Entwicklung Europas: Welche Konzepte gab es, welche wurden umgesetzt, welche zum Scheitern gebracht, und lässt sich der Geist dieser Zeit wiederbeleben?

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Es sprachen u. a. Ruslan Grinberg, Grigori Jawlinski, Oskar Lafontaine und Askar Akajew.

Auch in: Europa

Gespräch mit Grinberg, Jawlinski, Lafontaine u. a., 2. September 2023

Analyse

Der Ukrainekrieg, die Rivalität der großen Mächte und die Selbstbehauptung Europas

In einer Vortragsveranstaltung am 13. Februar 2024 vertrat General a. D. Harald Kujat, 2000-2002 Generalinspekteur der Bundeswehr, danach Vorsitzender des NATO-Militärausschusses, eine realpolitische Sicht auf die aktuellen Kriege.

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Er sah den Ukraine-Krieg kritisch, kritisierte aber ebenso die westliche „Moralpolitik“ und einen aus seiner Sicht irregeleiteten Werte-Fundamentalismus.

Auch in: Europa

Vortrag von Harald Kujat, 20. Februar 2024

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Analyse

Friedenspläne für die Ukraine (Teil 1)

In einer Podiumsdiskussion erörterten die Fachleute der Gesellschaft von eurasischen Staaten entwickelte Friedensinitiativen für die Ukraine: Welche Ansätze gibt es, welche Fortschritte wurden erzielt, wo liegen die Hindernisse?

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Diskutiert werde auch, warum China, die Türkei und Staaten des Südens auf Waffenruhe und Verhandlungen drängten, während der Westen auf einen militärischen Sieg setze.

Auch in: Ostasien

Podiumsdiskussion mit Alexander Neu, Christoph Polajner und Alexander Rahr, 5. Juli 2024

Analyse

Friedenspläne für die Ukraine (Teil 2)

Der zweite Teil der Podiumsdiskussion setzt die Erörterung möglicher diplomatischer Lösungswege für den Ukraine-Konflikt fort.

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Erneut geht es um die Ansätze eurasischer Staaten, die Rolle Chinas, der Türkei und des globalen Südens sowie um die Frage, warum der Westen Verhandlungen mit Russland bislang ablehne.

Auch in: Ostasien

Podiumsdiskussion mit Alexander Neu, Christoph Polajner und Alexander Rahr, 5. Juli 2024

Analyse

Zeitenwende in Eurasien: Die Interessen Deutschlands

Vizeadmiral a. D. Kay-Achim Schönbach, 2021-2022 Inspekteur der Deutschen Marine, skizziert Deutschlands Verhältnis zu den Kraftzentren USA, EU, China, Russland und Indien.

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Er kritisiert den aus seiner Sicht einseitig „hypermoralischen“ Kompass der Bundesregierung und beschreibt, wie eine realpolitische Gesamtstrategie aussehen sollte, bei fester Einbindung in die NATO.

Auch in: Europa, Südasien, Ostasien

Vortrag von Kay-Achim Schönbach, 8. Juli 2024

Analyse

Chancen für den Frieden in der Ukraine: der Trump-Putin-Gipfel

Auf einer Veranstaltung in Berlin-Dahlem am 27. Februar 2025 traten General a. D. Harald Kujat und der ungarische Botschafter a.

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D. György Varga gemeinsam auf; Gastgeber war Alexander Rahr. Beide unterstützten die Friedensbemühungen für die Ukraine und kritisierten den gegenläufigen Kurs der EU. Sie analysierten die oft vergessenen Ursachen des Krieges und zeichneten eine Perspektive für die Zukunft.

Auch in: Europa

Vortrag mit Harald Kujat und György Varga, 4. März 2025

Quelle in Prüfung
Analyse

Neue russische Außenpolitik: Muss Deutschland umdenken?

In einer Talkrunde sprechen Alexander Neu, Alexander Rahr, Siegfried Fischer und Kai Kleinwächter über das Buch „Von der passiven zur aktiven Abschreckung“ (Autoren: Dmitrij Trenin, Sergej Awakjanz, Sergej Karaganow).

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Die Runde analysiert die Thesen des Buchs und mögliche Szenarien zur Sicherheitslage und zur Zukunft der Beziehungen zwischen Deutschland und Russland.

Auch in: Europa

Gespräch mit Neu, Rahr, Fischer und Kleinwächter, 22. September 2025

Analyse

Von der passiven zur aktiven Abschreckung: Russlands neue Sicherheits- und Geopolitik

Drei russische Autoren, Dmitri Trenin, Sergei Karaganow und Admiral Sergej Awakjanz, hätten ein sicherheitspolitisches Dossier verfasst, das zunächst als geheimes Papier für Präsident Putin gedacht gewesen sei.

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Vorgestellt wird es von Dr. Siegfried Fischer; Alexander Rahr und Dr. Alexander Neu ordnen zentrale Passagen in den geopolitischen Kontext ein, von Luftraumverletzungen bis zu Hinweisen auf Diplomatie und friedliche Koexistenz.

Buchvorstellung mit Siegfried Fischer, Alexander Rahr und Alexander Neu, 4. Februar 2026

Analyse

Armenien zwischen Europa und Russland

Die Aufzeichnung entstand beim Symposium „Bratislava, City of Peace“ am 27. Mai 2026 (Vienna Club PANAP).

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Da Alexander Rahr nicht persönlich teilnehmen konnte, wurde sein Text von Michael Huppertz verlesen. Im Mittelpunkt stehe die Frage, welche geopolitische Rolle Armenien künftig einnehmen könne, zwischen wachsender Annäherung an die EU und historischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Verbindungen zu Russland.

Auch in: Kaukasus, Europa

Vortrag von Alexander Rahr, 30. Mai 2026

Analysen

Analyse

Kasachstan vor einer neuen Verfassung

Kasachstans Referendum über eine neue Verfassung ändere rund 77 Artikel und wirke innenpolitisch, besitze aber eine größere geopolitische Dimension.

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Als größter Staat Zentralasiens zwischen Russland, China und Europa verfolge das Land eine multivektorale Außenpolitik. Der Beitrag fragt, ob die Reform mehr Demokratie bringt oder vor allem Stabilität sichert und liest sie als Stärkung von Souveränität und Brückenrolle.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 11. März 2026

Konnektivität & Korridore

Energiekrieg in Eurasien: Europa im strategischen Umbruch

Die globale Energieordnung verschiebe sich schneller, als die öffentliche Debatte zeige: Europa richte seine Energie- und Handelsachsen nach Zentralasien aus, um Abhängigkeiten zu lösen.

Weiterlesen

Doch neue Spannungsfelder entstünden, Transitrouten würden politisiert, Kostenstrukturen änderten sich, selbst der Luftraum werde zum wirtschaftlichen Faktor. Was als Diversifizierung gedacht sei, werde zur komplexen Neuordnung von Einflusszonen. Stärkt Europa seine Position oder tauscht es nur Abhängigkeiten?

Auch in: Europa

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 10. April 2026

Analyse

„Verfassungsreform ist Teil der diplomatischen Strategie Kasachstans”

Im Interview mit einer kasachischen Tageszeitung, nach dem Referendum mit 87,15 Prozent Zustimmung, argumentiert Alexander Rahr, die Verfassungsreform ziele nicht nur auf das innenpolitische System, sondern auf die Stärkung der außenpolitischen Position des Landes.

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Neue Institutionen wie Kurultai, Volksrat und Vizepräsidentenamt sollten die Regierungsführung demokratischer machen und Kontinuität sichern. Als größter Staat Zentralasiens mit multivektoraler Außenpolitik stärke Kasachstan seine Institutionen, um die Großmächte auszubalancieren und seine Brückenrolle auszubauen.

Interview von Alexander Rahr, 31. März 2026

Konnektivität & Korridore

Zentralasien und EU: Wer gewinnt das Rohstoff-Rennen?

Die Gesellschaft analysiert die Lage in Zentralasien und die Bestrebungen der EU, eine neue Partnerschaft mit der Region zu knüpfen, elementar, um den Bedarf an Rohstoffen zu decken.

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Gelinge es dem Westen, die zentralasiatischen Länder aus dem Einflussbereich Russlands zu lösen und für die Sanktionen zu gewinnen? Und welche Rolle spiele China?

Auch in: Europa

Analyse von Eurasien Gesellschaft, 23. Juni 2025

Bislang vor allem Kasachstan vertreten. Usbekistan, Kirgistan, Tadschikistan und Turkmenistan: Inhalte in Vorbereitung.

Analysen

Konnektivität & Korridore

António Costa in Baku: warum der Südkaukasus für Europas Energiepolitik wichtiger wird

Der Besuch von Ratspräsident António Costa in Baku sei mehr als Routine: Angesichts der Energieunsicherheit infolge der Iran-Eskalation richte die EU den Blick auf Aserbaidschan und den Southern Gas Corridor.

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Bakus Zurückhaltung, orientiert an der Türkei, sei für Europas Versorgungssicherheit bedeutsam. Zugleich versuche Brüssel, die Region anzubinden und dabei Aserbaidschan und Armenien auszubalancieren, um das fragile Gleichgewicht nicht zu gefährden.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 13. März 2026

Konnektivität & Korridore

Hormus, Gas und Realpolitik: Europa muss neu verhandeln

Die Straße von Hormus sei weit mehr als ein Krisenpunkt, ein empfindliches Nadelöhr der weltweiten Energieversorgung und damit ein Thema für Deutschland und Europa.

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Amerikanisches Flüssiggas werde die Lücken voraussichtlich nicht dauerhaft schließen. Europa müsse deshalb stärker mit osteuropäischen Partnern, dem Kaukasus und Aserbaidschan verhandeln; langfristig führe wohl auch an Russland kein Weg vorbei, wenn man die eigene Wirtschaft nicht beschädigen wolle. Alexander Rahr plädiert für Realpolitik statt Wunschdenken.

Auch in: Naher Osten

Stellungnahme von Alexander Rahr, 20. Juni 2026

Analyse

Wird Bratislava das Münster der Neuzeit?

Der Vienna Club PANAP habe mit dem internationalen Symposium „Bratislava City of Peace” ein Zeichen für Dialog und europäische Verständigung gesetzt.

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Die Eurasien Gesellschaft sei eingebunden gewesen und habe Perspektiven zu Energie-Souveränität, geopolitischer Ordnung und Armeniens Rolle zwischen EU und Eurasischer Wirtschaftsunion eingebracht. Der zugehörige Rundbrief ordne das Thema Armenien mit seinen Chancen, Abhängigkeiten und Risiken ein.

Auch in: Europa

Bericht von Eurasien Gesellschaft, 30. Mai 2026

Konnektivität & Korridore

Alexander Rahr: Der Südkaukasus als strategischer Prüfstein

Alexander Rahr sehe den Südkaukasus als strategischen Prüfstein für Europas Energie- und Außenpolitik: eine Region, in der sich Energieversorgung, Handelsrouten und geopolitische Interessen verdichteten, während der Wettbewerb externer Mächte zunehme.

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Aserbaidschans Ressourcen und neue Verbindungen zwischen Europa und Asien rückten ins Zentrum. Rahr plädiert für einen Perspektivwechsel hin zu wirtschaftlicher Vernetzung entlang eurasischer Achsen.

Video-Stellungnahme von Alexander Rahr, 26. April 2026

Quelle in Prüfung
Analyse

Armenien zwischen Europa und Russland

Die Aufzeichnung entstand beim Symposium „Bratislava, City of Peace“ am 27. Mai 2026 (Vienna Club PANAP).

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Da Alexander Rahr nicht persönlich teilnehmen konnte, wurde sein Text von Michael Huppertz verlesen. Im Mittelpunkt stehe die Frage, welche geopolitische Rolle Armenien künftig einnehmen könne, zwischen wachsender Annäherung an die EU und historischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Verbindungen zu Russland.

Auch in: Osteuropa, Europa

Vortrag von Alexander Rahr, 30. Mai 2026

Georgien: Inhalte in Vorbereitung.

Analysen

Analyse

China rückt ins Zentrum der neuen Weltordnung

Die Besuche von Donald Trump und Wladimir Putin in Peking markierten mehr als Routine, sie zeigten eine geopolitische Verschiebung: China stehe zunehmend im Zentrum internationaler Machtpolitik.

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Ohne China ließen sich die großen Fragen kaum noch verhandeln. Für Russland sei China ein entscheidender Partner, für die USA zeichne sich eine pragmatische Verständigung ab. Alexander Rahr analysiert, warum China von den Spannungen profitiere und die multipolare Ordnung längst keine Theorie mehr sei.

Auch in: Osteuropa

Stellungnahme von Alexander Rahr, 21. Mai 2026

Analyse

Friedenspläne für die Ukraine (Teil 1)

In einer Podiumsdiskussion erörterten die Fachleute der Gesellschaft von eurasischen Staaten entwickelte Friedensinitiativen für die Ukraine: Welche Ansätze gibt es, welche Fortschritte wurden erzielt, wo liegen die Hindernisse?

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Diskutiert werde auch, warum China, die Türkei und Staaten des Südens auf Waffenruhe und Verhandlungen drängten, während der Westen auf einen militärischen Sieg setze.

Auch in: Osteuropa

Podiumsdiskussion mit Alexander Neu, Christoph Polajner und Alexander Rahr, 5. Juli 2024

Analyse

Friedenspläne für die Ukraine (Teil 2)

Der zweite Teil der Podiumsdiskussion setzt die Erörterung möglicher diplomatischer Lösungswege für den Ukraine-Konflikt fort.

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Erneut geht es um die Ansätze eurasischer Staaten, die Rolle Chinas, der Türkei und des globalen Südens sowie um die Frage, warum der Westen Verhandlungen mit Russland bislang ablehne.

Auch in: Osteuropa

Podiumsdiskussion mit Alexander Neu, Christoph Polajner und Alexander Rahr, 5. Juli 2024

Analyse

Zeitenwende in Eurasien: Die Interessen Deutschlands

Vizeadmiral a. D. Kay-Achim Schönbach, 2021-2022 Inspekteur der Deutschen Marine, skizziert Deutschlands Verhältnis zu den Kraftzentren USA, EU, China, Russland und Indien.

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Er kritisiert den aus seiner Sicht einseitig „hypermoralischen“ Kompass der Bundesregierung und beschreibt, wie eine realpolitische Gesamtstrategie aussehen sollte, bei fester Einbindung in die NATO.

Auch in: Europa, Südasien, Osteuropa

Vortrag von Kay-Achim Schönbach, 8. Juli 2024

China vertreten. Japan, Korea und Mongolei: Inhalte in Vorbereitung.

Analysen

Analyse

Zeitenwende in Eurasien: Die Interessen Deutschlands

Vizeadmiral a. D. Kay-Achim Schönbach, 2021-2022 Inspekteur der Deutschen Marine, skizziert Deutschlands Verhältnis zu den Kraftzentren USA, EU, China, Russland und Indien.

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Er kritisiert den aus seiner Sicht einseitig „hypermoralischen“ Kompass der Bundesregierung und beschreibt, wie eine realpolitische Gesamtstrategie aussehen sollte, bei fester Einbindung in die NATO.

Auch in: Europa, Ostasien, Osteuropa

Vortrag von Kay-Achim Schönbach, 8. Juli 2024

Indien bislang nur als Bezug. Pakistan: Inhalte in Vorbereitung.

Analysen

Analyse

Steuert Europa in einen Versorgungskrieg um Energie und Dünger?

Die Eskalation im Nahen Osten werde zur globalen geoökonomischen Schocklage, die Europa treffe: Die Sperrung der Straße von Hormus verschärfe Energie- und Rohstoffmärkte.

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Besonders bei Düngemitteln, Russland und Belarus waren zentrale Anbieter, entstehe für Europa ein Engpass, weniger durch Mangel als durch Finanz-, Transport- und Versicherungshürden. Der Beitrag warnt vor europäischer Selbstblockade und fordert eine nüchterne Neubewertung.

Auch in: Europa

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 16. März 2026

Analyse

Getrieben statt gestaltend? Europas Rolle im neuen Konflikt

Europa stehe vor einer strategischen Weggabelung und reagiere bislang nur unter Druck: Ein sich ausweitender Golfkonflikt könne zum globalen Rohstoff- und Versorgungskonflikt werden und Europas Verwundbarkeit neben dem Ukraine-Engagement erhöhen.

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Die Frage sei nicht, ob Europa handelt, sondern in welcher Rolle, ohne eigene Position drohe es, in eine fremdbestimmte Dynamik zu geraten. Der Beitrag sieht in der Diplomatie eine Chance, die Eskalation aufzuhalten.

Auch in: Europa

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 17. März 2026

Analyse

Straße von Hormus, Sanktionen, Drohnenkrieg und Europas Rolle

Die Eskalation im Persischen Golf zeige, wie verletzlich die globale Ordnung geworden sei: Ein regionaler Konflikt belaste Energie, Lieferketten und Stabilität weit über die Region hinaus.

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Die Konfliktlogik verschiebe sich, günstige Mittel störten hochgerüstete Systeme, Sanktionen erodierten unter wirtschaftlichem Druck. Europa sei wirtschaftlich stark betroffen, aber nur begrenzt handlungsfähig und brauche eine eigene Linie: Diplomatie, weniger Abhängigkeiten, eine selbstbestimmte Sicherheitsposition.

Stellungnahme von Dr. Alexander Neu, 20. März 2026

Analyse

Alexander Rahr beim Meinungsaustausch in Moskau

Bericht über einen Meinungsaustausch in Moskau (29. April 2026) mit Alexander Rahr: Überraschend hätten nicht die Ukraine, sondern der Nahe Osten und Iran im Mittelpunkt gestanden; die russischen Teilnehmenden seien uneins gewesen, eine direkte Unterstützung Teherans nicht erkennbar, China gelte als struktureller Profiteur.

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Beim Ukraine-Konflikt blieben die Positionen verhärtet. Mehrfach sei „Rapallo” als Chiffre pragmatischer Annäherung gefallen. Fazit: Gesellschaftlich und akademisch bestehe weiter Dialogbereitschaft, politisch ungenutzt.

Auch in: Osteuropa

Bericht von Uwe Schraps, 1. Mai 2026

Konnektivität & Korridore

Hormus, Gas und Realpolitik: Europa muss neu verhandeln

Die Straße von Hormus sei weit mehr als ein Krisenpunkt, ein empfindliches Nadelöhr der weltweiten Energieversorgung und damit ein Thema für Deutschland und Europa.

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Amerikanisches Flüssiggas werde die Lücken voraussichtlich nicht dauerhaft schließen. Europa müsse deshalb stärker mit osteuropäischen Partnern, dem Kaukasus und Aserbaidschan verhandeln; langfristig führe wohl auch an Russland kein Weg vorbei, wenn man die eigene Wirtschaft nicht beschädigen wolle. Alexander Rahr plädiert für Realpolitik statt Wunschdenken.

Auch in: Kaukasus

Stellungnahme von Alexander Rahr, 20. Juni 2026

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